Vorschau: Aktenzeichen XY am 20. Januar 2016

Seit dem 3. Juli 1985 wird die 17-jährige Uta Flemming vermisst. Sie wurde vermutlich das Opfer eines Tötungsdelikts.

Auch im neuen Jahr begleitet ‘Der Aktenzeichen XY – Blog’ die Sendung mit Vorschauen und Rückblicken sowie Reviews zu alten Fällen. Im 49. Jahr der Sendereihe hat das ZDF 14 Ausgaben geplant (davon 2 Spezialsendungen). Los geht es bereits am kommenden Mittwoch, den 20. Januar 2016. Unter anderem mit einem mysteriösen Vermisstenfall und dem ersten Überfall der Rote-Armee-Fraktion seit 1999. Die Vorschau.

30 Jahre Ungewissheit
Eine 17-Jährige wird zuletzt von einer Gärtnerin gesehen. Sie klingelt an der Haustür einer Freundin, dann verschwindet sie spurlos. Ist die Schülerin einem Mörder in die Hände gefallen? (e110.de)

Aufgrund des Verdachts eines Tötungsdelikts nahm die Staatsanwaltschaft Verden diesen Vermisstenfall im Herbst 2014 wieder auf. Seit dem 3. Juli 1985 wird die damals 17-jährige Uta Flemming aus Osterholz-Scharmbeck (Niedersachsen) vermisst. Die junge Frau, die das Gymnasium an der Loger Straße in Osterholz besuchte und sportlich aktiv war, wollte an diesem Tag eine Schulfreundin besuchen. Mit ihrem schwarzen Damenfahrrad (mit Alu-Schutzblechen) machte die etwa 1,65m große Uta Flemming sich auf den Weg von ihrem Elternhaus in der Lindenstraße zum Wohnhaus der Freundin und wurde dort zuletzt auch noch lebend gesehen. Seitdem fehlt von ihr jede Spur. Eine großangelegte Suchaktion im Stadtgebiet mit Hundestaffeln, Polizeihubschraubern und Vermisstenplakaten brachten keinen Hinweis auf Uta Flemming, die in ihrer Heimatstadt auch in der Kirchengemeinde sehr aktiv war.

Am Tag ihres Verschwindens trug Uta Flemming eine türkis-blaue Windjacke und eine gelbe Hose. Ihre Haare trug sie im sog. Pagenschnitt. Schon seit längerem wird vermutet, dass sie einem Serienmörder zum Opfer gefallen sein könnte. Zwischen 1977 und 1987 verschwanden 13 junge Frauen zwischen Bremen und Cuxhaven. Einige der in diesem  (als “Todes-Dreieck” bekannt gewordenen) Gebiet begangenen Morde konnten in der Zwischenzeit aufgeklärt werden. Dass die bisher ungeklärten Fälle in einem Zusammenhang stehen, kann aber zumindest nicht ausgeschlossen werden. Daher wendet sich die Staatsanwaltschaft Verden nun am kommenden Mittwoch mit dem Fall Uta Flemming an die ZDF-Zuschauer. [1] [2] [3]

Schlauchboot als Fluchtfahrzeug
Drei maskierte Männer bedrohen die Angestellten eines Juweliergeschäfts und räumen das Schaufenster leer. Danach flüchten sie – in einem Schlauchboot … (e110.de)

Der Überfall ereignete sich am 9. April 2015 in den Räumlichkeiten des Juweliers Hölscher in der Innenstadt von Nordhorn (Niedersachsen). Gegen 10 Uhr betraten die drei maskierten und bewaffneten Täter das Geschäft und bedrohten die beiden Angestellten. Einer der Männer schlug mit einer Axt die Rückwand der Schaufenster ein. Ganze 49 Sekunden dauerte der Überfall nur und dennoch konnten die Täter mit 37 Breitlinguhren im Wert von mehr als 100.000€ entkommen. So gezielt wie scheinbar die Tatausführung war, so ungewöhnlich war der eingeschlagene Fluchtweg.

Die Täter flüchteten mit einer Sporttasche, in welcher sie die Uhren verstaut hatten, zunächst Richtung St. Augustinus-Kirche und weiter in den Stadtpark, in welchem sie mit einem Schlauchboot auf das andere Ufer der Vechte übersetzen. Hier ließen sie das Boot und Teile des Tatwerkzeuges zurück und flüchteten weiter zu einem zuvor in Bad Bentheim gestohlenen VW Golf mit dem Kennzeichen NOH-JC 99.

Inzwischen führten DNA-Spuren zu zwei der drei Täter, die in Deutschland und Litauen in Haft sitzen. Ein weiterer Täter ist aber immer noch flüchtig und auch die wertvolle Beute ist bis heute verschwunden. Daher bitten die zuständigen Behörden nun die ZDF-Zuschauer um Hilfe. [1] [2]

Geldtransporter unter Beschuss
Drei Vermummte mit Maschinenpistolen stoppen einen Geldtransporter. Sie fordern die Besatzung auf auszusteigen. Als die Wachmänner ihrer Forderung nicht nachkommen, schießen die Räuber mit ihren Kalaschnikows.

Bereits im September letzten Jahres war dieser Raubüberfall Thema der Sendung. Nun wenden sich die ermittelnden Beamten der zwischenzeitlich eingerichteten “Soko Real” noch einmal an die große Öffentlichkeit. Der Fall sorgte aufgrund der äußersten Entschlossenheit der Täter für Aufsehen. Am 6. Juni 2015 raste gegen 14 Uhr ein weißer VW-Bus auf den Parkplatz eines real-Marktes in Stuhr-Groß-Mackenstedt (Niedersachsen) und stoppte neben dem Geldtransporter. Drei maskierte Täter im Tarnanzug bedrohten darauf hin zunächst die Fahrer und eröffneten dann das Feuer auf den Geldtransporter. Verletzt wurde niemand, die drei Männer konnten in einem silbergrauen Ford Focus entkommen.

Der Fall hat inzwischen eine überraschende Wende genommen. So führen die gefundenen DNA-Spuren tief in ein dunkles Kapitel der deutschen Geschichte: in das der RAF. So soll es sich bei allen drei Tätern um (ehemalige) Mitglieder der “Rote-Armee-Fraktion” handeln, die nach wie vor auf der Flucht sind: die 57-jährige Daniela Klette, den 58 Jahre alten Volker Staub und Burkhard Garweg (Alter unbekannt). Derzeit wird allerdings nicht davon ausgegangen, dass der Überfall als Vorbereitung weiterer Terroranschläge dienen sollte. [1] [2] [3] [4] [5]

Pistole im Nacken
Schock für die Angestellte eines Juwelierladens: Der Kunde zückt plötzlich eine Pistole, zerrt die Frau nach hinten ins Büro und hält ihr die Waffe in den Nacken. Was hat der Täter vor? (e110.de)

Der Überfall ereignete sich am 30. März 2015 in einem Geschäft in der Michaelstraße in Neuss. Zwei Männer betraten gegen 12.40 Uhr die Räumlichkeiten, drängten die Angestellte in einen Büroraum und fesselten und bedrohten sie. Nachdem die Täter mehrere hochwertige Armbanduhren aus der Auslage gegriffen hatten, konnten sie in Richtung Peter-Wilhelm-Kallen-Straße flüchten. Dem zum Glück unverletzten Opfer des Überfalls gelang es nach einigen Minuten die Polizei zu verständigen. Die beiden etwa 25-30 Jahre alten Männer waren ca. 180-185cm groß, waren dunkel gekleidet und hatten ein südeuropäisches Erscheinungsbild. [1]

Bisher ohne nähere Informationen:

Betrug bei Online-Buchung
Dutzende von Ostsee-Urlaubern buchen per Internet Ferienwohnungen, die es gar nicht gibt. Der Schaden ist gewaltig. Ein Fall für die Abteilung Cybercrime der Kripo. (e110.de)

Sendetermin

Mittwoch, 20. Januar 2016 – 20.15 Uhr – ZDF (Wiederholung: 00:00 Uhr – zdfneo)

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