Vorschau: Aktenzeichen XY am 10. September 2014

Diese Betonplatte wurde auf ein fahrendes Fahrzeug geworfen. Quelle: Autobahnpolizei Schweich

Nachdem die August-Ausgabe von Aktenzeichen XY … ungelöst nun bereits über einen Monat zurückliegt, können die treuen XY-Zuschauer im Monat September gleich auf zwei Sendungen der Fernsehfahndungs-Reihe gespannt sein. Die Vorschau auf die Fälle der ersten September-Sendung am morgigen Mittwoch, den 10. September 2014.

Horror auf der Autobahn – Betonplatte kracht in Transporter
Zwei Männer nachts auf dem Weg zur Arbeit. Ihr Kleintransporter fährt auf der rechten Spur der Autobahn. Sie nähern sich einer Brücke. Was die Männer nicht sehen können: An der Brüstung steht eine Person und hat eine Betonplatte in den Händen. Als der Transporter an der Brücke ankommt, fällt die Platte nach unten …

Der Steinplattenwurf ereignete sich am 23. Juni 2013 gegen 23 Uhr bei Naurath-Wald in der Nähe von Trier auf der A1. Ein Unbekannter ließ die Platte von einer Brücke in die Tiefe fallen, welche dort das Dach des Kleintransporters aufschlitzte. Die beiden Insassen blieben zum Glück unverletzt, die Polizei ermittelt dennoch wegen versuchten Mordes. Am Tatort eingesetzte Mantrailer-Hunde nahmen eine Fährte in Richtung der Ortschaften Lorscheid und Bescheid auf.

Die Ermittler sind inzwischen davon überzeugt, dass die Tat im Zusammenhang mit einem ähnlichen Vorfall steht, der am 1. Februar 2013 nur einen guten Kilometer entfernt passiert war. Damals war von einer Brücke der B85 in Bescheid ein Stein auf die A1 geworfen worden, der die Windschutzscheibe eines Kleinwagens beschädigte. Auch hier kam die 23-Jährige Fahrerin glücklicherweise mit dem Schrecken davon.

Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, hat die Kripo Trier eine Belohnung in Höhe von 5.000€ ausgesetzt. [1] [2]

Tagelang eingesperrt – Seniorin nach Überfall beinahe verdurstet
Eine 85-jährige, alleinstehende Rentnerin fühlt sich nicht wohl und geht früh ins Bett. Am späten Abend wird sie von einem Lichtschein geweckt. Einbrecher! Sie fordern Geld. Die hilflose Frau muss mit ansehen, wie sich die dunklen Gestalten an ihren Schränken zu schaffen machen. Bevor die Männer verschwinden, montieren sie die Griffe vom Fenster und von der Zimmertür ab. Die Seniorin kann den Raum nicht mehr verlassen. Ein tagelanger Kampf ums Überleben beginnt.

Der Überfall trug sich in der Nacht auf den 12. April dieses Jahres zu. Kurz nach Mitternacht waren mehrere Männer in das Haus der alleinstehenden Seniorin in Süstedt-Uenzen im Landkreis Diepholz (Niedersachsen) eingebrochen und hatten die 85-Jährige in ihrem eigenen Schlafzimmer eingesperrt. Danach entfernten sie sämtliche Tür- und Fenstergriffe, trennten die Telefonleitung und entkamen mit Schmuck und Bargeld.

Die hilflose ältere Dame wurde erst nach 4 Tagen ohne Nahrung und Flüssigkeit von einer Pflegekraft befreit und so vor dem sicheren Tod bewahrt. Im August dieses Jahres verstarb das Opfer nach einem Sturz, so dass das Opfer selbst die Fahndung nach den Tätern leider nicht mehr miterlebt, für deren Ergreifung die Staatsanwaltschaft Verden eine Belohnung in Höhe von 5.000€ ausgesetzt hat. [1]

Schreie in der Nacht – Mord im Hinterhof
Der Bewohner eines Hochhauses wird nachts durch Geräusche aus dem Schlaf gerissen. Als er die Wohnungstür öffnet, ist das Treppenhaus voller Blut. Plötzlich hört er Hilfeschreie aus dem Innenhof: Durchs Fenster blickt er nach unten und muss hilflos mit ansehen, wir ein Mann bestialisch ermordet wird.

Mustafa Tütüncü († 38) einen Tag vor seinem gewaltsamen Tod Quelle: Polizei
Mustafa Tütüncü († 38) einen Tag vor seinem gewaltsamen Tod
Quelle: Polizei

Die Tat ereignete sich am 4. Oktober 2003 gegen 4.25 Uhr an der Bremer Straße in Hamburg-Harburg. Das Opfer: der 38-Jährige Familienvater Mustafa Tütüncü. Der erfolgreiche Geschäftsmann lag schlafend im Bett, als sein Mörder in die Wohnung eindrang. Dieser stach so oft auf den Delmenhorster ein, dass die Klinge des Messers abbrach und steckenblieb. Dann folgte er dem flüchtenden Opfer mit einem zweiten Messer in den Innenhof, wo er versuchte, seinem Opfer den Kopf abzutrennen. Hierbei wurde der Täter von Anwohnern beobachtet. Auch hier waren die Attacken auf Mustafa Tütüncu so heftig, dass abermals die Klinge des zweiten Messers abbrach. Der Täter flüchtete mit den beiden Griffen vom Tatort, an dem das Opfer seinen schweren Bauch-, Rücken- und Kopfverletzungen erlag. Die Tat ist bis heute ungeklärt und auch das Motiv ist weiterhin unklar. Der 38-Jährige Tütüncü war in Delmenhorst sehr beliebt. Was er in Hamburg-Harburg wollte, ist dagegen bis heute unklar, Fakt ist jedoch, dass er sich am Vortag mit einem Mann in Hamburg getroffen hatte, wobei es um Karten für ein Fußballspiel ging. Nun haben die Ermittler den Fall noch einmal komplett aufgerollt. So meldeten sich erst kürzlich Zeugen, welche einen braunen Mercedes 500 CL am Tatort gesehen haben wollen. Darüber hinaus werden erneut alle DNA-Spuren, welche damals genommen wurden, von Kriminaltechnikern neu untersucht.

Mustafa Tütüncüs Familie und die Staatsanwaltschaft haben eine gemeinsame Belohnung in Höhe von 10.000€ ausgesetzt, welche zur Ergreifung des Täters führen. Bis heute wird in Delmenhort der Mustafa-Tütüncü-Cup ausgespielt – ein Hallenfußball-Turnier, welches an das Mordopfer erinnern soll. [1] [2]

Bisher ohne nähere Informationen, Hinweise nehme ich gerne in den Kommentaren entgegen:

Realer Krimi im Kino – Messer-Mann bedroht die Angestellten
Das gab’s in XY noch nie:  Überfall auf ein Kino! Der Täter hat es auf die Tageseinnahmen im Tresor abgesehen. Und er scheint sich mit den Gegebenheiten am Tatort gut auszukennen. Hatte er Insiderwissen?

Überfall auf Döner-Lokal  – Die Täter kommen im Morgengrauen
Ein junger Mann hat Nachtschicht in einer Gaststätte. In den frühen Morgenstunden wartet er auf die Ablösung. Doch statt des Kollegen kommen zwei fremde Männer herein.  Sie führen nichts Gutes im Schilde …

Der XY-Preis: Kandidaten stoppen Kinderschänder
Einem aufmerksamen Paar ist es zu verdanken, dass ein sechsjähriger Junge aus den Fängen eines Kinderschänders befreit werden konnte.

Außerdem soll in der Sendung nach der Mutter des toten Säuglings gefahndet werden, welcher am 19. August auf dem Rastplatz Bakumer Wiesen West (Kreis Vechta) an der A1 aufgefunden wurde. Hierüber berichtet u.a. die Nordwest Zeitung.

UPDATE vom 10. September 2014:

Nach Informationen der Augsburger Allgemeinen Zeitung geht es heute abend in XY auch um die Identität einer unbekannten Wasserleiche. Die ca. 40 bis 50 Jahre alte Frau war am 18. Juni 2014 im Lech zwischen Kuhsee und Auensee im Uferbereich aufgefunden worden und lag scheinbar nur wenige Stunden im Wasser.

Sendetermin

Mittwoch, 10. September 2014 – 20.15 Uhr – ZDF (Wiederholung: 00:45 Uhr – zdfneo)

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