Vorschau: Aktenzeichen XY am 31. Januar 2018

Das Verschwinden und der Tod der 22-jährigen Regina Mehling erschütterte Greifswald im Jahr 1994.

Zunächst wünsche ich allen Lesern von blogxy.de ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr. Zwei Cold Cases sind Thema der morgigen ersten Ausgabe von Aktenzeichen XY … ungelöst 2018. 1994 wurde Regina Mehling in Greifswald das Opfer eines Tötungsdelikts – bis heute fehlt von einem möglichen Täter jede Spur. Kannte die 22-Jährige ihren Mörder sogar? Besondere mediale Aufmerksamkeit erfuhr im Jahr 1998 der Mord an Karlheinz Gross, Band-Manager und Bruder des Keyboarders der Kastelruther Spatzen. Um seinen mysteriösen Tod ranken sich bis heute verschiedene Theorien, nun sollen die XY-Zuschauer endlich Licht ins Dunkel bringen. Diese und  weitere Fälle präsentiert Rudi Cerne am morgigen Mittwoch, den 31. Januar 2018. Die Vorschau.

Fund von Babyknochen
Ein Pilzsammler entdeckt in einem Wald in Südhessen die Überreste eines Babys. Fast fünf Monate nach dem Fund hoffen die Ermittler auf neue Hinweise zur Todesursache und Identität des Jungen.

Quelle: Polizei Hessen

Am 9. September 2017 fand ein Pilzsammler im Viernheimer Wald (Kreis Bergstraße / Hessen) eine moderne schwarze Wickeltasche des Herstellers Lässig, in welcher sich die sterblichen Überreste eines Neugeborenen befanden. Zum Zeitpunkt seines Todes war der Säugling etwa eine bis drei Wochen alt und mit einem auffällig gemusterten kurzärmeligen Strampler (Grundfarbe weiß mit blauen Aufdrucken von Seehunden, Seesternen mit Gesicht und der Aufschrift Splash) bekleidet. Außerdem befanden sich in der aufgefundenen Wickeltasche, die mit dem Logo des Herstellers in Form eines Rehkitzes bestickt ist, zwei Trinkfläschchen babydream, die seit 2013 durch einen Drogeriemarkt vertrieben werden. Rechtsmedizinische Untersuchungen ergaben, dass der kleine Junge bereits in seinen ersten Lebenstagen mit Drogen in Kontakt gekommen war. Die zuständigen Ermittler der Arbeitsgruppe “Kitz” vermuten, dass die Kindsmutter in der Schwangerschaft Amphetamine konsumiert hat.

Da die Öffentlichkeitsfahndung inklusive Veröffentlichung von (Vergleichs-)Bildern der aufgefundenen Gegenstände bisher erfolglos blieb, wenden sich die Ermittler am morgigen Mittwochabend unter anderem mit folgenden Fragen an die XY-Zuschauer:

Fund von Babyknochen in Viernheim

  • Wer kann Hinweise zum abgebildeten Body in Kombination mit der Wickeltasche und den Babyfläschchen geben?
  • Wer kann Hinweise zum Hersteller und zu Verkaufsstellen des Bodys geben?
  • Wem ist im Bereich des Waldes eine Person mit der abgebildeten Tasche aufgefallen?
  • Wem ist eine werdende Mutter aufgefallen, zu der später das Kind fehlte?

Quelle und Bilder: Polizei Hessen

Für Hinweise, die zur Aufklärung des Falls führen, hat die Staatsanwaltschaft Darmstadt eine Belohnung in Höhe von 2.500€ ausgesetzt. Unter der Rufnummer 06151 / 969 1111 nimmt die AG “Kitz” rund um die Uhr sachdienliche Hinweise entgegen.

Mord am Ostsee-Ufer
Eine 22-Jährige wird in der Nähe eines Strandbades ermordet. Der Täter scheint über die Gewohnheiten des Opfers viel gewusst zu haben. Kannte die junge Frau ihren Mörder?

Regina Mehling († 22)
Quelle: Ostsee Zeitung

Am 31. Mai 1994 fanden Polizeibeamte auf dem Gelände einer ehemaligen Schweinemastanlage im Greifswalder Stadtteil Eldena – versteckt unter Bauschutt und alten Futtermitteltüten – die Leiche der 22-jährigen Regina Mehling. Die junge Frau hatte am Dienstag, den 3. Mai 1994 mit ihrem Husky das Strandbad in Eldena besucht und galt seit diesem Tag als vermisst. Ihr Hund wurde kurz nach Reginas Verschwinden im Nahbereich aufgegriffen, ihr Trabant, mit welchem sie unterwegs gewesen war, tauchte zwei Tage später, am 5. Mai 1994, in der Greifswalder Innenstadt wieder auf. Nach dem Auffinden von Regina Mehlings Leichnam mussten die Ermittler schnell von einem Tötungsdelikt ausgehen – auch eine sexuell motivierte Tat konnte nicht ausgeschlossen werden.

Noch immer ist der Tod der 22-jährigen Frau ungeklärt. Die zuständigen Ermittler der Kriminalpolizeiinspektion Anklam haben die Hoffnung nicht aufgegeben, den Fall Regina Mehling doch noch zu klären. Bis heute werden immer wieder Zeugen vernommen und freiwillige DNA-Proben ausgewertet – doch noch immer gibt es offene Fragen: Wer kennt das junge Pärchen, welches sich ebenfalls an jenem 3. Mai 1994 im Strandbad aufhielt? Wer war der junge Mann, der in den Tagen von Reginas Verschwinden im Bereich der Stallanlagen gesehen wurde? Mit diesen und weiteren Fragen wendet sich der erste Kriminalhauptkommissar Ulf Jokiel nun an Rudi Cerne und die ZDF-Zuschauer.1)POL-NB: Cold Case aus Greifswald am 31. Januar 2018 bei “Aktenzeichen XY… ungelöst” -Verdacht des Mordes aus dem Jahr 1994- aus presseportal.de, abgerufen am 30. Januar 2018

Riesen-Coup im Autohaus
Unglaublicher Einbruch in ein Autohaus: Über Nacht verschwinden sieben Luxus-Autos. Doch woher hatte die Bande ihre Informationen? Die Spurensuche gestaltet sich schwierig.

Die Tat ereignete sich in der Nacht zu Sonntag, den 24. April 2016 auf dem Gelände des Porsche-Zentrums Trier in der Rudolf-Diesel-Straße. Die bis heute unbekannten Täter entwendeten in jener Nacht aus der Werkstatt und vom Betriebshof des Sportwagenhändlers sieben Fahrzeuge (Porsche 911 Cabrio, 911 C4 Coupé, zwei Porsche Macan Turbo, Macan S Diesel, zwei Cayenne S Diesel) und fünf Kennzeichensätze (drei mit der Kennung TR – PZ, zwei luxemburgische Kennzeichen). Außerdem wurde von einem benachbarten Firmengelände ein weiterer Kennzeichensatz gestohlen. Der Gesamtschaden beläuft sich auf rund 600.000€.

Unklar ist bis heute, wie die Täter die Fahrzeuge abtransportierten. Es besteht zum einen die Möglichkeit, dass die Fahrzeuge vom Gelände gefahren wurde, andererseits ist auch ein Abtransport per LKW denkbar. Bis heute fehlt von den Tätern und den entwendeten Fahrzeugen jede Spur, für die zuständigen Ermittler sind unter anderem die folgenden Fragen daher von größtem Interesse.2)Porsche-Schock in Trier: Dreiste Diebe stehlen Autohändler sieben Luxusautos aus Focus online, abgerufen am 30.01.2018

Sieben Luxusautos entwendet

  • Wer hat am vergangenen Wochenende, insbesondere in der Nacht von Samstag auf Sonntag verdächtige Wahrnehmungen im Bereich des genannten Autohandels oder des Industriegebietes Trier-Nord gemacht?
  • Wer hat zu dieser Zeit oder davor verdächtige Fahrzeuge, evtl. mit Anhänger oder LKW, gesehen?
  • Wer hat zur Tatzeit Porsche-Fahrzeuge gesehen, die am Tatort oder in der Nähe geführt wurden?
  • Wer kann sonstige sachdienliche Hinweise geben?

Verfolgungsjagd
Drei Räuber überfallen ein Juweliergeschäft. Ihre Beute: Uhren im Wert von einer halben Million Euro. Als sie die Flucht ergreifen, nimmt der Goldschmied die Verfolgung auf.

In diesem am morgigen Mittwoch bei XY vorgestellten Fall sind sich die Ermittler inzwischen sicher, dass dieselben Täter ein weiteres Mal zugeschlagen haben. Der erste Raubüberfall ereignete sich am Donnerstag, den 6. April 2017 um 10.22 Uhr. Die drei unbekannten Täter betraten das Juweliergeschäft in der Koblenzer Schlossstraße, bedrohten einen Angestellten mit einer Schusswaffe und konnten mit mehreren hochwertigen Uhren durch eine Einkaufspassage, in welcher sie für ihre weitere Flucht Fahrräder abgestellt hatten, entkommen. Von den Tätern liegen Personenbeschreibungen vor:3)Koblenzer Juwelier überfallen: Drei Täter flüchten auf Fahrrädern [2. Update] aus: Rhein-Zeitung, abgerufen am 30. Januar 2018

Täter 1

  • 25 bis 30 Jahre alt
  • schlanke Statur
  • grauer Anzug (Sakko und Hose)
  • weißer Pullover,
  • graue „Schieberkappe“,
  • schwarze Brille

Täter 2

  • 25 bis 30 Jahre alt
  • kräftige Statur
  • Glatze
  • graue Hose
  • Tuch vor dem Gesicht
  • Baseballkappe in Tarnfarbe
  • Jacke in Tarnfarbe

Täter 3

  • grauer Kapuzenpullover
  • Baseballkappe
  • schwarze Umhängetasche
  • rote/rostfarbene Hose

Etwa 8 Monate später, am 13. Dezember 2017 wurde dasselbe Juweliergeschäft dann erneut das Ziel eines Raubüberfalls. An jenem Mittwoch betraten wieder 3 unbekannte Männer das Geschäft, bedrohten eine Mitarbeiterin und konnten abermals sowohl mit hochwertigen Uhren, als auch mit ihren zuvor in der Einkaufspassage bereitgestellten Fahrrädern fliehen. Von Tätern und Beute aus beiden Raubüberfällen fehlt jede Spur, weshalb sich die zuständige Kriminaldirektion Koblenz nun mittels Aktenzeichen XY … ungelöst an die breite Öffentlichkeit wendet.4)POL-PPKO: Koblenz: Raubüberfall auf Juwelier in Koblenz – Polizei fahndet in XY-ungelöst aus presseportal.de, abgerufen am 30. Januar 2018

Überfall auf Autofahrer
Finstere Nacht, am Straßenrand steht eine Frau, die wild gestikuliert. Ein Autofahrer hält hilfsbereit an. Doch plötzlich taucht ein Mann auf und beginnt, auf ihn einzuschlagen.

Quelle: PP Trier

Mit Phantombildern fahndet die in diesem Fall zuständige Kriminaldirektion Trier nach einem Mann und einer Frau, die am 24. April 2017 auf einem Parkplatz an der B419 zwischen Wincheringen und Palzem (Kreis Trier-Saarburg) einen 29-jährigen Autofahrer überfallen haben. Das Opfer des Überfalls war an jenem Montagmorgen mit seinem Fahrzeug in Höhe des Parkplatzes “Wehr” unterwegs, als er von einer Frau in einer vermeintlichen Notlage angehalten und auf einen nahegelegenen Waldweg gelotst wurde. Dort wurde er unvermittelt von einem dort wartenden Mann angegriffen und bis zur Bewusstlosigkeit geschlagen. Zeugen fanden den verletzten Mann schließlich und alarmierten Polizei und Rettungskräfte. Nach den Ermittlungen der Polizei soll das kriminelle Paar mit einem weißen PKW (vermutlich Peugeot Kombi) unterwegs gewesen sein.

Quelle: PP Trier

Bereits eine knappe Woche zuvor, am 18. April 2017, hatte es in Luxemburg, zwischen den Ortschaften Ehnen und Lenningen einen ganz ähnlichen Vorfall gegeben. Hier wurde ein Motorradfahrer das Opfer. Da die beiden Tatorte in unmittelbarer Nähe zueinander liegen, geht die Polizei von einem Zusammenhang zwischen den Taten aus. Von besonderem Interesse sind für die Polizei Zeugen, die etwas zu Tat, Tätern oder dem zur Tatausübung verwendeten Fahrzeug sagen können. Außerdem werden auch weiterhin Zeugen gesucht, die Angaben zu Vorkommnissen auf dem Parkplatz “Wehr” machen können.5)Fahndung nach Raub auf Parkplatz aus: polizei.rlp.de, abgerufen am 30. Januar 2018

Täterin

  • ca. 18 – 22 Jahre alt
  • sehr jung
  • vermutlich schwarz gefärbte Haare mit blondem Haaransatz
  • ca. 160 – 165 cm groß
  • schwarzer Rock
  • schwarze Jacke

Täter

  • größer als die Frau
  • etwa 30 Jahre alt
  • schwarzer gepflegter Bart
  • schwarze, kurze Haare
  • beige- bis ockerfarbene Hose

Tod eines Managers
Warum musste der Manager der Kastelruther Spatzen sterben? Seit 20 Jahren versucht die Kripo, diesen mysteriösen Fall zu klären.

Am 6. März 1998 kam Karlheinz Gross, der damalige Band-Manager der Kastelruther Spatzen und Bruder vom Keyboarder Albin Gross, in Magdeburg unter mysteriösen Umständen ums Leben. An jenem Freitagabend war der 39-Jährige auf dem Weg in ein Industriegebiet, um die Reparatur des Tour-Busses zu bezahlen. Gegen 18:15 Uhr wurde er dort von einem LKW-Fahrer mit schwersten Verletzungen des Kopfs und Oberkörpers aufgefunden. Trotz einer sofort eingeleiteten Not-Operation verstarb Karlheinz Gross später in der Universitätsklinik. Eine rechtsmedizinische Untersuchung ergab, dass die Verletzungen am Oberkörper vermutlich vom Überrollen durch ein Fahrzeug herrührten, die Verletzungen des Kopfes seien dem Band-Manager mit einem stumpfen Gegenstand beigebracht worden. So ranken sich bis heute verschiedenste Theorien um den Tod des “Spatzen”. Ein Sprecher der zuständigen Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Nord sagte gegenüber der BILD-Zeitung: “Die Verletzungen am Oberkörper weisen auf einen Unfall mit einem Fahrzeug hin, woher die Kopfverletzungen kommen, ist unklar. Beide Verletzungsmuster für sich genommen waren tödlich.” Außerdem ist die Kripo sicher, dass der Auffindeort der sterblichen Überreste von Karlheinz Gross nicht der Ort sei, an dem der Familienvater zu Tode gekommen sei.6)Wer ermordete den Boss der Kastelruther Spatzen? aus: BILD.DE, abgerufen am 30. Januar 2018

Nun sollen die XY-Zuschauer helfen, den nun beinahe 20 Jahre zurückliegenden mysteriösen Tod von Karlheinz Gross doch noch aufzuklären. Auch Familie und Band versuchten jahrelang auf eigene Faust und mit Privatermittlern neue Hinweise zu bekommen. So sagte Bruder Albin gegenüber der BILD-Zeitung: „Wir wollen nicht aufgeben. Die Familie und die Kastelruther Spatzen setzen 50 000 Euro Belohnung aus, die hoffentlich zur Ergreifung des oder der Täter führen.“7)ebd.

Weitere in der Sendung geplante Fälle

POL-BS: XY-Fahndung nach Braunschweiger Messerstecher – presseportal.de
Im Außerfern vermisste Frau wird Fall für Aktenzeichen XY – Tiroler Tageszeitung

Sendetermin

Mittwoch, 31. Januar 2018 – 20.15 Uhr – ZDF (Wiederholung: 00:00 Uhr – zdfneo)

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