Vorschau: Aktenzeichen XY am 16. April

Eine ungewöhnlich lange Pause liegt dieses Mal zwischen den beiden XY-Ausgaben Februar und April. Nun ist auf e110.de zumindest schon einmal die thematische Vorschau auf die kommende XY-Sendung in gut einem Monat erschienen. Wie gewohnt wird diese auf blogxy.de durch weiterführende Links ergänzt. Der aktuelle Vorschau-Artikel wird ständig erweitert, sobald sich neue Hinweise auf die in der Sendung behandelten Fälle ergeben.

Gar nicht lustig – Räuber im Jux-Kostüm gibt Polizei Rätsel auf
Ein seltsamer Bankraub: Der Täter hat offenbar tief im Faschingsfundus gekramt. Seine Verkleidung ist so auffällig, dass gleich mehrere Zeugen auf ihn aufmerksam werden. Obwohl ihm klar sein muss, dass die Polizei längst unterwegs zum Tatort ist, lässt sich der Täter Zeit, um die Bankangestellten in seine Gewalt zu bringen. Für die Polizei ist es ein Rätsel, wie der Plan des Unbekannten überhaupt aufgehen konnte.

Wer kennt diesen Mann oder kann etwas zur auffälligen Verkleidung sagen? Quelle: Polizei Nordhessen / Kassel
Quelle: Polizei Nordhessen / Kassel

Der Banküberfall ereignete sich am 20. Juni 2013 auf eine Sparkassen-Filiale an der Veckerhagener Straße in Fuldatal-Ihringhausen. Der Täter hatte einen Angestellten gg. 8.20 Uhr an einem Seiteneingang abgepasst und ihn noch vor Öffnung der Bank in seine Gewalt gebracht. Dann ließ er sich von dem Bankberater und einer weiteren Angestellten Geld aus dem Tresor und zwei Geldautomaten geben.

Nach Informationen von nh24.de soll die Beute nicht unerheblich gewesen sein und bei mindestens 100.000€ gelegen haben. Der Täter flüchtete anschließend auf einem Fahrrad vom Tatort. Ob er später in ein motorisiertes Fahrzeug umstieg, ist ungewiss.

Tragisches Ende einer Disco-Nacht – 16-Jährige vor der Haustür ermordet
Jeder mag die hübsche Jugendliche. Sie hat gerade die Schule abgeschlossen und beginnt eine Ausbildung zur Krankenschwester. An einem Freitag im September tanzt sie mit Freunden in einer Großraum-Disco bis weit in die Nacht. Nach Hause geht sie alleine. Bevor sie jedoch die Haustür aufschließen kann, wird sie niedergestochen. Das Mädchen versucht noch zu klingeln, doch die Kraft reicht nicht mehr…

Anja Lengnick († 16)
Anja Lengnick († 16)

Hierbei handelt es sich um den Fall der 16-Jährigen Anja Lengnick aus Aschersleben. Nach einem Disko-Besuch in der “Manege” war das Mädchen unweit des Hauses, in welchem sie mit ihren Eltern und ihrer Schwester lebte, angegriffen worden. Sie schaffte es noch, sich bis zur Haustür zu schleppen, erreichte die Klingel aber nicht mehr. Dort wurde sie – nachdem sie ca. um 2.20 Uhr zuletzt von einem Zeugen lebend gesehen worden war – gg. 3.45 Uhr von einer Zeitungszustellerin aufgefunden. Die Stichverletzungen, welche der Auszubildenden vermutlich durch einen rund 19cm langen sog. “Hirschfänger” zugefügt wurden, waren so schwerwiegend, dass sie kurz darauf verstarb. 15 Kriminalbeamte bildeten eine Sonderkommission und befragten in diesem Rahmen mehr als 100 Zeugen. Ein Raub- oder Sexualmord konnte relativ schnell ausgeschlossen werden, so dass die Polizei heute von einer Beziehungstat ausgeht. Nach wie vor ist in diesem Fall eine Belohnung in Höhe von 5.000€ ausgesetzt.

Weiterführende Informationen bietet u.a. die Volksstimme oder die Mitteldeutsche Zeitung.

Mord in der Notunterkunft – 55-Jähriger wird erstochen
Ein 55-Jähriger lebt seit vielen Jahren gemeinsam mit anderen Obdachlosen in einer Notunterkunft. Als ein städtischer Bediensteter morgens wie üblich in der Wohnung nach dem Rechten sehen will, findet er den Mann auf seinem Sofa – mit mehreren Messerstichen getötet. Hat das Opfer seinen Mörder gekannt und selbst in die Wohnung gelassen? In der Küche findet die Polizei an einer Zigarettenkippe die DNA einer unbekannten Frau.

Die Polizei hat folgende Fragen an die Bevölkerung
Quelle: Polizei Wuppertal

Dieser Fall hat sich im Mai 2013 in Solingen zugetragen. Wie das Solinger Tageblatt berichtet, wurde der 55-Jährige Vitek C. von einem Mitarbeiter der städtischen Wohnungsnotfallhilfe leblos in einer Obdachlosen-Unterkunft an der Eckstraße aufgefunden worden. Da es an den Türen keinerlei Aufbruchsspuren gab, fragt die Polizei nun, wer den gebürtigen Polen zuletzt besucht hat. Am Vorabend soll er gegen 20.30 Uhr noch in Begleitung eines Mannes im Hausflur gesehen worden sein. Für Hinweise die zur Ergreifung des Täters führen, ist in diesem Fall eine Belohnung in Höhe von 1.000€ ausgesetzt.

Rentnerin ermordet – Massenspeicheltest soll Lösung bringen
Über 1.000 Männer haben vor einigen Monaten Post von der Polizei bekommen. Sie wurden gebeten, eine Speichelprobe abzugeben. Die Resonanz war überaus positiv. Viele Leute sagten: Endlich bewegt sich wieder etwas in dem Fall. Der Fall: der Mord an einer alten Dame. Er geschah bereits vor über 30 Jahren. Die Frau besaß nicht viel und tat niemandem etwas Böses. Weshalb musste sie sterben?

Erna Ganz († 73) Foto: Polizei / Privat
Erna Ganz († 73)
Foto: Polizei / Privat

Der Mord an der 73-Jährigen Erna Ganz geschah am 30. Juni 1982 zwischen 18 und 23 Uhr an der damals belebten Friedrichstraße in Friedrichsberg. Laut Flensburger Tageblatt spricht die Polizei in diesem Fall von einem “Zufallsmord”. Die Täter, welche vermutlich an der Wohnungstür der zurückgezogen lebenden alten Dame geklingelt hatten um sie auszurauben, hätten ihr Opfer zunächst geschlagen, woraufhin sie unglücklich gefallen sei. Erst dann hätten sie beschlossen, die Frau zu vergewaltigen. Wenn die Annahme der Polizei stimmt, dass der oder die Täter zur Tatzeit Jugendliche waren, so wären sie heute ca. 45-50 Jahre alt. 800 DNA-Proben sind inzwischen abgegeben und ausgewertet worden, der Täter war bisher nicht dabei.

Aus diesem Grund wendet sich die Polizei nun an Aktenzeichen XY … ungelöst und hofft auf Aufklärung des Falles, für die eine Belohnung in Höhe von 1.500€ ausgesetzt ist.

Überfallserie auf Supermärkte – Ist der Täter ein ehemaliger Mitarbeiter?
Sechs Überfälle auf Discounter und immer wieder derselbe Täter. Während er den Tresor plündert, schimpft er auf die überfallene Firma. Ein ehemaliger Mitarbeiter?

Aldi-Schimpfer
Quelle: LKA

Die Überfallserie auf mehrere Aldi-Filialen hat sich im Märkischen Kreis in Nordrhein-Westfalen zugetragen. Der 40-50jährige Täter war nach Informationen des Handelsblatts bei den Überfällen mit einem Messer oder einer Pistole bewaffnet, trat aber freundlich auf, obwohl er während der Tatausführung über den Discounter schimpfte. Bei einem der Überfälle auf eine Aldi-Filiale in Schalksmühle klingelte das Handy des Täters – die Polizei hofft durch den auffälligen Klingelton des Täters (“La Cucaracha”) in Verbindung mit dem Phantombild nun auf Hinweise aus der Bevölkerung.

Eine private Abrechnung? – Mann auf Firmenhof brutal erschlagen
Der Chef eines Kurierdienstes liegt tot im Hof seines Betriebes. Er wurde erschlagen. Aus dem Firmentresor fehlen ein paar tausend Euro. Aber hatte es der Täter wirklich auf Geld abgesehen? Oder handelte es sich bei der Tat eher um eine private Abrechnung? Fragen, die die Kripo acht Jahre nach der Tat noch immer nicht beantworten kann. Auf der Suche nach dem Mordmotiv beziehen die Beamten auch das Privatleben des Opfers mit ein. Es war ein offenes Geheimnis, dass der Mann drauf und dran war, sein Leben neu zu ordnen. Ist er dabei jemandem ins Gehege gekommen?

Der ungeklärte Mord an Hans-Joachim Eckert im rheinland-pfälzischen Mehren (Eifel) ereignete sich am 23. Dezember 2005. Der 54-Jährige wurde erschlagen und am Heiligabend von einem LKW-Fahrer auf dem Grundstück eines Paketdienstes gefunden. Der oder die Täter töteten den Niederlassungsleiter mit Schlägen gegen den Kopf und raubten anschließend mehrere tausend Euro aus dem Tresor der Niederlassung.

Die zuständige Staatsanwaltschaft Trier erhofft sich durch die Ausstrahlung bei Aktenzeichen XY … ungelöst neue Hinweise und hat gemeinsam mit dem Paketdienstleister eine ungewöhnlich hohe Belohnung in Höhe von 25.000€ ausgelobt.

Update vom 15. April 2014

Inzwischen sind auf e110.de die Morde an Erna Ganz, Anja Lengnick und Vitek C. aus der Vorschau verschwunden. Es ist also nicht mehr sicher, ob diese in der morgigen Sendung ausgestrahlt werden.

Stattdessen sind dort zwei andere Fälle verzeichnet:

Durch die Hintertür ins Haus – Räuber überfallen Rentnerin
Eine idyllische Einfamilienhaus-Siedlung. Die Nachbarn feiern ein Gartenfest. Auch die Anwohner gegenüber halten sich im Garten auf. Eine 84-jährige Frau lässt deshalb ohne Bedenken die Terrassentür auf, als sie in die Küche geht, um das Essen vorzubereiten. Ein Fehler, denn gleich darauf bekommt sie ungebetenen Besuch.

Dieser Fall ereignete sich im August 2013 im Karlsruher Stadtteil Mühlburg. Die vermummten und bewaffneten Täter fesselten ihr 84-Jähriges Opfer und später auch deren Sohn und erbeuteten mehrere tausend Euro.

Für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, ist eine Belohnung in Höhe von 10.000€ ausgesetzt.

Rentnerin mit Elektroschocks gefoltert – Brutaler Täter sucht Geld
Hinterhältiger Überfall auf eine 75-jährige Frau. Ein unbekannter Anrufer kündigt an, ein Paket abliefern zu wollen. Doch kaum in der Wohnung, bedroht und fesselt der Täter die Rentnerin. Er fordert eine größere Menge Geld, das er im Haus vermutet. Als sich sein Opfer weigert, greift der Täter zum Elektroschocker. Für die alte Dame beginnt eine furchtbare Tortur.

Elektroschocker
Quelle: Polizei

Die alte Dame in diesem Fall wurde am 16. April 2013 in ihrer Wohnung in Dillenburg überfallen. Nachdem der Täter sein Opfer außer Gefecht gesetzt hatte, entwendete er Bargeld und flüchtete. Die Renterin brauchte mehr als drei Stunden, bis sie auf sich aufmerksam machen konnte und ein Nachbar zu Hilfe kam.

Hier ist eine Belohnung von 3.000€ ausgesetzt – diese gilt für Hinweise, die zur Ergreifung des ca. 30-35 Jahre alten Täters führen.

Sendetermin

Mittwoch, 16. April 2014 – 20.15 Uhr – ZDF (Wiederholung: 00:45 Uhr – zdfneo)

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