Vorschau: Aktenzeichen XY am 5. April 2017

In dieser Kiste, welche an der Elbe bei Vockerode gefunden wurde, befand sich eine männliche Leiche | Bildquelle: Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Ost

Rund vier Wochen sind seit der letzten XY-Sendung vergangen, in welcher unter anderem über den grausamen Doppelmord von Höfen berichtet wurde. Nun geht die zuständige Kripo endgültig davon aus, den Fall geklärt zu haben. Seit dem gestrigen Montag sitzt nun auch der vierte Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Es handelt sich um einen 32-jährigen Polen, welcher in Stettin festgenommen wurde. Zuvor waren bereits die Schwester des Mannes, deren Sohn und ein weiterer Bekannter festgenommen worden. Während die Frau bereits in Deutschland in Untersuchungshaft sitzt, haben die zuständigen Behörden für die drei Männer die Auslieferung beantragt. Das einzige überlebende Opfer der brutalen Tat ist noch immer nicht vernehmungsfähig. Zwar gehe es der 76-Jährigen “den Umständen entsprechend gut”, für eine Zeugenanhörung sei die Rentnerin laut Markus Deindl, Chef der Soko “Höfen”, aber noch nicht stabil genug1)Kettinger, Natalie, “Der Doppelmord von Höfen ist aufgeklärt” in: Abendzeitung München online, abgerufen am 4. April 2017. In der morgigen ersten XY-Ausgabe im April 2017 (es folgt eine weitere am 26.4.) geht es unter anderem um einen Polizistenmord, einen unbekannten Toten und einen brutalen Angriff auf ein Ehepaar. Die Vorschau.

Rätselhafter Mord
Ein Polizeibeamter wird in seiner Garage brutal ermordet. Was ist das Motiv für die Tat? Und wer ist der Unbekannte, der nach dem Mord mit dem Auto des Opfers unterwegs ist? (e110.de)

Am 23. November 2009 wurde der Hauptkommissar Steffen Meyer aus Lauchhammer (Oberspreewald-Lausitz / Brandenburg) ermordet. An jenem Montagnachmittag hatte der 46-Jährige seinen 17-jährigen Sohn zum Arzt begleitet, wollte anschließend für ihn noch etwas aus der Apotheke besorgen und dann – wie üblich – das Auto in seiner Garage abstellen. Als Steffen Meyer an jenem Tag nicht nach Hause kommt und auch nicht an sein Handy geht, macht sich seine Ehefrau Sorgen. Gegen 20.45 Uhr macht sie dann an der Garage die grausame Entdeckung: Sie findet ihren toten Ehemann2)Bischoff, Katrin, “Beamter aus Lauchhammer nach einem Kampf getötet” in: Berliner Zeitung online, abgerufen am 4. April 2017. Die Obduktion ergibt später, dass er durch zahlreiche Stichverletzungen in Brust und Rücken sowie Gewalt gegen den Kopf gestorben ist. Spuren an seiner Kleidung und am Tatort deuten auf einen heftigen Kampf hin3)Reinhard, Ulla, “Nach dem gewaltsamen Tod eines Polizisten in Lauchhammer hat die Polizei eine erste heiße Spur” in: Berliner Zeitung online, abgerufen am 4. April 2017. Das Auto des Polizeibeamten – ein silberfarbener Opel Vectra mit dem amtlichen Kennzeichen OSL-B 154 – ist verschwunden.

Der mutmaßliche Täter
Quelle: Polizei

Rund 2 Stunden später ergibt sich die erste heiße Spur. Eine stationäre Blitzeranlage in der Ortschaft Diesbar-Seußlitz zwischen den sächsischen Städten Riesa und Meißen löst aus und macht ein Foto eines etwa 20-40 Jahre alten Manns, der mit dem Auto des Opfers unterwegs ist. Wenige Minuten zuvor hat der mutmaßliche Täter bereits die Kontrolle über den Opel verloren, dabei die Beifahrertür stark beschädigt und die hintere Stoßstange verloren. Gegen 4.30 Uhr am nächsten Morgen wird der verlassene Vectra dann wiederum kurz hinter der Landesgrenze zu Brandenburg nahe der sächsischen Ortschaft Blochwitz aufgefunden4)ebd.. Nach der Veröffentlichung des Blitzerfotos durch die zuständige Polizei geraten zwei Männer ins Visier der Ermittler. Der Verdacht erhärtet sich jedoch nicht5)Kaufmann, Marion, “Polizistenmord auch nach 5 Jahren ungesühnt” in: Märkische Allgemeine online, abgerufen am 4. April 2017. Der Mord an Steffen Meyer ist bis heute ungeklärt, daher wendet sich die Polizei nun am morgigen Mittwoch an die ZDF-Zuschauer. Für Hinweise, die zur Aufklärung des Mordes an Steffen Meyer führen, haben Innen- und Justizministerium des Landes Brandenburg eine Belohnung in Höhe von 10.000€ ausgesetzt6)ebd..

Ehepaar fast totgeschlagend
Die Pächter eines Restaurants werden nachts am Hintereingang ihres Lokals von zwei Räubern überfallen. Die Täter prügeln rücksichtslos mit Holzknüppeln auf sie ein – mit dramatischen Folgen. (e110.de)

Der Fall ereignete sich am Montag, den 3. Oktober 2016 in Tübingen (Baden-Württemberg). Das 59 und 53 Jahre alte Pächterehepaar verließ an jenem “Tag der deutschen Einheit” in den frühen Morgenstunden das von ihnen gepachtete Lokal “Boccia Bahn” in der Nürtinger Straße und wurde unvermittelt von zwei bislang unbekannten Tätern mit Holzlatten angegriffen. Beide Opfer erlitten hierbei so schwere Verletzungen, dass sie längere Zeit stationär im Krankenhaus verbleiben mussten. Trotz umfangreicher Untersuchungen durch das zuständige Kriminalkommissariat Tübingen konnten die Täter, welche mit den Tageseinnahmen entkamen, bis heute nicht ermittelt werden.

Kriminaloberkommissar Uwe Krauß, der den Fall im Studio vorstellen wird, hofft nun auf die Hilfe der XY-Zuschauer. Für sachdienliche Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, hat die Staatsanwaltschaft Tübingen eine Belohnung in Höhe von 2.000€ ausgesetzt.7)Polizeipräsidium Reutlingen, “POL-RT: Raubüberfall auf Pächterehepaar – Tübinger Fall bei “Aktenzeichen XY…ungelöst”” in: Presseportal, abgerufen am 4. April 2017

Ermordeter gibt Rätsel auf
Eine Kiste treibt im Fluss. Darin: die Leiche eines unbekannten Mannes. Er ist fast nackt, persönliche Gegenstände fehlen. Wer ist der Tote? Und warum musste er sterben? (e110.de)

Die Tätowierung des unbekannten Toten
Quelle: Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Ost

Am 5. Juli 2016 entdeckte ein Paddler am Ufer der Elbe in Vockerode eine metallene Kiste, in welcher sich die sterblichen Überreste eines Mannes befanden. Die Obduktion ergab, dass der Mann das Opfer eines Tötungsdelikts wurde. Trotz umfangreicher Ermittlungen konnte die Identität des Toten bis heute nicht endgültig geklärt werden. Das Opfer ist 45 bis maximal 60 Jahre alt, von athletischer Statur, ca. 180 cm groß und circa 75 kg schwer. Auf seinem linken Unterarm befindet sich in schwarzer Schrift die Tätowierung “Michaela”. Am rechten Ringfinger trug der Mann einen goldenen Ring, ebenfalls mit der Gravur “Michaela”8)Polizeipräsidium Mittelfranken, “POL-MFR: (1289) Fund einer Leiche in der Elbe nahe Vockerode / Sachsen-Anhalt” in: Presseportal, abgerufen am 4. April 2017.

Der unbekannte Tote
Quelle: Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Ost

Eine Isotopenanalyse des rechtsmedizinischen Instituts in München ergab, dass der Unbekannte sich bereits etwa seit 10 Jahren in Deutschland aufhielt, jedoch vermutlich aus dem südöstlichen Teil Europas stammt, wahrscheinlich aus dem ehemaligen Jugoslawien, Bulgarien oder Rumänien. Ermittlungen der Polizei führten zu der Erkenntnis, dass die Kiste mit dem Leichnam des Mannes irgendwann vor dem 5. Juli 2016 von der Brücke der Autobahn 9 in die Elbe geworfen wurde. Außerdem konnte nach einer Gesichtsrekonstruktion eine Zeichnung des Opfers angefertigt werden.

Bei der Kiste, in welcher sich die sterblichen Überreste des Mannes befanden, handelt es sich um eine Werkzeugtruhe, die Anfang der 90er Jahre in großer Stückzahl produziert wurde. Sie trägt die Aufschrift “Albert Glück”. Auffällig sind neben diesem Namen auch die Aufkleber an der Deckelinnenseite: Ein Aufkleber trägt den Slogan “Original Betra Qualität”, der andere zeigt zwei Mainzelmännchen des ZDF.9)“Mit neuen Erkenntnissen will Polizei endlich Identität klären” in: Mitteldeutsche Zeitung online, abgerufen am 4. April 2017

Die Polizei stellt folgende Fragen

  • Wer ist der Getötete?
  • Wer hat den Mann vor dem 5. Juli 2016 gesehen?
  • Wo wurde der Mann vor dem 5. Juli 2016 gesehen?
  • Wer kann Angaben zu den Gegenständen (Ring, Kiste) sowie zu der Tätowierung machen?
  • Wer hat vor dem 5. Juli 2016 relevante Beobachtungen im Bereich der Elbbrücke der Autobahn A9 gemacht?

Quelle und weitere Bilder: Mit neuen Erkenntnissen will Polizei endlich Identität klären – Mitteldeutsche Zeitung online

Hinweise nimmt die Polizei nicht nur unter der Rufnummer 0340/6 00 02 91 oder per E-Mail: lfz.pd-ost@polizei.sachsen-anhalt.de entgegen, sondern wendet sich nun am morgigen Mittwoch auch bundesweit an die XY-Zuschauer.

Weitere in der Sendung geplante Fälle

„Aktenzeichen XY … ungelöst“ rollte Mendener Fall auf – Westfalenpost.de

Fall Malina bei Aktenzeichen XY – Mittelbayerische.de

Sendetermin

Mittwoch, 5. April 2017 – 20.15 Uhr – ZDF (Wiederholung: 00:00 Uhr – zdfneo)

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