Vorschau: Aktenzeichen XY am 5. Oktober 2016

Daniela Gabert († 9) wurde nach dem Besuch des Stadtfestes in Querfurt ermordet. | Symbolfoto

Am 9. Februar 1990 stellte Eduard Zimmermann als letzten Studiofall der Sendung das mysteriöse Verschwinden der 41-jährigen Birgit Meier aus Brietlingen-Moorburg (Landkreis Lüneburg) vor. Wie die Staatsanwaltschaft Lüneburg heute bekannt gab, konnte dieser sog. “Cold Case” nach 27 Jahren höchstwahrscheinlich aufgeklärt werden. Durch neueste forensische Methoden konnte auf einer – bereits damals im Haus des Tatverdächtigen sichergestellten – Handfessel die DNA der vermissten Birgit Meier festgestellt werden. Der schon 1989 in den Fokus der Ermittlungen geratene Kurt-Werner W., ein Friedhofsgärtner, muss für seine Tat allerdings nicht mehr vor Gericht: Er nahm sich bereits 1993 das Leben. Bis heute fehlt von Birgit Meiers Leiche jede Spur, die Ermittler überprüfen nun, ob sie mit Kurt-Werner W. vielleicht sogar das Opfer eines Serientäters wurde: In der Region südlich von Hamburg sind bis heute 6 weitere Morde ungeklärt. [1] [2] [3] Auch in der morgigen Ausgabe von Aktenzeichen XY … ungelöst bittet Rudi Cerne die ZDF-Zuschauer in einem “Cold Case” um Hilfe. Neben dem Mord an der 9-jährigen Daniela Gabert aus Obhausen in der ehemaligen DDR im Jahr 1988, hoffen die zuständigen Ermittler bei drei weiteren ungelösten Tötungsdelikten auf die Mithilfe der Zuschauer. Die Vorschau.

Endstation Kirmes
Ein neunjähriges Mädchen ist mit seiner Schwester auf der Kirmes. Die Kinder trennen sich dort. Wenig später wird das Mädchen ermordet aufgefunden. Ein Fall, der sich vor 28 Jahren in der damaligen DDR ereignete und nie geklärt werden konnte. Vielleicht klappt es jetzt. (e110.de)

Daniela Gabert Quelle: Kripo Live / MDR
Daniela Gabert († 9)
Quelle: Kripo Live / MDR

Der bis heute ungeklärte Mordfall an Daniela Gabert aus Obhausen (Saale-Kreis / Sachsen-Anhalt) geschah am 25. Juni 1988. Die 9-Jährige hatte an jenem Samstag mit ihrer Schwester den Rummel im knapp 5 km entfernten Querfurt besucht. Die kleine Stadt westlich von Halle feierte an diesem Wochenende ihr 1.100-jähriges Bestehen. Da die Schwestern gegen 16 Uhr eine Freundin auf dem Stadtfest getroffen hatten, gingen sie nicht – wie ursprünglich verabredet – gemeinsam nach Hause. Während Danielas zwei Jahre ältere Schwester Sandra sich auf den Weg von Querfurt nach Obhausen machte, entschied die Zweitklässlerin Daniela noch auf der Kirmes zu bleiben. Gegen 17 Uhr macht sich dann aber auch sie auf den Heimweg. Zuhause bei den Gaberts kommt sie allerdings nicht mehr an. Danielas Eltern fangen an Nachbarn zu befragen und die Gegend abzusuchen: erfolglos. Die eingeschaltete Polizei macht dann am nächsten Tag die schreckliche Entdeckung. Sie finden Danielas Leiche zwischen Querfurt und Obhausen in nur rund 200 Metern Entfernung zu ihrem Elternhaus.

Danielas bis heute verschwundene Schuhe Quelle: Polizei
Daniela Gaberts bis heute verschwundene Schuhe
Quelle: Polizei

Die 9-Jährige wurde erwürgt. Spuren an ihrer Kleidung lassen auf ein sexuelles Motiv schließen. Die Polizei ist sich sicher, dass der Tat- und Fundort von Danielas Leiche unterschiedlich sind. Nicht nur ein kleines Bahnhäuschen, welches als Tatort in Frage kommt, rückt nun in den Mittelpunkt der Ermittlungen, sondern auch ein 24-jähriger Hilfsschüler, welcher die Tat unumwunden zugibt. Bei der anschließenden Tatrekonstruktion stimmen die Angaben des mutmaßlichen Täters nicht mit der Tatort- und Auffindesituation überein. Somit kommt der Tatverdächtige wieder auf freien Fuß. Auch ein im Jahr 2001 angefertigter DNA-Test kann keinen eindeutigen Beweis liefern. Seitdem liegen die Ermittlungen zum Mord an Daniela Gabert aus Obhausen auf Eis, laut Staatsanwaltschaft Halle sind die “polizeilichen Ermittlungsmöglichkeiten […] ausgeschöpft”. Daher bittet der zuständige Staatsanwalt Klaus Wiechmann nun die XY-Zuschauer um Mithilfe und hofft auf neue Zeugenhinweise – vor allem zu einem wichtigen Detail: Danielas auffällige Schuhe sind bis heute verschwunden. [1] [2]

Zu Tode geprügelt
Ein hochbetagter Senior wird in seiner Wohnung so brutal misshandelt, dass er stirbt. Die Täter stellen die Wohnung auf den Kopf. Sie finden einen Koffer voller Bargeld und flüchten. (e110.de)

Siegried Walischewski († 89) Quelle: Polizei Berlin
Siegried Walischewski († 89)
Quelle: Polizei Berlin

Der Mord am 89 Jahre alten Siegfried Walischewski ereignete sich am 29. Februar 2016 im Berliner Stadtteil Spandau. An diesem Montag waren zwischen 16 und 19 Uhr mehrere Männer – von denen mindestens einer als DHL-Bote getarnt war – in die Wohnung des Rentners im Kulbeweg eingedrungen und hatten ihn und seine 52-jährige Haushaltshilfe gefesselt, geknebelt und ihre bereits wehrlosen Opfer misshandelt. Der 89-jährige Siegfried Walischewski erlag später im Krankenhaus seinen schweren Kopfverletzungen. Die Täter durchsuchten mehrere Stunden die Wohnung ihres Opfers und konnten schließlich mit einem Koffer voller Bargeld, den der Senior wegen seines Misstrauens gegenüber Banken zuhause deponiert hatte, und einer alten Waffe aus dem 1. Weltkrieg entkommen.

Die Fragen der Kripo:

  • Wer hat am 29.02.2016 zwischen 15.30 Uhr und 19.00 Uhr sowie am 26.02.2016 zwischen 15.30 Uhr und 16.30 Uhr Auffälliges beobachtet?
  • Insbesondere vermeintliche DHL-Boten und Personen die augenscheinlich keinen Bezug zum Wohngebiet rund um den Kulbeweg haben?
  • Wer kannte Siegfried Walischewski näher und kann Angaben zu ihm machen?

Bereits am Freitag vor der Tat, dem 26. Februar 2016, hatte ein vermeintlicher Kurierfahrer bei dem 89-jährigen Rentner geklingelt. Die zuständige Kripo ist der Überzeugung, dass auf diese Weise das Umfeld ausspioniert wurde und erhofft sich neue Zeugenhinweise von den ZDF-Zuschauern. [1] [2]

Angriff aus dem Nichts
Eine lebenslustige Witwe wird in ihrem Haus auf brutale Art und Weise getötet. Für die Kripo ist ein Motiv nicht erkennbar, Feinde hatte die Rentnerin nicht. Die Polizei steht vor einem Rätsel, das sie mit Hilfe von XY lösen will. (e110.de)

Gisela Schwarz († 72) Quelle: Polizei
Gisela Schwarz († 72)
Quelle: Polizei

Die 72-jährige Gisela Schwarz wurde in der Nacht vom 2.  auf den 3. Juni 2015 in ihrem Haus am Fichtenauer Weg in Erkner (Landkreis Oder-Spree / Brandenburg) ermordet. Die Witwe, welche das kleine Häuschen seit dem Tod ihres Mannes alleine bewohnte, war an jenem Abend des 2. Juni bis etwa 21 Uhr bei einer Nachbarin zu Besuch. Später an diesem Tag hatte sie sich noch mit ihrer Schwiegertochter für den übernächsten Tag verabredet. Als die Frau ihres ältesten Sohnes dann aber am 4. Juni bei der älteren Dame klingelte, war diese bereits tot – erstochen von einem bisher unbekannten Täter.

Aus dem ohnehin bescheidenen Haushalt fehlte – bis auf etwas Bargeld und eine auf den Namen Gisela Schwarz ausgestellte EC-Karte der Commerzbank (Kartennummer: 0891/89055) – nichts. Diese EC-Karte ist bis heute verschwunden. Ein Motiv ist für die Polizei nur schwer greifbar: War Gisela Schwarz nur ein Zufallsopfer, welches ihren Mörder überraschte? Für eine Beziehungstat gibt es keinerlei Anhaltspunkte.

Die Fragen der Polizei

  • Wer hat in der Nacht vom 02. zum 03. Juni 2015 verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Fichtenauer Weg in Erkner beobachtet?
  • Wer weiß, wo sich die EC-Karte von Gisela Schwarz befindet?
  • Wer kann sonst etwas zu dem Verbrechen an Gisela Schwarz sagen?

Für Hinweise, die zur Aufklärung des Mordes an Gisela Schwarz führen, ist eine Belohnung in Höhe von 2.500€ ausgesetzt. [1] [2]

Tödlicher Faustschlag
Ein 68-jähriger Mann ist auf dem Weg zum Arzt. Da wird er auf offener Straße von einem Unbekannten angegriffen. Der Fremde schlägt nur einmal zu. Doch dieser Schlag hat furchtbare Folgen. (e110.de)

Die Tat ereignete sich am 2. Juni 2015 am Friedrichsring in Mannheim. Nach einer verbalen Auseinandersetzung schlug der etwa 25 Jahre alte Täter dem 68-jährigen Opfer unvermittelt ins Gesicht. Dieser stürzte und zog sich dabei Brüche der Gesichtsknochen, eine Hirnblutung und ein Trauma des Augapfels zu. Obwohl der ältere Herr sofort notfall- und – später im Krankenhaus – intensivmedizinisch behandelt wurde, erlag er am 14. Juli 2015 seinen schweren Verletzungen.

Bis heute konnte der Täter nicht ermittelt werden. Er ist etwa 190cm groß, hatte eine sportliche Figur und dunkle lockige Haare, welche an den Seiten kurz geschnitten waren. Er trug eine dunkle Jogginghose und einen mit der Aufschrift “Red Bull” versehenen blauen Kapuzenpullover. Für Hinweise, die zur Ergreifung dieses Mannes führen, ist eine Belohnung in Höhe von 2.000€ ausgesetzt. [1] [2]

Nominierung zum XY-Preis 2016

XY-Preis 2016: Rettender Tritt
Gedämpfte Schreie dringen aus einer Wohnung. Ein Sportstudent verschafft sich Zutritt, indem er die Wohnungstür eintritt – und er verhindert damit in letzter Sekunde einen Mord. (e110.de)

Weitere in der Sendung geplante Fälle

Raubmord an 85-Jähriger erneut Thema bei „Aktenzeichen XY“” (Focus.de)

“„Aktenzeichen XY“ befasst sich mit Leiche in Gebüsch” (FAZ)

“Fahndung nach Ex-RAF-Trio LKA hofft auf Hinweise durch TV-Sendung” (n-tv)

 

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