Vorschau: Aktenzeichen XY am 3. Dezember 2014

Symbolfoto

Am kommenden Mittwoch um 21:45 sind es dann nur noch 11 Ausgaben. 11 Ausgaben, die Rudi Cerne und Aktenzeichen XY vom großen Jubiläum trennen. Läuft alles planmäßig dann wird im November 2015 die 500. Folge der Fahndungssendung ausgestrahlt und die ungebrochene Erfolgsgeschichte erhält einen neuen Höhepunkt. Bevor dies soweit ist, steht aber heute in einer Woche zunächst einmal die letzte Sendung des Jahres 2014 auf dem Programm – die Vorschau auf die Ausgabe Nr. 489.

Raub-Profi mit Hut-Tick – Unbekannte erbeuten Millionenwert
Am helllichten Tag überfallen zwei Männer einen Juwelier. Die erbitterte Gegenwehr eines Wachmanns hindert die Täter nicht daran, wertvolle Uhren zu erbeuten und mit einem Motorrad zu flüchten. Der Haupttäter ist für die Polizei kein Unbekannter: Zwei Monate zuvor war er bereits an einem anderen Überfall beteiligt. Immer trägt der Unbekannte einen Hut und agiert eiskalt. Die Polizei vermutet, dass er auf Raubüberfälle spezialisiert ist und jedes Mal extra aus dem Ausland anreist. Der Wert der Beute liegt bei über einer Million Euro.

Dieser Fall war bereits für die November-Sendung geplant, schaffte es dann aber doch nicht ins Programm und wird nun nachgeholt. Die Tat ereignete sich am 21. Dezember 2013 bei einem Juwelier in der Friedrichstraße in Berlin-Mitte. Die zwei Täter, welche mit einer Pistole und einem Beil bewaffnet waren, betraten gegen 14.30 Uhr das Geschäft, zwangen die Kunden sich auf den Boden zu legen und konnten mit mehreren hochwertigen Uhren entkommen. Zur Flucht nutzten sie ein schwarzes Motorrad Marke Honda, Modell 650 NX Dominator ohne Nummernschild. Mit diesem flüchteten sie Richtung U-Bahnhof  “Stadtmitte”, wo einer der beiden Täter mit der Beute verschwand.

Am 2. Januar 2014 wurden dann im Treptower Park mehrere verbrannte Gegenstände der Täter sichergestellt, so unter anderem das zur Tatausführung genutzte Beil, zwei umlackierte Motorradhelme und zwei sogenannte Borsalino-Hüte. Einer der Täter hatte einen solchen Hut bei der Tatausführung getragen. Um die beiden 185-190 cm großen – vermutlich osteuropäischen – Männer zu ermitteln, wendet sich das Raubkommisariat des LKA Berlin nun mittels XY an die Öffentlichkeit. [1]

Auf offener Straße niedergestochen – Austauschschüler ringt mit dem Tod
Der Traum vieler Schüler: ein längerer Aufenthalt im Ausland. Für einen 16-Jährigen aus Bolivien ging er in Erfüllung. Doch der Besuch in Deutschland wird zum Albtraum. Ein Unbekannter sticht ihn mitten in der Stadt nieder. Sein Leben hängt am seidenen Faden.

Der brutale Angriff ereignete sich in der Nacht auf den 2. Januar 2014 gegen 00:15 an der U-Bahn-Haltestelle Hallesches Tor in Berlin-Kreuzberg. Der 16-jährige Bolivianer wollte gerade mit 4 weiteren Austauschschülern, mit denen er Silvester in Berlin verbracht hatte, die Straße Hallesches Ufer überqueren, als sich ein Autofahrer vermutlich durch die Fahrbahnüberquerung der Jugendlichen behindert fühlte. Der Fahrer stieg aus und stach den jungen Südamerikaner nach einem Wortgefecht nieder. Er erlitt lebensgefährliche Verletzungen und musste noch in derselben Nacht notopertiert werden, was ihm das Leben rettete.

Die vier Begleiter des Jugendlichen standen derart unter Schock, dass sie zum Typ des Fahrzeuges oder gar zum Kennzeichen keinerlei Angaben machen konnten. Sie beschrieben den Wagen als Viertürer mit runder Heckpartie und auffällig glänzenden Felgen. Der Täter soll zwischen 25 und 30 Jahre alt, ca. 2m groß und südländischen Typs gewesen sein; er trug eine weiße Daunenjacke. Im Fahrzeug saßen nach Zeugenaussagen drei Frauen, davon 2 mit Kopftuch und eine mit langen blonden Locken. Die Polizei erhofft sich nun durch XY weitere Hinweise auf den Tathergang. [1]

Angriff in der Dunkelheit – Brutale Räuber überfallen Ehepaar
Ein älteres Ehepaar freut sich auf den bevorstehenden Urlaub. Doch kurz bevor es losgehen soll, werden sie Opfer eines brutalen Verbrechens. Zwei maskierte Männer verschaffen sich in der Nacht Zutritt zum Haus und drehen sämtliche Sicherungen heraus. In der Dunkelheit warten sie auf ihre ahnungslosen Opfer …

Der Überfall ereignete sich am 4. Februar 2014 in Bad Salzuflen (NRW). Der 78-Jährige Hausherr hatte gegen 4.30 Uhr bemerkt, dass der Strom ausgefallen war. Daraufhin ging er in den Keller zum Stromkasten, wo er von den Einbrechern niedergeschlagen und gefesselt wurde. Nachdem die Täter auch seine Frau in ihre Gewalt und in den Keller gebracht hatten, durchsuchten sie das ganze Haus nach Wertgegenständen. Zwischendurch traktierten sie ihre Opfer immer wieder mit Tritten um weitere Verstecke herauszubekommen. Sie konnten schließlich mit Schmuck und Bargeld entkommen. Das Ehepaar konnte sich selbst befreien und wurde vorsorglich in eine Klinik gebracht.

Die beiden Täter sollen rund 25 Jahre alt sein. Einer von ihnen war ca. 175 cm groß, der andere rund 10 cm größer. Beide sollen mit osteuropäischem Akzent gesprochen haben. Kriminalhauptkommissar Dietmar Simm-Koralewicz wird in der XY-Sendung vor allem auf die verschwundenen Wertgegenstände des Paares eingehen und erhofft sich Hinweise durch die Zuschauer. [1] [2]

Albtraum Nachtschicht – Truckfahrer wird Opfer
Mitten in der Nacht: Ein junger Lkw-Fahrer liefert auf einer seiner letzten Stationen Material aus. Vermutlich gerät er hier schon ins Visier von Kriminellen. Wenig später fährt er mit seinem Riesentruck vom Gelände. Er kommt nicht weit: Ein Mann hält sein Fahrzeug auf. Arglos hält er an und öffnet die Tür – ein Fehler mit fatalen Folgen!

Der 26-jährige Fahrer des LKWs lieferte am 6. Januar 2014 Mercedes-Fahrzeugteile aus und wurde in der Christian-Heibel-Straße in Wirges (Westerwaldkreis, Rheinland-Pfalz) von einem aus einem Gebüsch springenden Mann angehalten. Als der Fahrer gerade das Fenster herunter kurbeln möchte, kommen 2 weitere Männer hinzu, reißen die Fahrertür auf und zerren das Opfer aus seinem Führerhaus. Als die Täter bemerken, dass der LKW-Fahrer kein Bargeld bei sich hat, treten sie immer wieder auf ihn ein. Er erleidet Verletzungen am ganzen Körper, u.a. eine gebrochene Hand.

Plötzlich lassen die Täter von ihrem Opfer ab und verschwinden so schnell wie sie gekommen sind. Möglicherweise wurden sie von einem vorbeifahrenden Fahrzeug gestört. Diese und weitere Fragen wird Walter Germann, Beamter der Kripo Montabaur den Zuschauern stellen und mit Rudi Cerne vor allem über den etwa 25-30 Jahre alten Haupttäter sprechen, der vom Opfer als schmächtig und mit dunklem Teint beschrieben wurde. [1]

Außerdem:

Nach Informationen der Rheinischen Post soll ein weiteres Thema der Sendung der Überfall auf einen Juwelier auf der Düsseldorfer „Kö“ sein. Dieser hat sich am 15. Oktober 2013 zugetragen. Zwei Männer betraten den Juwelier Blome an der Königsallee, von denen einer plötzlich eine Waffe zog. Die beiden Täter räumten die Auslage leer und konnten mit Luxusuhren im Wert von rund einer halben Million Euro entkommen.

Zur Flucht nutzten sie einen Motorroller, der 9 Tage zuvor in Oberhausen privat gekauft wurde. Der Roller wurde später an der Immermann-/Ecke Kreuzstraße sichergestellt und identifiziert. Hierdurch konnte die Polizei ein Bild aus einer Überwachungskamera einer Oberhausener Tankstelle sichern, welches einen der Käufer des Rollers zeigt. Ob dieser direkt mit der Tatbegehung zu tun hat, ist indes ungewiss. Der Mann ist Anfang 20, auffallend groß (190-195cm) und nannte sich selbst „Aleksandar“. Er sprach serbisch und französisch mit deutlichem Akzent. [1]

UPDATE vom 2.12.2014

Offenbar rückt mit dem Mord an Stanislava Kratinova nun noch ein weiterer Fall in die morgige Sendung. Die damals 42-jährige Tschechin war am 28. Oktober 1999 auf einem Waldparkplatz an der B 214 zwischen Rodewald und Wendenborstel erdrosselt aufgefunden worden. Die bis dato unbekannte Tote konnte nach Ausstrahlung bei XY am 3.12.1999 als Stanislava Kratinova aus Dolni Roven (Tschechien) identifiziert werden. Sie bezog nach einem Arbeitsunfall lediglich eine Invalidenrente und arbeitete in Deutschland als Prostituierte, die vor allem bei Fernfahrern als Anhalterin zustieg.

Nun haben die Kripo Nienburg und die Staatsanwaltschaft Verden ihre Ermittlungen im Mordfall Kratinova wieder aufgenommen und Staatsanwältin Annette Marquardt will durch Mithilfe der ZDF-Zuschauer den Mordfall 15 Jahre nach der Tat endlich aufklären. [1] [2]

Sendetermin

Mittwoch, 3. Dezember 2014 – 20.15 Uhr – ZDF (Wiederholung: 00:45 Uhr – zdfneo)

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