Vorschau: Aktenzeichen XY am 28. Februar 2018

Am 1. Januar 1989 wurde bei Aktenzeichen XY ... ungelöst nach dem Göhrde-Mörder gefahndet | Quelle: Screenshot / ZDF

Im Oktober 2017 berichtete blogxy.de über die Klärung des Mordes an Birgit Meier aus Brietlingen-Moorburg im Landkreis Lüneburg. Im Januar 2018 führten weitere Ermittlungen der zuständigen Polizei und Staatsanwaltschaft dann zu einer spektakulären Wende im Fall der “Göhrde-Morde”, die im Sommer 1989 nicht nur die Region, sondern das ganze Land in Atem gehalten hatten: Der Friedhofsgärtner Kurt-Werner W., an dessen damaligem Wohnhaus in Lüneburg im Oktober 2017 die sterblichen Überreste Birgit Meiers gefunden wurden, ist aller Wahrscheinlichkeit nach auch für den Mord an zwei Paaren im Staatsforst Göhrde verantwortlich. Die zuständige Ermittlungsgruppe der Polizei Lüneburg geht davon aus, dass Kurt-Werner W. möglicherweise nicht bei allen Taten alleine gehandelt hat. Auf der Suche nach einem möglichen Komplizen wendet sich die Polizei am kommenden Mittwoch daher an die ZDF-Zuschauer. Die Vorschau.

“Bitte hilf mir!”
Ein alarmierender Anruf schreckt den Ehemann einer Prostituierten auf. Die 47-Jährige hatte einen Hausbesuch bei einem unbekannten Freier. Seitdem fehlt von ihr jede Spur. Was ist passiert? (zdf.de)

Andrea Kunz
Quelle: Polizei

Seit über 9 Jahren fehlt von der 47-jährigen Andrea Beate Kunz jede Spur. Die Prostituierte, die üblicherweise unter dem Namen Andrea König ihre Freier in einer Wohnung in Bad Orb (Main-Kinzig-Kreis) empfing, war am Abend des 5. Dezember 2008 von einem Kunden aus dem Raum Schlüchtern zu einem Hausbesuch abgeholt worden. Ob die 47-Jährige an jenem Vorabend von Nikolaus jemals dort ankam, ob sie einem Gewaltverbrechen zum Opfer fiel oder womöglich irgendwo ein neues Leben begann – das alles sind die ungeklärten Fragen, mit denen sich die zuständige Hanauer Staatsanwaltschaft und die Kriminalpolizei in der kommenden XY-Sendung am Mittwochabend an die Zuschauer wenden.

Nach den bisherigen Erkenntnissen hatte Andrea Kunz am Abend ihres Verschwindens gegen 22 Uhr mit ihrem Ehemann telefoniert. In diesem Gespräch, welches abrupt unterbrochen wurde, berichtete sie, dass sie in Schwierigkeiten stecken und Hilfe benötigen würde. Zu diesem Zeitpunkt hielt sie sich in der Nähe von Alzenau in Grenzgebiet zwischen Hessen und Bayern auf. Die Polizei ging schnell von einem Gewaltverbrechen aus. So wurde die Gegend, welche rund 50km von Schlüchtern entfernt liegt, mit Hundestaffeln und einem Hubschrauber abgesucht. Dennoch blieb die rund 165cm große Prostituierte, welche Frankfurter Dialekt sprach und als besonderes Merkmal eine Tätowierung in Form eines Kreuzes mit Strahlenkranz am linken Unterarm trug, verschwunden.

Bis heute sind die zuständigen Ermittler vor allem auf der Suche nach dem Freier, der Andrea Kunz an jenem Abend zum Hausbesuch abholen wollte. Der damals 30-40 Jahre alte Mann, der aus wohlhabendem Elternhaus mit eigener Sauna und Schwimmbad stammen soll, lebte gegebenenfalls noch bei seinen Eltern. Die 47-Jährige soll ihn bereits längere Zeit gekannt haben. Die Polizei bittet jenen letzten Kunden dringend, sich bei einer Polizeidienststelle als Zeuge zu melden.

Hinweise zum Fall nimmt die Kripo Hanau jederzeit unter 06181 100-345 entgegen.1)Mysteriöses Verschwinden einer Frau beschäftigt Ermittler aus: Frankfurter Rundschau, abgerufen am 26.02.2018

Angestellter niedergeschossen
Aus heiterem Himmel, scheinbar ohne Motiv, feuert ein Bankräuber auf den Angestellten einer Sparkasse. Mit einem Bauchschuss bricht das Opfer zusammen. Es besteht Lebensgefahr. (zdf.de)

Ein Bild des Täters aus der Überwachungskamera

Der Banküberfall ereignete sich am 12. Januar 2017 in einer Filiale der Haspa an der Holstenstraße im Hamburger Stadtteil Altona. Um 17.53 Uhr betrat der maskierte und bewaffnete Täter die Filiale der Sparkasse und verlangte mit vorgehaltener Schusswaffe Geld von einem Angestellten des Geldinstituts. Nachdem dieser der Forderung des Bankräubers nachgekommen war, schoss der Täter einem anderen Angestellten unvermittelt in den Bauch. Der schwer verletzte Sparkassenmitarbeiter musste noch am selben Donnerstagabend notoperiert werden, überlebte die brutale Tat aber glücklicherweise.2)Bankangestellter bei Überfall angeschossen aus: FAZ.net, abgerufen am 26.02.2018

Der Täter, welcher mit einem Fahrrad in Richtung des S-Bahnhofs Holstenstraße flüchtete, erbeutete bei dem Überfall 1.800€. Trotz einer sofort eingeleiteten Großfahndung mit 43 Streifenwagen und einem Spürhund, blieb die Tat bis heute ungeklärt. Die Spur des flüchtigen Bankräubers verlor sich bereits an der nächsten Querstraße. Kunden und weitere Mitarbeiter, die sich während des Überfalls in den Geschäftsräumen der Sparkasse aufhielten, erlitten zum Teil einen Schock und mussten kriseninterventionell betreut werden.3)Nach Banküberfall in Altona – Haspa setzt 10.000 Euro Belohnung aus aus: radiohamburg.de, abgerufen am 26.02.2018

Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, hat die Hamburger Sparkasse eine Belohnung in Höhe von 10.000€ ausgesetzt. Es wird vermutet, dass derselbe Mann bereits 2011 eine Filiale der Haspa an der Straße Neuer Steinweg überfallen haben soll.4)Hamburger Fälle bei „Aktenzeichen XY“ aus bild.de, abgerufen am 26.02.2018

Video der Überwachungskamera

Leichenteile verstreut
Eine Frau wird getötet und zerstückelt. Die Leichenteile werden an unterschiedlichen Orten in der Stadt aufgefunden. Welche Motive hat der Mörder? (zdf.de)

Maria A. († 48)
Quelle: Polizei

Am 3. August 2017 fanden Spaziergänger im Bereich des Leuchtfeuerstiegs am Elbufer im Hamburger Stadtteil Rissen erste Leichenteile, die in Plastiktüten verpackt waren. Ab dem 7. August wurden dann an insgesamt sechs Tagen weitere Leichenteile im Bereich Rothenburgsort aufgefunden. Die Ermittlungen ergaben, dass es sich bei der zerstückelten Leiche um die sterblichen Überreste der 48-jährigen Spanierin Maria A. handelte, welche nur zeitweilig in Hamburg der Prostitution nachging. Weitere kriminaltechnische Untersuchungen ergaben, dass Maria A. vermutlich zwischen dem 1. und dem 3. August getötet wurde. Wie und durch wen die Plastiktüten dann an ihre jeweiligen recht abgelegenen Fundorte gelangten, blieb bis heute ungeklärt. Die zuständige Mordkommission des LKA Hamburg vermutet, dass zum Transport ein Fahrzeug, möglicherweise ein Wohnmobil, verwendet wurde.5)Zerstückelte Frauenleiche: Belohnung für Hinweise aus: Hamburger Abendblatt, abgerufen am 26.02.2018

Maria A. stammte gebürtig aus Äquatorialguinea und sprach kaum Deutsch. Nicht nur deswegen sind Hinweise zum Umfeld der Getöteten in Hamburg bisher recht dürftig. Ein zuständiger Beamter sagte gegenüber dem Hamburger Abendblatt: “Die Menschen aus dem Milieu meiden es, mit uns zu sprechen. Sie haben kein Vertrauen zur Polizei”. Die Polizei weiß, dass Maria A. am Tag ihres Verschwindens plante, einkaufen zu gehen. Ob sie dies tatsächlich tat oder womöglich zufällig auf einen Freier stieß ist hingegen unbekannt.

Rätsel gibt der Polizei darüber hinaus nicht nur das Motiv, sondern auch die Art der Tötung auf. Fakt ist wohl, dass Maria A. weder erschossen, erstochen noch erschlagen wurde. Die Art der Zerteilung ihres Leichnams lässt bei ihrem Mörder aber auf gute anatomische Kenntnisse schließen. Die zuständigen Ermittler wenden sich nun an die Öffentlichkeit um herauszufinden, wer die 48-jährige Maria A. nach dem 1. August um 14 Uhr noch gesehen hat oder Angaben zum näheren Umfeld der Frau machen kann. Für Hinweise, die zur Klärung des Falles führen, hat die Staatsanwaltschaft eine Belohnung in Höhe von 5.000€ ausgesetzt.6)Hamburger Fälle bei „Aktenzeichen XY“ aus: bild.de, abgerufen am 26.02.2018

Ein Täter – viele Zeugen
Überfall auf eine Bank. Der Täter wirkt fahrig und nervös. Doch obwohl er von zahlreichen Zeugen beobachtet wird, lässt er sich von seinem Vorhaben nicht abbringen. (zdf.de)

Der Überfall auf das Geldinstitut in Lüneburg ereignete sich am 13. Februar 2017. Gegen 10.15 Uhr betrat ein mit einem schwarzen Motorradhelm mit getöntem Visier bekleideter Mann die Filiale der Sparkasse in der Thorner Straße und zwang einen der Bankangestellten mit vorgehaltener Schusswaffe zur Herausgabe von mehreren tausend Euro Bargeld. Der Täter, welcher 160-175 cm groß war und eine schwarze Umhängetasche mit roten Absetzungen bei sich führte, konnte anschließend mit einem Fahrrad entkommen.

Für Hinweise, die zur Aufklärung des Banküberfalls führen, hat die Polizeidirektion Lüneburg eine Belohnung in Höhe von 1.000€ ausgelobt.7)Lüneburg: Fahndung nach Bankräuber! 1.000 Euro Belohnung aus: lka.polizei-nds.de, abgerufen am 28.02.2018

Rentnerin stundenlang verfolgt
Als eine 90-Jährige eine Bank verlässt, filmt die Überwachungskamera einen Mann, der ihr folgt. Fast zwei Stunden lang bleibt ihr der Täter auf den Fersen. Erst dann schlägt er zu.  (zdf.de)

Wer kennt diesen Mann?
Quelle: Polizei Hessen

Die Tat geschah am 28. März 2017 in der Karawankenstraße in Wiesbaden-Biebrich. Die 90-jährige Getrud T. war an jenem Dienstagvormittag mit dem Bus in die Wiesbadener Innenstadt gefahren und hatte eine Filiale der Deutschen Bank und anschließend eine Parfümerie und ein Lebensmittelgeschäft aufgesucht. Gegen 13.30 Uhr ließ sie sich von einem Taxi dann wieder zu dem Mehrfamilienhaus in der Karawankenstraße bringen, in welchem sie mit ihrem gleichaltrigen Mann lebte. Als sie gegen 13:45 Uhr dort ankam und den Briefkasten aufschließen wollte, wurde sie von dem etwa 30-35 Jahre alten und ca. 170cm großen und schlanken Täter unvermittelt angegriffen und umgestoßen. Der Mann, der mit einer dunklen Kapuzenjacke, hellem T-Shirt, hellen Jeans und einer hellen Schiebermütze bekleidet war, entkam mit den Einkäufen, der Handtasche und somit mit dem Portemonaie, einem Sparbuch der Deutschen Bank und einem vorläufigen Personalausweis seines Opfers in Richtung Erich-Ollenhauer-Straße.8)Raubmord auf 90-jährige Wiesbadenerin bei “Aktenzeichen xy… ungelöst” aus: wiesbadenaktuell.de, abgerufen am 28.02.2018

Spätere Ermittlungen der Polizei ergaben, dass ebenjener durch Zeugen beschriebene Täter auch auf den Überwachungskameras der Bank, der Parfümerie und des Lebensmittelgeschäfts zu sehen war. Er hatte sein späteres Opfer an jenem Tag also beinahe zwei Stunden gezielt verfolgt. Gertrud T. wurde nach dem Angriff zunächst ambulant behandelt. Sie verstarb 20 Stunden nach dem Überfall unerwartet an den Folgen ihrer bei der Tat erlittenen Rippenbrüche.9)POL-WI: Pressemeldung der Staatsanwaltschaft Wiesbaden und der Wiesbadener Kriminalpolizei aus: presseportal.de, abgerufen am 28.02.2018

Die Kripo Wiesbaden fragt….

  • Wer kennt diesen Mann?
  • Wer hat die Seniorin oder den Mann auf den Lichtbildern  am 28.03.2017 in der Wiesbadener Innenstadt gesehen?
  • Welcher Taxifahrer kann sich an eine Fahrt vom Dern`schen Gelände in den Bereich Gräselberg/Karawankenstraße oder an eine Fahrt vom Gräselberg weg, circa 13:50 Uhr, erinnern?

Quelle und weitere Fotos: 90-Jährige stirbt nach Überfall (polizei.hessen.de)

Weitere in der Sendung geplante Fälle

POL-LG: Göhrde-Morde am 28.02.2018 Thema bei Aktenzeichen XY – presseportal.de
Wo steckt Fünffach-Mörder Norman Franz? „Aktenzeichen XY… ungelöst” startet neuen Versuch – bild.de

 Sendetermin

Mittwoch, 28. Februar 2018 – 20.15 Uhr – ZDF (Wiederholung: 00:05 Uhr – zdfneo)

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