Vorschau: Aktenzeichen XY am 14. Juni 2017

Am 1. Juni 1990 war der Mord an Beatrix Hämmerle aus Trier bereits Thema bei Aktenzeichen XY ... ungelöst. Nun hofft die zuständige Kripo auf neue Hinweise durch die ZDF-Zuschauer. | Quelle: Screenshot / ZDF

In einem ergreifenden Aufruf appellierte der Trierer Kriminalhauptkommissar Wolfgang Schu in der Aktenzeichen XY … ungelöst – Sendung am 24. August 2011 an das Gewissen des Täters oder vermeintlicher Mitwisser im aufsehenerregenden Mordfall Lolita Brieger. Daraufhin meldete sich noch während der Sendung eine Frau im Aufnahmestudio, die einen entscheidenden Hinweis geben konnte. Nun ist Wolfgang Schu abermals zu Gast im Studio bei Aktenzeichen XY … ungelöst. Diesmal geht es um den fast 28 Jahre zurückliegenden Mord an der 32-jährigen Beatrix Hemmerle, die in ihrer eigenen Wohnung brutal erstochen wurde. Die Vorschau.

Rätselhafter Mord
Nachts dringt ein Unbekannter in die Wohnung einer alleinerziehenden Mutter ein. Er kennt nur ein Ziel: die junge Frau zu töten. Dass nebenan ein Kind schläft, stört ihn nicht. (zdf.de)

Beatrix Hemmerle (†32)
Quelle: Screenshot / ZDF

In der Nacht vom 10. auf den 11. August 1989 wurde die 32-jährige Beatrix Hemmerle in ihrer Wohnung brutal ermordet. Die kaufmännische Angestellte lebte zusammen mit ihrem 12-jährigen Sohn in einer Zwei-Zimmer-Wohnung am Weidengraben 76 im Trierer Stadtteil Kürenz, ganz in der Nähe der Universität. An jenem Donnerstagabend, den 10. August 1989, bekam Beatrix Hemmerle gegen 22.40 Uhr noch Besuch von ihrem Verlobten, der in einer Trierer Zigarettenfabrik beschäftigt war. Das Paar war gerade aus dem Urlaub zurückgekommen, hatte Heiratspläne, aber zuvor einen kleineren Streit gehabt. Nachdem sie diesen beigelegt hatten, blieb der Verlobte, der in der ersten Ausstrahlung des Falls bei Aktenzeichen XY … ungelöst am 1. Juni 1990 “Manfred Kögel” genannt wurde, bis gegen 2 Uhr in der kleinen Parterrewohnung. Danach machte er sich in seinem grünen Renault 21 Kombi auf den Heimweg, hier wurde er in der Hermeskeiler Straße noch zufällig von einer hinter ihm fahrenden Polizeistreife gesehen.

Die auffällige Lederjacke
Quelle: Screenshot / ZDF

Da die August-Nacht sehr schwül war, hatte Beatrix Hemmerle, die von ihren Freunden “Addi” genannt wurde, den Rolladen der Balkontür nicht ganz heruntergelassen. Irgendwann nach 3 Uhr verschaffte sich dadurch ein bis heute unbekannter Täter Zutritt zur Wohnung und stach auf die in ihrem Schlafzimmer im Bett liegende junge Frau ein. Von den Kampfgeräuschen geweckt, fand der 12-jährige Sohn daraufhin seine sterbende Mutter und alarmierte den Nachbarn, der wiederum die Polizei und einen Notarzt verständigte. Beatrix Hemmerle hatte sich in der Zwischenzeit mit letzter Kraft in den Flur geschleppt und verstarb dort an ihren schweren Stichverletzungen gegen den Hals. Die spätere Obduktion ergab, dass sie vermutlich mit einem sogenannten “Überlebensmesser” ermordet wurde. Der Täter, der die Wohnung bereits wieder verlassen hatte, als Dominik seine Mutter fand, wischte seine blutverschmierten Hände bei der Flucht an der zum trocknen auf dem Balkon stehenden Wäsche ab. Ein T-Shirt nahm er mit. Dieses fand die Polizei bei ihren Ermittlungen später im Gebüsch. Eine auffällige Lederjacke aus anthrazitfarbenem Nappaleder in der Größe 48-50 ließ er jedoch am Tatort zurück. Diese Lederjacke war auch bei XY und Eduard Zimmermann der wichtigste Anhaltspunkt um auf die Spur des Täters zu kommen. Doch trotz inzwischen festgestellter DNA-Spuren des Täters blieb der Fall bis heute ungeklärt.

Der Fall Hemmerle bei Aktenzeichen XY … ungelöst am 1. Juni 1990

Nun wendet sich die Kriminalpolizei Trier mit Kriminalhauptkommissar Wolfgang Schu – welcher auch bereits den aufsehenerregenden Fall des Mordes an Lolita Brieger aufklären konnte – noch einmal an die XY-Zuschauer. Hierbei geht es vor allen Dingen um die Suche nach einem unbekannten Mann, der damals in einer Trierer Pizzeria gearbeitet und das Opfer gekannt haben soll.1)“Ungeklärte Mordfälle in der Region: Addis Mörder kam über den Balkon” in: Trierer Volksfreund, abgerufen am 13. Juni 2017

Beatrix Hemmerles Sohn, der seine sterbende Mutter in jener August-Nacht fand, wuchs später übrigens in einer Pflegefamilie auf und steht heute – nach Aussage von Wolfgang Schu gegenüber dem Trierer Volksfreund – “mit beiden Beinen fest im Leben”2)ebd.. Für Hinweise, die zur Aufklärung des Mordes führen, ist eine Belohnung in Höhe von 5.000€ ausgesetzt.3)‘”Aktenzeichen XY”: Das sind die Fälle im Juni 2017’ in: Augsburger Allgemeine, abgerufen am 13. Juni 2017

Albtraum Einbruch
Als die beiden Mütter mit ihren Kindern das Haus betreten, ahnen sie nicht, dass sich im Keller zwei Einbrecher aufhalten. Kurz darauf kommt es zu einer gefährlichen Begegnung. (zdf.de)

Der Einbruch ereignete sich am 9. Juli 2016 im hessischen Nauheim (Kreis Groß-Gerau). An jenem Samstagabend betrat die 32-jährige Tochter des Wohnungsinhabers in Begleitung einer Freundin und deren drei Kinder im Alter von 3, 5 und 7 Jahren die Wohnung des Mehrfamilienwohnhauses und überraschte hierbei im Erdgeschoss die beiden Einbrecher. Diese drängten die 5 Personen daraufhin in Richtung Keller und sperrten sie dort ein. Anschließend durchsuchten sie etwa eine Stunde die Wohnung des Schmuckhändlers, brachen dabei unter anderem Schmuckvitrinen und einen Tresor auf und konnten – obwohl sie bei ihrer Flucht von Zeugen beobachtet und verfolgt wurden – mit Bargeld und Schmuck im Wert von etwa 100.000€ entkommen4)“Einbrecher sperren Kinder in Keller” in: Frankfurter Rundschau, abgerufen am 13. Juni 2017. Die eingesperrten Frauen und Kinder im Keller konnten durch Hilferufe auf sich aufmerksam machen.

Beide Täter hatten ein südländischer Erscheinungsbild und waren 20-25 Jahre alt. Täter 1 war etwa 165-170 cm groß, von schlanker Statur und trug zur Tatzeit einen Oberlippenbart. Bekleidet war er unter anderem mit einer Baseball-Kappe, schwarzen Handschuhen, einem hellen T-Shirt und Turnschuhen. Täter 2 war ca. 180 cm groß und von sportlicher Statur. Auch er war mit schwarzen Handschuhen bekleidet, hatte eine kleine graue Tasche bei sich und trug außerdem enge graue Jeans und eine graue Kapuzenweste5)“Einbrecher sperren Frauen und Kinder in den Keller: Polizei sucht Zeugen” in: Focus online, abgerufen am 13. Juni 2017. Für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, ist eine Belohnung in Höhe von 2.000€ ausgesetzt6)‘”Aktenzeichen XY”: Das sind die Fälle im Juni 2017’ in: Augsburger Allgemeine, abgerufen am 13. Juni 2017.

Missbrauch im Ferienlager
Die vier Mädchen (8 und 9 Jahre) sind gerade unter der Dusche, als plötzlich ein Fremder auftaucht. Er gibt sich als Betreuer aus und vergeht sich nacheinander an den Kindern. (zdf.de)

Der sexuelle Missbrauch ereignete sich am 10. Juli 2016 im thüringischen Saalburg. Der etwa 30-45 Jahre alte Mann verschaffte sich an diesem Abend zwischen 19 Uhr und 19.15 Uhr unbemerkt Zugang zu den Duschen des Ferienlagers im Ortsteil Ebersdorf und verging sich dort an den vier Mädchen. Diese beschrieben den Mann später als etwa 180 cm groß, von schlanker Statur, mit dunkelbraunen gelockten Haaren und blauen Augen. Der Täter sprach akzentfreies Deutsch und hatte eine tiefe Stimme. Im Zusammenhang mit diesem Mann fiel mehreren Zeugen ein roter PKW älteren Baujahrs auf, eventuell ein VW Jetta7)“Sexueller Missbrauch in einem Ferienlager, Zeuge in Mordfall gesucht – Ihre Hinweise sind gefragt” in: mdr.de, abgerufen am 25.07.2017. Außerdem soll sich der Täter bereits am Nachmittag im Strandbereich mit mehreren anderen Männern an einem dortigen Bolzplatz aufgehalten haben. Hier trug er ein türkis-farbenes Hemd mit Karo-Muster8)“Kripo jagt diesen Kinderschänder” in: Bild online, abgerufen am 25.04.2017.

Kripo live im MDR vom 24. Juli 2016

Jahrzehnte ohne Identität
Im Oktober 1995 wird eine männliche, zerstückelte Leiche gefunden. Bis heute weiß niemand, wer der Tote ist. Doch jetzt gibt es einen neuen Ansatzpunkt. (zdf.de)

Die skelettierte Leiche des unbekannten Toten wurde 1995 am Hemmingstedter Weg in Hamburg-Osdorf aufgefunden. Trotz des starken Verwesungsgrades konnte die Polizei feststellen, dass der Mann einem Verbrechen zum Opfer fiel. Bis heute konnte der Tote nicht identifiziert werden. Nun ist es der Polizei gelungen, mithilfe modernster Verfahren eine Gesichtsrekonstruktion zu erstellen, mit welcher sich die ermittelnden Beamten nun an die Öffentlichkeit und die XY-Zuschauer wenden.9)Mordopfer von 1995 erhält bei “XY ungelöst” erstmals Gesicht” in: Hamburger Abendblatt, abgerufen am 14. Juni 2017 Für Hinweise, die zur Aufklärung führen, ist eine Belohnung von 5.000€ ausgesetzt10)‘”Aktenzeichen XY”: Das sind die Fälle im Juni 2017’ in: Augsburger Allgemeine, abgerufen am 13. Juni 2017.

Pressemitteilung der Polizei Hamburg

Der XY-Preis 2017
Zwei heiße Anwärter werden in dieser Sendung vorstellt: Es sind junge Männer, die auf dem Weg zum Flughafen Zeugen einer brutalen Tat wurden und beherzt eingeschritten sind. (zdf.de)

Weitere in der Sendung geplante Fälle

Tod auf dem Gleis: Fall aus Gelsenkirchen bei “Akzenzeichen XY” – derwesten.de
Aktenzeichen XY sucht nach Krankenhauseinbrechern – Hannoversche Allgemeine

Sendetermin

Mittwoch, 14. Juni 2017 – 20.15 Uhr – ZDF (Wiederholung: 23:45 Uhr – zdfneo)

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