„Stop Child Abuse“ – Europol sucht Kinderschänder

„STOP CHILD ABUSE – TRACE AN OBJECT“ – Stoppen Sie Kindesmissbrauch – Erkennen Sie einen Gegenstand!

So lautet der Aufruf, den die Polizeibehörde der Europäischen Union, Europol, am gestrigen Donnerstag auf ihren Internetseiten und in den sozialen Netzwerken veröffentlicht hat. Bei dieser Art der Fahndung geht es vornehmlich darum, die Orte des sexuellen Missbrauchs von Kindern näher einzugrenzen. Europol erhofft sich durch den Fahndungsaufruf, dass Besucher der Internetseite Gegenstände, Kleidung oder Teile der abgebildeten Umgebung wieder erkennen und so einen entscheidenden Hinweis auf die Herkunft der Täter geben können. Bei den gezeigten Bildausschnitten handelt es sich um Hintergrunddetails aus kinderpornographischen Videos.

Auf der eigens für diese Art der Fahndung eingerichteten Internetseite können sich die Besucher nicht nur die Gegenstände (so beispielsweise verschiedene Hygieneartikel oder Bekleidungsmarken) anschauen, sondern auch direkt und – wenn gewünscht – anonym Europol kontaktieren. Unter dem Hashtag #traceanobject können via Twitter oder Facebook ebenso Hinweise zu den Bildern abgegeben werden.

Regelmäßigen XY-Zuschauern sollte diese besondere Art der Fahndung nicht unbekannt sein – auch bei Aktenzeichen XY … ungelöst wurde so bereits nach einem Kinderschänder gefahndet. Am 15. Juni 2011 suchte das BKA Wiesbaden mit eben solchen Bildausschnitten aus einem kinderpornographischen Video, auf denen unter anderem eine Wickeltasche und Window-Color-Bilder zu sehen waren, nach einem unbekannten Mann.

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