Vorschau: Aktenzeichen XY am 29. Oktober 2014

Der Oktober steht ganz im Zeichen des XY-Preises, der seit 2002 unter Schirmherrschaft des Bundesinnenministeriums vergeben wird. Auch in diesem Jahr wurden 5 mutige Bürger für ihren Einsatz im Zeichen der Zivilcourage ausgezeichnet. In der Sendung am 29. Oktober werden die diesjährigen Preisträger noch einmal über ihre Fälle sprechen. Außerdem sind bis heute auf e110.de vier neue (Film-)Fälle in der Vorschau zu finden, die im XY-Blog näher erläutert werden. Dieser Beitrag wird bis zur Sendung ständig ergänzt.

Tod nach Halloween-Party – Polizei sucht einen Unfallfahrer
Ein junger Mann geht eine schmale Landstraße entlang. Er kommt von einer Party und will nach Hause. Es ist dunkel, die Fahrbahn nass. Um diese Zeit fahren hier kaum Autos. Bis zum Elternhaus sind es noch wenige Hundert Meter. Der junge Mann schreibt noch eine SMS an einen Freund – sein letztes Lebenszeichen. Wenig später liegt er tot auf der Straße – überfahren von einem Opel Corsa.

Bei diesem Filmfall handelt es sich um den Tod des 20-jährigen Christian Marks aus Witten. Dieser war am 1. November 2010 auf dem Rückweg von einer Halloween-Party, die er mit Freunden auf der Burg Blankenstein gefeiert hatte, auf der Rüsbergstraße in Herbede-Kämpen zu Fuß unterwegs. Der Wehrdienstleistende wurde wenige Hundert Meter von seinem Elternhaus entfernt von einem Auto erfasst und gegen 5.20 Uhr tot aufgefunden. Obwohl die Wittener Polizei in der Folgezeit über 2.500 Opel Corsa und ihre Halter überprüfte, konnte der Fall bis heute nicht geklärt werden. Die Polizei und insbesondere Christian Marks Angehörige hoffen darauf, dass 4 Jahre nach der Tat die Ausstrahlung bei Aktenzeichen XY … ungelöst die Wende in diesem Todesfall bringt und Täter oder etwaige Mitwisser ihr Schweigen brechen. [1] [2] [3]

Mord im Sexshop – Täter sticht 15 mal auf Verkäuferin ein
Prostitution, Rotlichtmilieu und Organisierte Kriminalität – das sind die Bilder, die man vielleicht mit einem Sexshop verbindet. Nicht so in diesem Fall: Die 49-jährige Verkäuferin ist gelernte Krankenschwester, Mutter von drei Kindern und inzwischen Witwe. Den Job macht sie aus Spaß und weil sie unter Menschen sein möchte. Das wird ihr am 3. April 1996 zum Verhängnis. Ein Unbekannter raubt die Kasse aus und sticht die Verkäuferin brutal nieder. Für gerade mal 1.000 Mark Beute muss die Frau sterben.

Der Raubmord hat sich an jenem Mittwoch im April 1996 an der Roermonder Straße in Aachen zugetragen und rückte im Jahr 2012 noch einmal in den Fokus der Öffentlichkeit. Ein Gegenstand der in den Händen des Opfers gefunden wurde, war im Jahr 2000 noch einmal mit den neuesten kriminaltechnischen Möglichkeiten untersucht worden. Erst im Jahr 2012 wurden dann 380 Personen angeschrieben, ihre DNA-Probe abzugeben. Leider führte auch diese Überprüfung nicht zum gewünschten Erfolg. Die Kripo Aachen bittet daher nun die ZDF-Zuschauer in der kommenden Ausgabe von Aktenzeichen XY … ungelöst um Mithilfe. [1] [2]

Mord an 13-jährigem Jungen – Die Polizei sucht nach einer „Bestie“
Es ist der wahr gewordene Albtraum: das eigene Kind spurlos verschwunden, am helllichten Tag. Die Eltern suchen panisch die Gegend nach dem Jungen ab. Vergeblich. Der 13-Jährige ist wie vom Erdboden verschluckt. Endlose Tage und Stunden des Bangens und Wartens. Zwei Wochen später dann die traurige Gewissheit: Das Kind ist tot – ermordet.

Stefan Lamprecht  († 13) Quelle: Polizei
Stefan Lamprecht († 13)
Quelle: Polizei

Wie vermutet, handelt es sich bei diesem grausamen Kindermord um den Fall des 1995 ermordeten 13-jährigen Stefan Lamprecht aus Kiel. Die Sommerferien verbrachte der Junge mit seinem Vater in Berlin. Am Morgen des 2. August 1995 fuhr er mit seinem Fahrrad gemeinsam mit einem Freund in das Stadtbad Pankow. Bei diesem Freund vergaß er später auch seine Badesachen. Da es am nächsten Tag zurück nach Kiel gehen sollte, wo Stefan mit seiner Mutter im Stadtteil Dietrichsdorf lebte, schickte die Oma den Jungen noch einmal zurück, um die vergessenen Sachen abzuholen. Es sollte das letzte Mal sein, dass sie ihren Enkel lebend sah.

Stefan Lamprechts Leiche wurde am 8. August 1995 auf einer Müllhalde in Schöneiche bei Mittenwalde gefunden. Der Junge war bekleidet mit zurechtgeschnittenen Müllsäcken, mit Kohleruß beschmiert und der Körper von Verletzungen übersät. Der scheinbar sadomasochistisch veranlagte Täter hatte die Leiche des Jungen einfach in einer Mülltonne im Bereich Schönhauser Allee / Berliner Straße abgelegt. [1] [2]

Verschleppt und ermordet? – Seit zehn Jahren spurlos verschwunden
2004: Eine 39-jährige Frau ist am Abend zu Besuch bei einer Freundin. Plötzlich verschwindet sie aus der Wohnung und taucht nie wieder auf. Familie und Freunde stehen vor einem Rätsel. Hatte sie eine Verabredung, von der niemand etwas ahnte? Die Polizei ist überzeugt: Die 39-Jährige wurde ermordet.

Sybille Lars Quelle: Weser Kurier
Sybille Lars
Quelle: Weser Kurier

Dieser Filmfall behandelt das rätselhafte Verschwinden der 39-jährigen Sybille Lars aus dem Bremer Staddteil Horn. In der Nacht vom 8. auf den 9. April 2004 wurde die Frau zuletzt lebend gesehen, als sie sich von der Carl-Goerdeler-Straße in Richtung Brüggeweg aufmachte, um dort eine Kneipe zu besuchen.

Frank Passade, der Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft, schließt ein freiwilliges Verschwinden von Sybille Lars aus. „Wir gehen von einem Tötungsdelikt aus“ – so zitiert ihn der Weser Kurier. Die Bremer Kripo hofft nun, durch die Mithilfe der XY-Zuschauer den Fall doch noch lösen zu können. [1]

Sendetermin

Mittwoch, 29. Oktober 2014 – 20.15 Uhr – ZDF (Wiederholung: 00:45 Uhr – zdfneo)

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