Vorschau: Aktenzeichen XY am 12. Juli 2017

Der Geirangerfjord: Hier ereignete sich 1996 ein ebenso brutales wie mysteriöses Verbrechen

Der Geirangerfjord: Eines der beliebtesten norwegischen Ausflugsziele. Das Ende dieses rund 100 Kilometer ins Landesinnere ragenden Meeresarmes bildet das namensgebende Dörfchen Geiranger. Während hier in den Wintermonaten gerade einmal rund 250 Menschen leben, wird der Ort im Sommer zu einem der Touristenmagneten der Hurtigruten, was auch die Einwohnerzahl um ein Vielfaches ansteigen lässt. So auch im Sommer 1996, als die 20-jährige Trude Espås vorübergehend in Geiranger arbeitete. An ihrem ersten Urlaubstag wurde sie auf ebenso mysteriöse wie brutale Weise ermordet. Schon bald rückte ein bis heute unbekannter und vermutlich deutscher Tourist in den Fokus der Ermittlungen, bei dessen Identifizierung die norwegische Polizei nun die XY-Zuschauer am morgigen Mittwoch um Mithilfe bittet. Die Vorschau.

Mord in Norwegen
Ein traumhafter Tag an einem der schönsten Fjorde Norwegens. Genau hier wird eine junge Frau Opfer eines grausamen Verbrechens. Die Spur führt, wie es scheint, nach Deutschland. (zdf.de)

Trude Espås († 20)
Quelle: Åsted Norge

Trude Espås war im August 1996 erste wenige Tage in Geiranger. Sie hatte im dortigen Hotel Union für die Sommermonate einen Job angenommen und genoss am 8. August 1996 ihren ersten freien Tag seit ihrem Arbeitsbeginn als Zimmermädchen.  Gegen 14.30 Uhr machte sich die als eher schüchtern, aber stets fröhlich geltende 20-Jährige alleine auf den Weg zu einer Wanderung entlang des Fjords.1)„Fall neu aufgerollt: Wer hat Trude Espås vor 20 Jahren ermordet?“ in Focus online, abgerufen am 11. Juli 2017 Später beobachteten mehrere Zeugen, wie sie mit einem Buch auf einem Felsen in der Sonne saß. Irgendwann nach 17 Uhr war sie dann plötzlich verschwunden. Als Trude Espås nicht wieder ins Hotel zurückkehrte wurde bei der örtlichen Polizei eine Vermisstenanzeige erstattet. Die junge Frau blieb zunächst verschwunden. Zwei Tage nach ihrem Verschwinden fand die Polizei dann das Buch und ihre Tasche, von Trude fehlte weiterhin jede Spur. Erst elf Tage später wurden die schlimmsten Befürchtungen grausame Gewissheit: An jenem Tag fanden Spaziergänger die mit Steinen und Moos bedeckte Leiche von Trude Espås – sie war vergewaltigt und ermordet worden.2)WER HAT TRUDE (†20) ERMORDET?Dieser Skandinavien-Krimi ist ECHT!“ in Bild online, abgerufen am 11. Juli 2017

Wer kennt diesen (vermutlich deutschen) Mann?
Quelle: Åsted Norge

Die Ermittlungen der norwegischen Polizei gestalteten sich als äußerst schwierig. In der Zeitspanne des Mordes und der Suche nach Trude Espås zählte Geiranger rund 8.000 Touristen täglich. Doch schon bald rückte ein vermutlich deutscher und etwa 30-40 Jahre alter Tourist in den Fokus der Ermittlungen, der sich – wie von mehreren Zeugen übereinstimmend beschrieben wurde – merkwürdig verhielt. Als überaus mysteriös erwiesen sich in diesem Zusammenhang auch die Tagebucheintragungen von Trude Espås: Einen Tag vor ihrem Verschwinden hatte sie „Elin – Geschäft – Deutscher – Krücken“ notiert. Was sie damit meinte ist neben der Klärung der Identität des Mannes eines der großen Rätsel in diesem Fall, der – trotz mehrerer Tatverdächtiger – bis heute ungelöst blieb.

Die norwegische Polizei hofft nun auf die Mithilfe der deutschen Fernsehzuschauer. Auch in „Åsted Norge“ (Tatort Norwegen), einem norwegischen TV-Format ähnlich Aktenzeichen XY … ungelöst, wurde über den Mord an Trude Espås bereits berichtet. Der dort ausgestrahlte Film findet sich, neben einem ausführlichen Bericht, bei Bild online.

Opfer gnadenlos gefoltert
Zwei Einbrecher überwältigen einen 68-Jährigen in seinem Haus. Als die Täter nicht genug Beute finden, setzen sie ihr Opfer mit einem heißen Bügeleisen unter Druck. (zdf.de)

Der Überfall ereignete sich am 4. Oktober 2016 im bayrischen Engelthal (Landkreis Nürnberger Land). An jenem Dienstag drangen in den frühen Morgenstunden bisher unbekannte Täter in das Haus des Bäckers, dessen Geschäft sich im Erdgeschoss befindet, ein und überfielen den 68-jährigen Mann im Schlaf. Die zwei maskierten Männer fesselten und knebelten ihr Opfer und misshandelten den alleinstehenden Mann mit einem heißen Bügeleisen. Anschließend konnten sie mit rund 2.000€ Bargeld unerkannt entkommen und ließen den Mann mit schwersten Verletzungen zurück. Erst nach vier Stunden konnte das Opfer des Überfalls von einem Nachbarn befreit und zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.3)„Mann verletzt: Brutaler Raubüberfall in Engelthal“ in nordbayern.de, abgerufen am 11. Juli 2017

Im Anschluss an den Filmfall wird Kriminalhauptkommissar Lochner von der Kriminalpolizei Schwabach zu Gast bei Rudi Cerne im XY-Studio sein. Die Kripo erhofft sich neue Zeugenhinweise durch die ZDF-Zuschauer. Für Hinweise, die zur Aufklärung des Überfalls in der Engelthaler Hauptstraße führen, hat das Bayrische Landeskriminalamt eine Belohnung in Höhe von 5.000€ ausgesetzt.4)„POL-MFR: (1148) Schwerer Raub in Engelthal – Sendetermin Aktenzeichen XY“ in presseportal.de, abgerufen am 11. Juli 2017

Tatfahrzeug Bagger
Drei Räuber haben einen Bankautomaten in einem Supermarkt im Visier. Um ihn zu knacken, haben sich die Männer extra einen Bagger besorgt und gehen brachial zu Werke. (zdf.de)

Bei ihrer Flucht wurden die Täter geblitzt
Quelle: Polizei

Nachdem ein ähnlicher Einbruchversuch im April 2016 noch gescheitert war, hatten die Täter am 22. Juni 2016 gegen 00.40 Uhr Erfolg. Mit der Schaufel eines gestohlenen Baggers zerstörten sie die Außenwand eines Supermarktes im sachsen-anhaltinischen Thale und gelangten so an die Geldkassetten des dort eingebauten Geldautomaten. Mit zwei dieser Geldkassetten und somit einer Beute von mehreren zehntausend Euro flüchteten sie im einem schwarzen Audi A5. An diesem waren die zuvor gestohlenen Kennzeichen HZ-DO 12 angebracht. Bei einer anschließenden Verfolgungsjagd, bei der mehrere Fahrzeuge und auch ein Hubschrauber der Polizei beteiligt waren, rammten die Täter auf der B81 einen Streifenwagen und konnten entkommen.

Rund eine Stunde später wurde auf der B4 gleich zweimal hintereinander (zwischen Braunlage und Torfhaus und zwischen Torfhaus und Bad Harzburg) ein schwarzer Audi A6 geblitzt. Inzwischen waren an diesem die gestohlenen Kennzeichen montiert worden.

Die Polizei stellt in diesem Zusammenhang folgende Fragen

  • Wer hat den Audi A5 mit den gestohlenen Schildern HZ-DO 12 zwischen dem 30. Mai und dem 22. Juni 2016 gesehen?
  • Wer kann etwas zum Verbleib der abgebildeten Geldkassetten sagen?
  • Wer hat den Audi A6 Limousine mit den Kennzeichen HZ-DO 12 nach dem 22. Juni 2016 gesehen?

Quelle und weitere Fotos: Mitteldeutsche Zeitung

Unwirksamer Schutz
Ein Ehepaar hat zwei große Hunde – auch zum Schutz vor Einbrechern. Doch als das Paar tatsächlich nachts überfallen wird, ist von den Hunden nichts zu sehen. Wie haben die Täter das geschafft? (zdf.de)

Von 2 der 3 Täter konnten Phantombilder angefertigt werden
Quelle: Polizei Düsseldorf

Der Überfall ereignete sich in der Nacht auf den 24. Juli 2016 im Düsseldorfer Stadtteil Vennhausen. Die drei Täter drangen gegen 3 Uhr morgens in das Haus eines Ehepaares ein und bedrohten den Ehemann mit einem Messer Außerdem schlugen sie auf den 71-Jährigen ein und zwangen ihn so, die beiden im Haus befindlichen Tresore zu öffnen. Bevor die Männer das Haus mit über 30.000€ an Bargeld, Uhren und einer wertvollen Tasche verließen, fesselten sie den Mann und seine 66-jährige Ehefrau.5)„Schwerer Raub in Düsseldorf wird Thema bei „Aktenzeichen XY““ in rp-online.de, abgerufen am 11. Juli 2017

Der erste Täter war etwa 170 bis 175 cm groß, 30-35 Jahre alt und hatte kurze schwarze Haare und einen Dreitagebart. Er war kräftig bis muskulös gebaut und sprach akzentfreies Deutsch. Täter 2 trug während der Tatbegehung eine grau-rote Sportjacke und hatte dunkle Haare. Von beiden Männern konnten Phantombilder gefertigt werden. Ein dritter Täter konnte von den Opfern nicht beschrieben werden. Da die Täter eine Leiter und einen Möbeltresor transportierten, könnten sie vor oder nach der Tat einem Zeugen aufgefallen sein.6)„„Aktenzeichen XY … ungelöst“ Polizei mit Raub von Vennhausen im Studio“ in express.de, abgerufen am 11. Juli 2017 Darauf und auf weitere Hinweise durch die Ausstrahlung bei Aktenzeichen XY … ungelöst am morgigen Mittwochabend hofft die zuständige Kripo in Düsseldorf.

Der XY-Preis 2017
Ein 47-Jähriger ist mit seiner kleinen Tochter unterwegs. Plötzlich trifft er auf eine Mutter, die seine Hilfe braucht. Am Ende steht ein Großeinsatz der Polizei.

Weitere in der Sendung geplante Fälle

Schüsse auf Geschäftsmann bei „Aktenzeichen XY“ – Stuttgarter Nachrichten

Sendetermin

Mittwoch, 12. Juli 2017 – 20.15 Uhr – ZDF (Wiederholung: 23:45 Uhr – zdfneo)

 

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2 Kommentare

  1. Letzter Fall der Einbruch des Ehepaares. Ich hoffe das der Gärtner überprüft wurde. 2 Männer waren ohne Maske da das Ehepaar die nicht kannte. Aber den einen mit Maske hätten sie erkannt. Auch als sie ihre Hecke kürzen wollten hat er gesagt das ist im Sommer verboten. Stimmt nicht man darf seine hecken kürzen. Nur nicht radikal Er wollte sie nicht schneiden damit niemand in den Garten schauen kann. Dann fragte er noch nach den Nachbarn das ist für mich sehr verdächtig

  2. Nun, das Gespräch zwischen dem Gärtner und dem Ehepaar kann so stattgefunden haben, muß aber nicht. Aber vielleicht hat die Polizei diesen Dialog auch extra so führen lassen um zu zeigen dass man einen ähnlichen Verdacht hat…

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