Aktenzeichen XY vom 15. Juli 2015

Der 6-jährige Elias aus Potsdam wird seit dem 8. Juli 2015 vermisst (Quelle: privat/Polizei)

In der 496. Ausgabe von Aktenzeichen XY … ungelöst konnte ein neuer Hinweis-Rekord aufgestellt werden. Zum Fall der auf einer Damentoilette am Autobahnrastplatz Bakumer Wiesen-West gefundenen Babyleiche gingen nach der Sendung rund 520 Hinweise ein. Bis heute konnte nicht geklärt werden, wer die Mutter ist und ob es sich um eine Ortskundige oder lediglich Durchreisende handelte. Die Polizei hat nun alle Hände voll zu tun, die Hinweise abzuarbeiten. Ein Sprecher der Polizeiinspektion Cloppenburg / Vechta zeigte sich gegenüber dem NDR überrascht über die gewaltige Resonanz, vor allem da der Fall bereits 11 Monate zurückliege.

Aufgefunden wurde der Junge am 19. August 2014. In Bezug auf eine möglicherweise überörtliche Täterin liegt die Aussage eines LKW-Fahrers vor, der an jenem Tag gegen 17 Uhr eine blonde Frau auf einer Bank unweit der Damentoilette hatte sitzen sehen. Diese wurde später von einem polnischen LKW-Fahrer mitgenommen. Der kleine Junge wurde eine Woche nach seinem Tod unter dem Namen Johannes Gethsemane in Bakum beigesetzt. Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Cloppenburg / Vechta weiterhin jederzeit unter den Telefonnummern 04471/18600 oder 04441/9430 entgegen. [1] [2]

Quelle: Kripo Wetzlar
Quelle: Kripo Wetzlar

Zum Fall der Kripo Wetzlar, welche einen Serienbankräuber sucht, der seit 2011 vorwiegend in Mittel- und Nordhessen Banken überfällt und bisher eine Beute von rund 100.000€ erbeutet hat, gingen am Abend der Sendung 15 Anrufe ein. Zwei Anrufer meinen, den Mann auf dem ausgestrahlten Phantombild und den Bildern der Überwachungskameras erkannt zu haben. In einem der Fälle habe es laut Sprecher der Kripo Wetzlar bereits eine Überprüfung gegeben. [1] [2]

Auch im Fall des sechsjährigen Elias aus Potsdam, der seit dem 8. Juli 2015 vermisst wird, gingen einige neue Hinweise ein. Neun Anrufer meldeten sich im XY-Studio, eine heiße Spur war wohl leider nicht darunter. [1] [2]

28 neue Hinweise konnte die Staatsanwaltschaft Gießen im Fall der Entführung des Sohnes von Schrauben-Milliardär Reinholf Würth vermelden. Außerdem war bis Donnerstagmorgen die Hotline, bei der man die Stimme des Entführers anhören konnte, rund 4.800-mal angerufen worden. Ob die heiße Spur dabei ist, wird sich in den weiteren Ermittlungen nun zeigen. Der geistig behinderte Sohn war am 17. Juni 2015 im osthessischen Schlitz entführt worden, wo er in einer Wohngruppe für behinderte und nichtbehinderte Menschen lebt. Einen Tag später wurde er, an einen Baum angekettet aber unversehrt, in einem Waldgebiet bei Würzburg aufgefunden.  Sein Entführer hatte die zuvor die Geo-Daten des Auffindeortes telefonisch bekannt gegeben. Zuvor war eine Geldübergabe von 3 Mio. € Lösegeld an der Autobahn A3 bei Würzburg gescheitert. [1] [2] [3]

Laut einer Sprecherin des ZDF gab es während und nach der Sendung 735 Hinweise, eine außergewöhnlich hohe Zahl. Trotz Ferienzeit und allgemein etwas schwächeren Quoten am Mittwochabend, schalteten 4,93 Millionen Zuschauer XY ein, was der Fahndungssendung wieder einmal den unangefochtetenen Tagessieg sicherte. Die 497. Ausgabe von XY gibt es dann am 12. August.

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