Vorschau: Aktenzeichen XY am 28. März 2018

Ist Stanislaw W. ein Serienmörder? | Quelle: Polizei München

Seit Mitte Februar beherrscht ein 36-jähriger polnischer Hilfspfleger die Schlagzeilen, der in Ottobrunn einen ihm zur Plege unterstellten 87-jährigen Mann mit Insulin totgespritzt und ihn anschließend beraut haben soll. Im Zuge der polizeilichen Ermittlungen kamen neun weitere ähnlich gelagerte Todesfälle in den Fokus der ermittelnden Behörden – und das deutschlandweit. Ist der Mann, der in München in Haft sitzt, gar ein Serienmörder? Dieser Frage will die Münchner Staatsanwaltschaft I am heutigen Mittwoch, in einer Öffentlichkeitsfahndung mithilfe von Aktenzeichen XY … ungelöst, nachgehen. Die Vorschau.

Mord an Möbelfabrikanten
Ein Unternehmer wird in seiner Wohnung ermordet. Wenige Tage vor seinem Tod hatte er eine unbekannte Frau mit in seine Wohnung genommen. Hat sie etwas mit der Tat zu tun?

Der Mord am Möbelhändler Wilhelm Rach, der in seiner Ein-Zimmer-Wohnung im Frankfurter Stadtteil Niedererlenbach tot aufgefunden wurde, liegt bereits rund 30 Jahre zurück. Nach einem Zeugenhinweis wird der Fall nun noch einmal aufgerollt und durch Aktenzeichen XY … ungelöst bundesweit in den Fokus gerückt. Als dringend tatverdächtig gilt eine heute 58-jährige Prostituierte, die ursprünglich aus Thailand stammt, und die sich zum Tatzeitpunkt hauptsächlich im Bereich Frankfurt, Wiesbaden, Biedenkopf und Medebach (bei Winterberg) aufgehalten haben soll. In Medebach soll sie zwischenzeitlich im Bungalowpark Orketal gewohnt haben.1)Eine Spur führt nach Medebach – Fall bei „XY ungelöst“ aus: Westfalenpost, abgerufen am 28.03.2018

Schock am Silvesterabend
Wenige Stunden vor dem Jahreswechsel wird ein Ehepaar in seiner Wohnung überfallen. Die Spurenlage gibt der Polizei später Rätsel auf. Wie sind die Täter ins Haus gekommen?

Quelle: LKA Hessen

Der Raubüberfall ereignete sich 31. Dezember 2016 im hessischen Biblis. Das Ehepaar, welches die Erdgeschosswohnung im eigenen Haus in der Lindenstraße bewohnte, hörte an jenem Silvesterabend gegen 18 Uhr Geräusche im Treppenhaus. Als sie nach dem Rechten schauen wollten, entdeckten sie zwei Männer, die versuchten, sich mit einem Brecheisen Zutritt zur Wohnung zu verschaffen. Die bisher unbekannten Männer bedrohten ihre Opfer und durchsuchten die Wohnung. Einer forderte während des Überfalls, der rund eine Stunde dauerte, immer wieder die Herausgabe von 30.000€, die das Ehepaar angeblich in der Wohnung versteckt haben solle. Nachdem die Täter die Wohnung durchwühlt hatten, konnten sie u. a. mit einem dreistelligen Bargeldbetrag, Schmuck und einem Goldbesteck zu Fuß entkommen.2)KRIMINALITÄT BIBLISER FALL IN „AKTENZEICHEN XY … UNGELÖST“ – Hinweise der Zuschauer sollen helfen aus: Mannheimer Morgen, abgerufen am 28.03.2018

Trotz einer sofort eingeleiteten Großfahndung konnten die Männer bis heute nicht ermittelt werden. Daher wendet sich die Kriminalpolizei in Heppenheim nun mithilfe eines Phantombilds eines der südländisch aussehenden Täter an die XY-Zuschauer. Für Hinweise, die zur Klärung des Falles führen, hat die Staatsanwaltschaft Darmstadt eine Belohnung in Höhe von 2.000€ ausgesetzt.3)Presseportal der Polizei Südhessen, abgerufen am 28.03.2018

Unfall oder Mord?
Ein junger Mann treibt leblos in einem Fluss – auf den ersten Blick ein tragischer Unfall. Doch nach der Obduktion steht plötzlich der Verdacht des Totschlags im Raum…

Seit dem 13. November 2016 galt Mert Akgöz aus Hanau als vermisst. Er hatte mit Freunden in jener Nacht von Samstag auf Sonntag in der Helin Türkü Bar in Frankfurt-Höchst gefeiert. Als er kurz vor das Lokal treten und frische Luft schnappen wollte, verschwand der damals 21-Jährige spurlos. Rund 4 Wochen später wurde seine Leiche dann tot aus dem Main geborgen. Laut Polizei Frankfurt ist bis heute unklar, ob es sich beim Fall Mert Akgöz um einen tragischen Unfall oder ein Verbrechen handelt. Für Hinweise, die zur Klärung des Sachverhalts führen, hat der Vater des Verstorbenen eine Belohnung in Höhe von 3.000€ ausgesetzt.4)POL-F: 180323 – 282 Frankfurt: Mord verjährt nie – 30 Jahre alter Mordfall wird neu beleuchtet aus: Presseportal.de, abgerufen am 28.03.2018

Nachwuchsboxer erschossen
Nahe einer Autobahnraststätte wird ein Box-Talent erschossen aufgefunden. Die Kripo kann die letzten Minuten seines Lebens genau rekonstruieren. Doch die Hintergründe der Tat liegen im Dunkeln.

Am 23. Juni 2017 verschwand der 22-jährige Nachwuchsboxer Tunahan Keser spurlos. Zuletzt lebend gesehen wurde der Mitinhaber einer Firma für Autoüberführungen an jenem Freitagnachmittag gegen 17.30 Uhr in Hamburg-Niendorf. 17 Stunden zuvor, gegen 00.30 Uhr, hatte ein fast vollständig vermummter Mann seinem Trainer in Wedel aufgelauert und dem ehemaligen Box-Europameister Khoren Gevor in der Straße Möllers Park ins Knie geschossen. Rund einen Monat später, am 21. Juli 2017, wird dann die Leiche Tunahan Kesers in der Nähe des Autobahnrastplatzes Holmmoor an der A7 gefunden – laut XY-Exposé, welches dem Hamburger Abendblatt vorliegt, “regelrecht hingerichtet”. Schon zuvor, in einem Fahndungsaufrauf nach dem Vermissten Tunahan Keser vom 3. Juli 2017, hatte die Polizei einen Zusammenhang zwischen dem Verschwinden des Boxers und dem Anschlag auf seinen Trainer vermutet. Zu diesem Zeitpunkt hielten es die ermittelnden Beamten aber auch noch für möglich, dass Keser selbst auf seinen Trainer geschossen habe und deshalb untergetaucht sei.

Eine Wendung erfährt der mysteriöse Fall vier Monate nach dem Leichenfund von Holmmoor. Am Donnerstag, den 23. November 2017, dringt der 58-jährige Frank L. in ein Einfamilienhaus in Appen (Kreis Pinneberg) ein. Als die 76-jährige Bewohnerin seiner Forderung nach Geld nicht nachkommt, schlägt er mit einer rund 50cm langen Eisenstange auf sein Opfer sein und flieht. Die Frau kann sich schwer verletzt auf die Straße schleppen und Passanten von Überfall und Täter berichten. Nach auftretenden Komplikationen verstirbt die ältere Dame zwei Tage vor Heiligabend im Krankenhaus. Ihre abgegebene Personenbeschreibung aber ist so gut, dass Frank L. festgenommen werden kann. Am 5. Januar 2018 erlässt ein Richter nach einem DNA-Treffer Haftbefehl. Frank L. kommt in die JVA Itzehoe, wo er sich nur wenige Tage später, am 20. oder 21. Januar das Leben nimmt. Bei Durchsuchungen und Grabungen am Grundstück des verstorbenen Häftlings findet die Polizei dann nach seinem Tod Hinweise, die im Zusammenhang mit dem Mord an Tunahan Keser stehen. Seitdem gilt Frank L. als tatverdächtig, auch für den Tod des Nachwuchsboxers verantwortlich zu sein.

“Die Kripo konzentriert sich in ihren Ermittlungen nun auf Mittäter und Auftraggeber. Sie sucht Kontaktpersonen des Frank L. und dessen Aufenthaltsorte seit 2012.” So heißt es laut Hamburger Abendblatt im XY-Exposé. Die ZDF-Zuschauer sollen der Soko Holmmoor nun am heutigen Mittwochabend bei dieser Suche behilflich sein.5)Mord am Boxer – Was bis jetzt bekannt ist aus: Hamburger Abendblatt, abgerufen am 28.03.2018

 Weitere in der Sendung geplante Fälle

Hilfspfleger-Fall wird Thema bei «Aktenzeichen XY» – Die Welt
Überfall auf Juwelier bei “Aktenzeichen XY… ungelöst” – Main-Echo

Sendetermin

Mittwoch, 28. März 2018 – 20.15 Uhr – ZDF (Wiederholung: 00:05 Uhr – zdfneo)

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