Aktenzeichen XY vom 13. November 2013

Quelle: Polizei

Die Vorschau auf die XY-Ausgabe am vergangenen Mittwoch gestaltete sich kompliziert. Nicht nur, dass die Vorberichterstattung in den Medien recht mager ausfiel, sondern auch die Tatsache, dass man sich scheinbar selbst bei XY nicht ganz einig war, machte den Ausblick auf die Sendung schwerer als sonst.

So schafften es neben dem mysteriösen Tod des Kölner Studenten auf der A59 drei weitere Fälle in die Sendung, die im Vorfeld zunächst nicht in der Sendungsvorschau angekündigt worden waren. Der Mord an der Spielhallen-Aufsicht Ingrid Becher in Herne aus dem Jahr 1995 (bisher leider keine neuen Spuren), ein Überfall auf eine Frankfurterin, welcher Parallelen zu einem ähnlichen Fall in Wiesbaden aufweist (rund 30 Hinweise) und ein bereits vor einigen Jahren im Studio vorgestellter Fall einer unbekannten Toten, welche von einem Jäger in der Nähe eines Autobahnrastplatzes im niederländischen Utrecht gefunden wurde, nach kriminalpolizeilichen Ermittlung und Isotopenanalyse aber aus der Eifel stammen soll. Diese Untersuchung hat auch ergeben, dass das unbekannte Mädchen wesentlich jünger war als bisher angenommen. Die sterblichen Überreste wurden 1976 gefunden, zum Zeitpunkt ihres Todes soll die junge Frau nach neusten Erkenntnissen zwischen 13 und 15 Jahre alt gewesen sein. Inzwischen ist auch wahrscheinlich, dass sie sich rund ein Jahr vor ihrem Tod für längere Zeit in Osteuropa aufgehalten haben muss.

Nach Angaben des Bonner Generalanzeigers hat die neuerliche Ausstrahlung des Falls neue Hinweise ergeben. Ein Sprecher der Polizei Utrecht gab an, dass fünf Anrufer in Frage kommende Namen vermisster Mädchen genannt hätten. Die Namen würden nun überprüft.

Unbekannte Tote Utrecht
Die unbekannte Tote aus der Eifel, die 1976 in Utrecht aufgefunden wurde.
Das Mädchen soll nach neusten Erkenntnissen gerade einmal 13-15 Jahre alt sein.
Quelle: derwesten.de

Ebenfalls der Bonner Generalanzeiger berichtete am gestrigen Donnerstag über die Resonanz auf den mysteriösen Tod eines 26-jährigen aus Hameln, der in Köln studierte und dort nach einer Karnevalsfeier in der Innenstadt in der Nacht vom 17. zum 18. Februar 2013 auf der A59 von mehreren Fahrzeugen überrollt worden war. Mehrere Zeugen hatten bereits vor Ausstrahlung bei XY angegeben, unmittelbar in der Nähe ein Taxi gesehen zu haben, um das zwei Männer liefen. Nach der Sendung gab es bisher keine verwertbaren Hinweise. Bis Donnerstagmittag waren 10 Anrufe bei der Polizei in Köln eingegangen, die heiße Spur war laut einem Sprecher des Verkehrsdezernats aber noch nicht dabei.

Im Fall der 21-jährigen Osteuropäerin, die im April 2012 in Maintal von einem Unbekannten vergewaltigt wurde, gingen laut osthessen-news.de rund 40 neue Hinweise ein. Ob eine vielversprechende Spur darunter ist, ist bisher nicht bekannt. Die junge Frau war von Menschenhändlern zunächst nach Frankfurt gebracht und dort zur Prostitution gezwungen worden. Als sie sich weigerte wurde sie in einer kleinen Wohnung in Maintal gefangen gehalten und schließlich vergewaltigt.

Auch der letzte Fall der Sendung trug sich in Hessen zu. Die Polizei in Rüsselsheim bat die Zuschauer in einem Überfall auf einen Rüsselsheimer Juwelier im Januar 2013 um Hilfe. Dieser soll 4 Monate später auch eine Sparkasse in Frankfurt überfallen haben. Zu diesem Fall meldeten sich nach der Sendung rund 20 Anrufer mit Hinweisen zum gesuchten Räuber.

Wer alle Fälle noch einmal sehen möchte, hat bei YouTube die Gelegenheit dazu, die Novembersendung ist dort bereits online.

Mit 5,5 Mio. Zuschauern lag XY auch an diesem Mittwochabend wieder einmal ganz vorne und verwies den “ARD Brennpunkt” (4,82 Mio.) und den anschließenden Spielfilm “Arnes Nachlass” (4,65 Mio.) auf die Plätze.

Die letzte XY-Sendung des Jahres gibt es am 18. Dezember 2013 – wie gewohnt um 20.15 Uhr im ZDF.

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