Vorschau: Aktenzeichen XY am 16. November 2016

Zwei Mordfälle innerhalb kürzester Zeit erschüttern Freiburg und die Region

Zwei Morde im Raum Freiburg haben in den letzten Tagen die Medien bestimmt: Vor wenigen Tagen wurde in Endingen die 27-jährige Carolin G. sexuell missbraucht und ermordet aufgefunden, nachdem sie vom Joggen nicht zurückgekehrt war und einige Tage als vermisst galt. Bereits Mitte Oktober wurde in der Nähe des Freiburger Schwarzwaldstadions an der Dreisam die Leiche einer 19-jährigen Studentin gefunden. Laut Medienberichten führe ein weiterer ähnlicher Fall in der Schweiz zu zunehmender Verunsicherung in der Bevölkerung. Daher werde nun auch Aktenzeichen XY … ungelöst über die Fälle, bei denen ein Zusammenhang derzeit weder bestätigt noch ausgeschlossen werden kann, berichten. Zur Zeit ermitteln zwei Sonderkommissionen der Polizei Freiburg mit rund 80 Beamten und gehen dabei etwa 260 Spuren und Hinweisen nach. [1] [2] Weitere Hinweise erhoffen sich die zuständigen Behörden nicht nur in diesen, sondern auch in den weiteren Fällen der Sendung. Die Vorschau.

Opfer mit eisernem Willen
Ein Reifenhändler wird in seinem Büro von drei maskierten und brutalen Männern überfallen. Die Männer wollen unbedingt den Code des Tresors wissen. Doch trotz einer wahren Gewaltorgie beißen sie sich an ihrem Opfer die Zähne aus. (e110.de)

Der versuchte schwere Raubüberfall ereignete sich bereits vor knapp 7 Jahren, am 2. Dezember 2009, im hessischen Neu-Isenburg. Das Opfer, ein zur Tatzeit 58-jähriger Reifenhändler, wurde an diesem Tag von drei Tätern überfallen und war über mehrere Stunden in seinen Firmenräumen in der Friedhofstraße schweren Misshandlungen ausgesetzt. So strangulierten die Räuber den heute 65-Jährigen, der nach wie vor unter den Folgen der Tat leidet, mehrfach bis zur Bewusstlosigkeit und traktierten ihn mit Schlägen und Tritten um an den Code seines Firmentresors zu gelangen. Neben der psychischen Gewaltanwendung bedrohten die Täter, welche zur Tatzeit zwischen 20 und 25 Jahre alt waren, ihr Opfer und dessen Familie mit dem Tod.

Während der Tatausführungen trugen die Männer Strickmasken, schwarze Kleidung und Handschuhe mit freien Fingerkuppen. Sie sprachen Deutsch mit erkennbarem Akzent. Die Polizei will den Überfall nun noch einmal in den Fokus der Öffentlichkeit rücken und erhofft sich neue Hinweise durch die ZDF-Zuschauer. [1]

Spaziergang in den Tod?
Eine pensionierte Lehrerin macht einen Spaziergang im Wald und kehrt nicht zurück. Wurde sie ermordet? Zeugenaussagen untermauern diese schreckliche Vermutung. (e110.de)

Gerda Wiese wird vermisst Quelle: Polizeipräsidium NB
Gerda Wiese wird vermisst
Quelle: Polizeipräsidium NB

Seit dem 5. Dezember 2015 wird die damals 67-jährige Gerda Wiese vermisst. Die pensionierte Lehrerin hatte ihre Familie zum Essen eingeladen. Doch als die Verwandten an jenem Adventssonntag in Priborn (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) eintrafen, fehlte von der Rentnerin jede Spur. Der vorbereitete Braten lag noch zum Auftauen in der Spüle. Eine sofort eingeleitete Suchmaßnahme, welche sich mit bis zu 170 Beamten, Spürhunden, Tauchern und einem Hubschrauber mit Wärmebildkamera über mehrere Wochen und ein Gebiet von 900 Hektar erstreckte, brachte keinerlei Hinweise auf den Verbleib von Gerda Wiese. Zuletzt gesehen wurde die Pribornerin, die vor ihrem Verschwinden gerne Spaziergänge in der näheren Umgebung unternahm, am Samstag, den 4. Dezember 2015 zwischen 12 und 13 Uhr. Die Polizei hat Grund zur Annahme, dass Gerda Wiese auch am Tag ihres Verschwindens noch einen Spaziergang in der Priborner Heide unternahm, von diesem jedoch nicht zurückkehrte. Wertsachen trug sie keine bei sich, ihr Handy konnte nicht geortet werden. Die zuständigen Ermittler schließen aufgrund der mysteriösen Umstände ihres Verschwindens ein Tötungsdelikt nicht aus. Ein Anfangsverdacht gegen zwei Dorfbewohner ließ sich trotz eingeleiteter Ermittlungsverfahren nicht erhärten.

Gerda Wiese ist 157cm groß und hat eine sportliche Figur. Zum Zeitpunkt ihres Verschwindens hatte sie blond-braun gefärbte Haare und trug eine hellgraue Winterjacke und vermutlich dunkle Jeans. Auch ihr Schlüsselbund ist bis heute verschwunden. „Wir haben in Flüssen, Bächen, Sümpfen und Wälder fast Tag und Nacht jeden Stein umgedreht, doch leider ohne Ergebnis“ sagte Nicole Buchfink, Pressesprecherin der PI Neubrandenburg gegenüber dem Nordkurier. Dennoch gebe man die Hoffnung nicht auf und erhoffe sich durch eine bundesweite Ausstrahlung bei Aktenzeichen XY … ungelöst neue sachdienliche Hinweise, für die eine Belohnung in Höhe von 2.500€ ausgesetzt worden ist. [1] [2]

Bisher ohne nähere Informationen

Messermann überfällt Spielhalle
Mit einem Küchenmesser bedroht ein Maskierter die Angestellte einer Spielhalle. Er macht nur geringe Beute. Die überfallene Frau ist sicher: Der Täter war schon einmal da – als Gast.

Zum dritten Mal Opfer 
Der Juwelier hat es gründlich satt: Schon wieder ein Überfall! Deshalb rüstet er auf – mit einer Technik, an der jeder Räuber scheitern muss. So glaubt er zumindest. (e110.de)

Weitere in der Sendung geplante Fälle

Paderborner Tötungsdelikt bei “Aktenzeichen XY” (Neue Westfälische)

Faruk Kiskanc Quelle: Polizei
Faruk Kiskanc
Quelle: Polizei

Wie die “Neue Westfälische” in Berufung auf Radio Hochstift berichtet, bittet die Paderborner Staatsanwaltschaft am morgigen Mittwochabend die ZDF-Zuschauer bei der Suche nach dem per internationalem Haftbefehl gesuchten Faruk Kiskanc um Mithilfe. Der 56-Jährige ist dringend verdächtig, seinen 69-jährigen Nachbarn und Vermieter in der Paderborner Innenstadt mit mehreren Messerstichen getötet zu haben. Faruk Kiskanc, dessen Spur sich am Tag nach der Tat am Düsseldorfer Hauptbahnhof verliert, ist seitdem auf der Flucht und hat sich möglicherweise mittlerweise in die Türkei abgesetzt. Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, haben Hinterbliebene des Opfers eine Belohnung in Höhe von 10.000€ ausgesetzt. [1]

Prostituierten-Mord: Fall morgen im TV bei “Aktenzeichen XY” (Peiner Allgemeine Zeitung)

Quelle: PI Salzgitter
Quelle: PI Salzgitter

Laut “Peiner Allgemeine Zeitung” wird auch der Mord an einer Prostituierten ein Thema der morgigen Sendung sein. Die 40-jährige mit ungarischen Wurzeln war am 4. November in ihrem Wohnwagen an der B 494 bei Hofschwicheldt ermordet aufgefunden worden. Die Untersuchungen ergaben bisher, dass die Frau an jenem Freitag bereits mehrere Kunden bedient hatte, bevor sie infolge äußerer Gewalteinwirkung verstarb.

Quelle: PI Salzgitter
Quelle: PI Salzgitter

Nun werden die Freier dieses 4. November gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Wer hat darüber hinaus – insbesondere in der Zeit zwischen 21.45 und 22.45 Uhr – auffällige Beobachtungen gemacht? Etwaige sachdienliche Hinweise werden laut Presseportal der Polizeiinspektion Salzgitter diskret behandelt. Für solche Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, hat die Staatsanwaltschaft Hildesheim eine Belohnung in Höhe von 3.000€ ausgesetzt. Durch die bundesweite Ausstrahlung des vor Kurzem veröffentlichten Fotos der Ermordeten und ihres “Love Mobils”, erhofft sich die zuständige Kripo neue Hinweise durch die XY-Zuschauer. [1]

XY-Preis 2016

Rudi Cerne empfängt zwei Wochen nach der Preisverleihung in Berlin die Gewinner des diesjährigen XY-Preises und unterhält sich mit ihnen über die Situationen, in welchen sie besondere Zivilcourage gezeigt haben.

15. Verleihung des “XY-Preis 2016 – Gemeinsam gegen das Verbrechen”
Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière ehrt vier Bürger für Zivilcourage (presseportal.de)

Stefan Tommek – Frankfurter Held: Mit dem Handy ein Menschenleben gerettet (Frankfurter Neue Presse)

Retter aus dem Revier mit “Aktenzeichen XY”-Preis geehrt (derwesten.de)

Entführung verhindert: Schweinfurter erhält XY-Preis (wuerzburgerleben.de)

Sendetermin

Mittwoch, 16. November 2016 – 20.15 Uhr – ZDF (Wiederholung: 00:00 Uhr – zdfneo)

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