Vorschau: Aktenzeichen XY am 23. September 2015

Wer ermordete Christine Stöter? | Foto: Polizei

Vier brutale Verbrechen an Frauen stehen im Mittelpunkt der 499. Ausgabe von Aktenzeichen XY … ungelöst am morgigen Mittwochabend. Der älteste Fall liegt bereits 22 Jahre zurück, dennoch erhofft sich die Polizei neue Hinweise durch die ZDF-Zuschauer. Auch die 500. Ausgabe am 14. Oktober 2015 wirft bereits ihre Schatten voraus. Die voraussichtlichen Fälle stehen fest, unklar ist noch, ob das ZDF wie bereits in anderen XY-Jubiläumssendungen einige Überraschungen geplant hat. Nun aber zunächst die Vorschau auf die kommende morgige Sendung.

Begegnung beim Joggen
Ein Vergewaltiger wartet in der Dunkelheit auf sein nächstes Opfer, nur wenige Meter von der Hauptstraße entfernt. Schließlich fällt er eine Joggerin an. Nicht die erste Tat des Mannes … (e110.de)

Wer kennt den Aachener Vergewaltiger? Foto: Polizei
Wer kennt den Aachener Vergewaltiger?
Foto: Polizei

Drei Sexualdelikte gehen in Aachen und Umgebung auf das Konto des Täters, welcher bei den Taten eindeutige DNA-Spuren hinterließ. Die erste Tat ereignete sich am 17. April 2014 im Aachener Stadtteil Richterich. Nachdem das spätere Opfer gegen 23.50 Uhr einen Bus verlassen hatte, wurde sie von dem unbekannten Mann verfolgt. Auf der Grünenthaler Straße entblößte er sich vor der jungen Frau und attackierte sie. Durch die heftige Gegenwehr des Opfers überrascht, flüchtete der Täter schließlich.

Die oben beschriebene zweite Tat des Mannes geschah am 26. Oktober 2014 auf der Vaalser Straße in Höhe des Aachener Westfriedhofs. Die angegriffene Joggerin wurde zwischen Parkplatz und Gehweg auf einem Grünstreifen vergewaltigt.

Zum dritten und bisher letzten bekannten Fall, der diesem Täter zugeordnet werden kann, kam es am 25. März 2015 in Übach-Palenberg. Bei dieser Tatbegehung war der Mann am Unterkörper komplett entkleidet. Durch das laute Zurwehrsetzen des Opfers kam es auch in diesem Fall nicht zur Vergewaltigung, da ein aufmerksamer Anwohner zu Hilfe eilte. Dennoch konnte auch hier der Täter unerkannt entkommen. Er ist etwa 175cm groß, 20-30 Jahre alt, vermutlich Südländer und von normaler bis stämmiger Statur. Nach der Vergewaltigung der Joggerin könnte er ein auffällig verkratztes Gesicht gehabt haben, da die Frau sich heftig zur Wehr setzte. [1] [2] [3]

Gefährlicher Heimweg
In einer der schönsten Urlaubsgegenden Deutschlands sucht die Kripo einen Mann, der reihenweise Frauen attackiert. Seine Opfer: junge Frauen, die nachts allein zu Fuß unterwegs sind. Plötzlich taucht er auf und fällt über sie her. (e110.de)

Auch in diesem Fall handelt es sich offensichtlich um einen Serientäter, welcher im Westallgäu sein Unwesen treibt. Mindestens vier Überfälle auf junge Frauen in den Jahren 2000, 2008, 2009 und 2014 gehen auf das Konto des 35-55 Jahre alten Mannes. In sämtlichen Fällen konnten sich die Opfer durch massive Gegenwehr selbst befreien und entkommen. Durch eine DNA-Analyse steht jedoch fest, dass es sich stets um denselben Täter handelte. Dieser soll 170-180cm groß und von athletischer Statur sein. Obwohl die zuständige Kripo Landau bis dato 900 Spuren verfolgt und 120 Männer per DNA-Test überprüft hat, gibt es auch 15 Jahre nach dem ersten Überfall keinerlei heiße Spur. Ein Anhaltspunkt könnte eine US-amerikanische Limousine sein; damit soll der Täter zumindest bei der Tatbegehung 2009 zwischen Weiler und Lindenberg unterwegs gewesen sein. Zwischen zwei weiteren Taten fanden darüber hinaus US-Car-Treffen in Lindenberg statt. Die zuständigen Ermittler interessieren sich daher neben weiteren Opfern des Mannes, die sich bisher noch nicht bei der Polizei gemeldet haben, vor allem für Liebhaber US-amerikanischer Fahrzeuge, die sich zu den Tatzeitpunkten im Westallgäu aufgehalten haben und zu denen die Beschreibung des Mannes passt. [1] [2]

Bestialischer Mord
Der Mörder ist außergewöhnlich brutal, versucht nach dem Verbrechen den Tatort in Brand zu stecken. Außerdem scheint er ein Faible für ungewöhnliche Fesselspiele zu haben. Wer ist der Mann? (e110.de)

Der Mord an Christine Stöter liegt bereits 22 Jahre zurück und ereignete sich in der Nacht auf den 18. März 1993 in München-Oberföhring. Die 59-jährige Hausfrau bewohnte alleine eine Zweizimmerwohnung am Fürkhof 5; von ihrem Ehemann lebte sie damals seit eineinhalb Jahre getrennt und auch die beiden gemeinsamen Kinder waren zum Studium bereits aus dem Haus. Am 18. März 1993 war sie mit ihrem Neffen verabredet, welcher sich angeboten hatte, ihr bei einem Möbeltransport zu helfen. Als dieser seine Tante wiederholt nicht antraf, verständigte er am Nachmittag die Polizei.

Über den Balkon erreichten schließlich einige Feuerwehrleute die Wohnung im dritten Stock. Christine Stöter konnten sie nicht mehr helfen. Die 59-jährige war an den Händen gefesselt und schließlich mit einer gelben Wäscheleine stranguliert worden. Zwar hatte der Täter Schubladen und Schränke durchwühlt, es fehlte aber nichts. Anschließend hatte er versucht, den Tatort in Brand zu stecken, was nicht gelang. Das angezündete Toilettenpapier versengte zwar die Couch, das Bettlaken und Teile des Teppichs, seine vor kurzem durch Kriminaltechniker isolierte DNA-Spur konnte der Täter allerdings nicht zerstören. Diese ist die große Hoffnung der zuständigen Ermittler, die sich vorstellen können, dass ein Mitwisser nach so vielen Jahren nun endlich sein Gewissen erleichtern möchte. Daher wenden sie sich am morgigen Mittwochabend an die ZDF-Zuschauer. [1] [2]

Mordversuch auf offener Straße 
Eine Studentin wird auf dem Heimweg niedergeschlagen und lebensgefährlich verletzt. Was hat der Täter vor? Er hebt sein wehrloses Opfer auf und trägt es davon … (e110.de)

Dieses Verbrechen ereignete sich am 15. September 2013 gegen 22 Uhr an der Bushaltestelle „Friedenskirche“ im hessischen Hanau. An diesem Abend fand ganz in der Nähe im Schlosspark ein Konzert statt, so dass noch ungewöhnlich viele Passanten unterwegs waren. Dieses rettete der jungen Studentin dann eventuell auch das Leben. Nachdem der unbekannte Täter die Frau mit einer schweren Hantelstange zu Boden geschlagen und dabei lebensgefährlich verletzt hatte, versuchte er das Opfer wegzutragen, um es vermutlich zu vergewaltigen. Hierbei wurde er von Passanten überrascht und flüchtete. Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, ist eine Belohnung in Höhe von 2.000€ ausgesetzt. [1] [2]

Außerdem wird der Überfall auf einen Geldtransporter am 6. Juni 2015 in Stur – Groß Mackenstedt (Landkreis Diepholz, Niedersachsen) Thema der Sendung sein. Der Fall sorgte aufgrund der äußersten Entschlossenheit der Täter für Aufsehen. Gegen 14 Uhr raste ein weißer VW-Bus auf den Parkplatz eines real-Marktes und stoppte neben dem Geldtransporter. Drei maskierte Täter im Tarnanzug bedrohten darauf hin zunächst die Fahrer und eröffneten dann das Feuer auf den Geldtransporter. Verletzt wurde niemand, die drei Männer konnten in einem silbergrauen Ford Focus entkommen. [1] [2]

Auch in der 499. Ausgabe von Aktenzeichen XY … ungelöst wird wieder eine Nominierung für den begehrten XY-Preis vorgestellt:

XY-PREIS 2015: Kind vor Sextäter gerettet
Eine Zugfahrt wird für ein Mädchen zum Albtraum. Ein älterer Mann spricht die Zehnjährige an und begrapscht sie. Zwei Männer greifen ein und helfen dem völlig verstörten, hilflosen Kind. Sie sind die heutigen Kandidaten für den XY-Preis, der Anfang November in Berlin verliehen wird. (e110.de)

Sendetermin

Mittwoch, 23. September 2015 – 20.15 Uhr – ZDF (Wiederholung: 00:05 Uhr – zdfneo)

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