Vorschau: Aktenzeichen XY am 22. August 2018

Nominiert für den XY-Preis 2018 sind der 19-jährige Johannes Koch und der 18-jährige Felix Hoffmann aus Berlin. Bereits am 14. April 2016 bewiesen die beiden Schüler Zivilcourage, als sie im Bus der Linie 115 in Zehlendorf beobachteten, wie ein damals 15-Jähriger zunächst gemobbt und bedrängt und anschließend tätlich angegriffen und so schwer verletzt wurde, dass er einige Tage im Krankenhaus bleiben musste. Nachdem sich die beiden Nominierten zunächst um das Opfer gekümmert hatten, verließen sie den Bus und verfolgten den Täter. Nachdem sie ihn zur Rede gestellt hatten und dieser sich weigerte, sich beim Opfer zu entschuldigen und somit freiwillig zu stellen, gelang es ihnen, ein Foto des Täters zu machen. Daraufhin konnte dieser von der Polizei ermittelt werden. Bereits im Jahr 2016 wurden Johannes und Felix daraufhin von der Kriminaloberrätin Heike Pataniak im Rahmen der Aktion “tu was” für ihre Zivilcourage geehrt, die Nominierung für den XY-Preis in der Sendung am morgigen Mittwochabend ist nun die logische Konsequenz. Die Vorschau.

Falsches Opfer?
Ein Mann wird in seinem Haus überfallen und ausgeraubt. Während der Tat fragen die Räuber mehrmals nach seinem Mitbewohner, der aber kurz zuvor ausgezogen ist. Galt der Überfall ihm? (zdf.de)

Der Überfall ereignete sich am 28. Januar 2018 im ostholsteinischen Heiligenhafen. Das 53-jährige Opfer kam an jenem Sonntagnachmittag gegen 17 Uhr von einem Spaziergang nach Hause und wurde im Hausflur von zwei männlichen Tätern unvermittelt angegriffen und mit einem Faustschlag niedergestreckt. Die vermutlich osteuropäischen Männer hatten das Haus in der Hafenstraße bereits durchsucht und zwangen den Hausbesitzer unter Drohung mit einer Schusswaffe, den gefundenen Tresor zu öffnen. Nachdem die Täter so dessen Inhalt erbeutet hatten, konnten sie unerkannt in einer dunklen Limousine entkommen.

Wer erkennt die auffällige Tätowierung in Stern-Form?
Quelle: Polizeidirektion Lübeck

Beide Täter waren dunkel gekleidet und hatten kurze dunkle Haare. Der Mann, der den Hausbesitzer mit der Schusswaffe bedrohte, war etwa 50 Jahre alt, 175 – 185 cm groß, hatte eine auffallend breite Nase und trug einen Drei-Tage-Bart. Er hatte zwei sichtbare Tätowierungen, davon eine an der linken Halsseite und eine – in Form eines Sterns – auf der rechten Hand.1)POL-HL: OH-Heiligenhafen / Überfall im Hausflur – Folgemeldung – Zeugensuche jetzt mit Phantombild aus: presseportal.de, abgerufen am 21.08.2018. Jener Täter soll bereits am Vortag an der Tür des 53-Jährigen geklingelt haben. Während der Tatbegehung fragten die Männer darüber hinaus immer wieder nach dem Verbleib eines ehemaligen Untermieters des Opfers, bei welchem sie eventuell ausstehende Schulden eintreiben wollten.2)“Aktenzeichen XY”: Die Polizei sucht brutale Räuber und eine vermisste Frau aus: Augsburger Allgemeine, abgerufen am 21.08.2018

Gesucht: Zwei brutale Räuberinnen
Sie geben sich als Mitarbeiterinnen eines Pflegedienstes aus. Brutal stoßen sie eine Seniorin zu Boden und halten ihr eine Pistole an den Kopf. Beute der beiden Täterinnen: Geld und Schmuck. (zdf.de)

Etwa 35 – 40 Jahre alt waren die beiden Frauen, die am 6. Oktober 2017 eine Seniorin in ihrer Wohnung in der Königstraße in Schleswig überfielen. Gegen 14 Uhr klingelten die beiden Täterinnen an jenem Freitagnachmittag an der Tür der 88-Jährigen und gaben sich als Angestellte jenes Pflegedienstes aus, von welchem die ältere Dame tatsächlich betreut wird. Dennoch reagierte die Rentnerin kritisch, woraufhin sie von einer der Täterinnen zu Boden gestoßen wurde. Während eine Täterin daraufhin die Wohnung durchsuchte, bedrohte die andere die Geschädigte mit einer Schusswaffe.

Die beiden Frauen, die mit Bargeld und Schmuck entkommen konnten, werden folgendermaßen beschrieben:

Täterin 1

  • ca. 35 – 40 Jahre alt, ca. 170 cm groß
  • dunkles, halblanges Haar, schwarze große Umhängetasche
  • sprach fließend deutsch

Täterin 2

  • ca. 35 Jahre alt, ca. 180 cm groß
  • kräftige Gestalt
  • mittelblondes Haar
  • Schusswaffe
  • sprach fließend deutsch
  • vermutlich Linkshänderin

Der zuständige Ermittler Norbert Preuß von der Kriminalpolizeistelle Schleswig wird am morgigen Mittwochabend zu Gast bei Rudi Cerne und Aktenzeichen XY … ungelöst sein und erhofft sich neue Hinweise durch die ZDF-Zuschauer.3)POL-FL: Schleswig: Raubüberfall auf Rentnerin bei “Aktenzeichen XY” aus: presseportal.de, abgerufen am 21.08.2018

Paketdienstfahrer in Todesangst
Beim Ausliefern wird ein Paketdienstfahrer von 3 bewaffneten Männern überfallen. Sie fordern die Herausgabe der Autoschlüssel. Das Opfer gerät in tödliche Gefahr. (zdf.de)

Die Tat ereignete sich am Samstag, den 9. September 2017 gegen 11:45 Uhr im Hamburger Stadtteil Heimfeld. Als ein DHL-Fahrer dort ein Paket ausliefern wollte, wurde er von drei Männern, von denen einer mit einem Revolver und ein anderer mit einem Messer bewaffnet war, zur Herausgabe der Fahrzeugschlüssel aufgefordert. Unter anderem wurde ihm hierbei gedroht, ihn “abzustechen”.4)“Aktenzeichen XY”: Die Polizei sucht brutale Räuber und eine vermisste Frau aus: Augsburger Allgemeine, abgerufen am 21.08.2018 Als sich das 32-jährige Opfer weigerte kam es zu einem Handgemenge, bei welchem sich die anscheinend südosteuropäischen Täter wahllos mehrere Pakete aus dem Transporter griffen und anschließend Richtung Weusthoffstraße flüchteten.

Der Paketfahrer, welcher selbst zur Polizeiwache fuhr und dort Anzeige erstattete, beschrieb die Täter weiterhin als um die 35 Jahre alt, langhaarig und auffällig ungepflegt.5)Drei Männer überfallen Paketzusteller – Polizei sucht Zeugen aus: shz.de, abgerufen am 21.08.2018

Spurlos verschwunden
Eine Frau wird vermisst. Sie hat nichts mitgenommen: keine Papiere, kein Geld. Schnell wird klar, dass hier etwas nicht stimmt. Die Mordkommission übernimmt. (zdf.de)

Jitka Streubelova wird vermisst
Quelle: Polizei Münster

Seit der Nacht vom 21. auf den 22. Oktober 2017 wird die 51-jährige Jitka Streubelova vermisst. Die gebürtige Tschechin, die seit 2013 in Gronau lebte und dort als Krankenschwester arbeitete, wurde am Montag, den 23. Oktober als vermisst gemeldet, nachdem die sonst als zuverlässig geltende Frau nicht an ihrer Arbeitsstelle erschienen war. Auch in ihrer Wohnung in der Schiefestraße konnte die 177 cm große Frau mit den blonden Haaren nicht angetroffen werden. Da die Polizei ein Gewaltverbrechen nicht ausschließen kann, wurde bereits im November 2017 eine Mordkommission eingerichtet. Zum Zeitpunkt ihres Verschwindens soll Jitka Streubelova eine braune Daunenjacke, blaue Jeans und Schuhe mit seitlichem Reißverschluss getragen haben.

Für Hinweise, die zur Aufklärung des Vermisstenfalls führen, hat die Staatsanwaltschaft Münster eine Belohnung in Höhe von 5.000€ ausgesetzt.6)51-jährige Gronauerin seit Oktober 2017 vermisst – Belohnung in Höhe von 5.000 EUR ausgesetzt – Fahndung bei Aktenzeichen XY aus: MünsterscheZeitung.de, abgerufen am 21.08.2018

Nominierung zum XY-Preis 2018

Der XY-Preis 2018
Die Oberschüler werden Zeuge einer brutalen Attacke gegen einen 14-Jährigen. Die Täter flüchten. Doch sie haben sich verrechnet: Die beiden 17- und 18- Jährigen stellen die vier Schläger. (zdf.de)

Sendetermin

Mittwoch, 22. August 2018 – 20.15 Uhr – ZDF (Wiederholung: 00:05 Uhr – zdfneo)

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