Aktenzeichen XY vom 8. Januar 2014

Bereits seit 2011 ist die Tote von der Neyetal-Sperre in Wipperfürth für die Kriminalpolizei keine Unbekannte mehr. Durch einen DNA-Treffer bekam die von Jgendlichen in einer Reisetasche gefundene Leiche ein Gesicht und einen Namen. Nun wendete sich die zuständige Kripo Köln in der ersten XY-Ausgabe des Jahres 2014 an die Öffentlichkeit.

Malgorzate Galaj († 33)
Malgorzate Galaj († 33)

Bei der Toten handelt es sich um die zum Zeitpunkt ihres Verschwindens im Jahre 1995 31-jährige Polin Malgorzata Galaj aus Auschwitz. Ihre Familie hörte danach nie wieder etwas von ihr, im Jahr 1997 nahm sie aber Kontakt zu einer alten Schulfreundin auf. Sie traf sie nur kurz und Margozata Galaj war nicht allein. Sie war in Begleitung zweier Männer, vermutlich ein Deutscher und ein Pole. Es ist davon auszugehen, dass Galaj zur Prostituion gezwungen und vermutlich kurz nach dem Zusammentreffen ermordet wurde. Malgorzata Galaj wurde 33 Jahre alt. Bereits während der Sendung gingen zu diesem Fall etliche Hinweise ein, bis Freitag waren es über 30. Die Polizei fragte die Zuschauer, wer die junge Frau damals in Deutschland gesehen oder sogar Kontakt zur ihr gehabt hat. Laut Bild online gab es einen Anrufer, der sich an den Namen erinnern konnte, ein anderer zeigte Parallelen zu anderen Morden auf. Die Bergische Landeszeitung zitierte Stefanie Becker von der Kölner Polizei, welche sich mit der Resonanz “sehr zufrieden” zeigte.

Auch der Kölner Stadt-Anzeiger und der Oberbergische Anzeiger berichteten in einer Nachbetrachtung über den Fall.

In der medialen Berichterstattung nach XY nimmt dieser Fall aus dem Jahr 1997 mit Abstand die größte Stellung ein. Aber auch zu den anderen Fällen gab es neue Hinweise, welchen nun nachgegangen wird.

Zum Überfall auf das Ehepaar vom Niederrhein, welches sich nach einem kurzen Abstecher über Luxemburg auf dem Weg in den Urlaub befanden und von falschen Polizisten auf einem Parkplatz an der L141 bei Sahlem ausgeraubt wurden, gingen laut Trierischem Volksfreund ebenfalls rund 30 Anrufe ein, teilweise zu den Phantombildern, andererseits aber auch zum Fahrzeug der Täter. Ob ein entscheidender Hinweis darunter ist, wird sich nun zeigen müssen.

Zum Überfall auf den Juwelier in Dortmund, bei welchem der Ladenbesitzer niedergeschossen wurde, brachte DerWesten.de sogar einen Live-Ticker während der Sendung. Die Ruhrnachrichten berichteten im Anschluss, dass es noch im Laufe von XY und kurz danch 15 gut verwertbare neue Hinweise auf das Phantombild und die Waffe des Täters gegeben habe.

Im Fall des in der Nähe seines Wohnhauses in einem Bachlauf tot aufgefundenen Aachener Michael Hubert Bonnie gingen hingegen lediglich 4 Hinweise im Studio ein. Wieviele Zuschauer sich darüber hinaus per Mail oder direkt bei der Aachener Kripo gemeldet haben, wollte Staatsanwalt Jost Schützeberg laut Aachener Zeitung nicht preisgeben.

Kaum verwertbare neue Hinweise gab es laut Schwäbischer Zeitung zu einem Überfall auf einen Supermarkt in Bisingen im Dezember 2012. Zwar hätten sich 12 Zuschauer zum Fall im Studio gemeldet, davon bedürften aber ledliglich zwei Anrufe einer weiteren Abklärung. Eine konkrete Spur sei vermutlich nicht dabei.

Die Quoten am vergangenen Mittwoch waren wieder einmal hervorragend. XY musste sich den ersten Platz in der Zuschauergunst allerdings mit dem ARD-Thriller “In gefährlicher Nähe” teilen, welcher kurioserweise exakt die selbe Anzahl an Zuschauern (5,60 Mio.) erreichen konnte.

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