Vorschau: Aktenzeichen XY am 6. August 2014

Katrin Konert

In der ersten XY-Spezialausgabe “Wo ist mein Kind” wurde am 30. März 2011 über den Fall der seit dem Neujahrstag 2001 verschwunden 15-Jährigen Katrin Konert aus Groß Gaddau im Landkreis Lüchow-Dannenberg berichtet. Obwohl damals etliche Hinweise zum Verschwinden der Schülerin eingingen, konnte der Fall bis heute nie geklärt werden und wird nun – am morgigen Mittwoch – in der August-Ausgabe von Aktenzeichen XY… ungelöst wieder behandelt.

Etliche Ungereimheiten gab es in diesem Vermisstenfall. Fakt ist, dass Katrin am Neujahrsmontag 2001 ihren Freund in Bergen/Dumme besuchen wollte und von dort aus ins rund 10km Luftlinie entfernte Groß Gaddau trampen wollte. 500m lief sie bis zur Neuen Straße und wurde dort noch von einem Bekannten gefragt, ob er sie mitnehmen solle. Da es zuvor aber Blitzeis gegeben hatte und Katrin den Fahrstil des Mannes kannte, lehnte sie dieses Angebot ab. 20 Minuten später – gegen 19.40 Uhr – soll dann laut einer Zeugin ein dunkler BMW mit Berliner Kennzeichen bei der jungen Tramperin angehalten haben. Ob Katrin einstieg ist unklar. 2006 – gut fünf Jahre nach Katrins Verschwinden – klingelt bei einer von ihren Schwestern das Telefon. Eine unbekannte Frau mit osteuropäischem Akzent sagt nur “BMW, Schwarz, Hamburg” – dann legt sie auf. Der Anruf kam aus einer Nürnberger Telefonzelle. Bis heute ist der Fall Katrin Konert – welche am 20. September 2014 29 Jahre alt werden würde – ungelöst.

Die XY-Topfahndung beschäftigt sich diesmal mit dem Mord am 8-Jährigen Armani aus Freiburg. Die Leiche des Jungen war vor gut 2 Wochen in einem Bach gefunden worden, rund 4km von dem Spielplatz entfernt auf dem er am Abend zuvor zuletzt lebend gesehen worden war. Der zuständigen Polizeibehörde fehlt bisher eine heiße Spur, weshalb sich die Kripo nun an die ZDF-Zuschauer wenden wird.

Außerdem sind laut e110.de folgende Fälle für die Sendung geplant:

Mord an Familienvater – Das Motiv ist ein großes Rätsel
Am späten Abend klingelt es an der Tür eines Reihenhauses. Der Familienvater will öffnen. Doch an der Glastür fallen plötzlich Schüsse. Tödlich getroffen bricht der Hausbewohner zusammen. Der Täter kann unerkannt entkommen. Die Polizei steht vor einem Rätsel, denn weit und breit gibt es kein Motiv für die Bluttat.

Jürgen Volke († 53) Quelle: Polizei
Jürgen Volke († 53)
Quelle: Polizei

Hierbei geht es um den Mord am 53-Jährigen Jürgen Volke aus dem hessischen Hanau. Am 4. September 2013 war der vierfache Familienvater durch die Tür seines Hauses in der Gallienstraße erschossen worden. An diesem Abend hatte es kurz vor Mitternacht an der Haustür geklingelt; noch bevor Jürgen Volke öffnen konnte wurde er durch den Glaseinsatz von 3 Kugeln tödlich getroffen. Die Polizei fragt, wer im Zeitraum der Tat verdächtige Beobachtungen zu Personen oder Fahrzeugen im Bereich der Gallienstraße gemacht hat. Für Hinweise die zur Lösung des Falls führen, hat die Staatsanwaltschaft Hanau eine Belohung in Höhe von 3.000€ ausgesetzt.

Prostituierte in Gefahr – Der Straßenstrich wird zur Falle
Eine junge Bulgarin ist erst seit ein paar Tagen in Deutschland. Sie will als Prostituierte auf dem Straßenstrich arbeiten und für ihre Familie zuhause Geld verdienen. Mit den Gefahren, die in diesem Gewerbe lauern, rechnet sie nicht. Immerhin ist einige Monate zuvor eine Kollegin spurlos verschwunden, nachdem sie zu einem Freier ins Auto gestiegen war. Die 21-Jährige versucht das auszublenden. Das hat fatale Folgen: Auch sie wird Opfer eines Verbrechens.

Wer kennt diesen Mann? Quelle: Polizei
Wer kennt diesen Mann?
Quelle: Polizei

Die Tat ereignete sich laut Heilbronner Stimme in der Nacht zum 23. Oktober 2013. Eine 22-Jährige Bulgarin, welche an der Heilbronner Hafenstraße als Prostituierte arbeitete, stieg gegen 23:30 Uhr in das Auto eines vermeintlichen Kunden, welches aus Richtung Bahnhof angefahren kam. Anstatt an einen vereinbarten Ort zu fahren, fuhr der Täter mit der jungen Frau auf einen einsamen Feldweg hinter ein Gebüsch, wo sie von ihm geschlagen und anschließend zum Geschlechtsverkehr gezwungen wurde. Nachdem die Frau flüchten konnte, erstattete sie Anzeige und konnte den Täter sehr gut beschreiben. Demnach sprach der etwa 35 Jahre alte Mann deutsch und türkisch, hatte braune Augen, eine recht helle Haut und eine spitze Nase. Er war zwischen 190cm und 200cm groß und hatte einen deutlichen Bauchansatz. Beim Fahrzeug des Mannes soll es sich um einen silberfarbenen viertürigen PKW gehandelt haben, in dessen Kofferraum sich ein Eimer Farbe und eine Leiter befand. Während der Fahrt lief nach Angaben des Opfers mazedonische Musik. Eventuell steht die Tat in Zusammenhang mit der seit dem 19. Juli 2013 vermissten Atanaska Vasileva, deren Verschwinden bereits im September des letzten Jahres bei Aktenzeichen XY … ungelöst behandelt wurde.

Überfälle auf Nagelstudios – Opfer gefesselt und ausgeraubt
Zwei Nagelstudios werden überfallen. Der maskierte Täter geht überlegt und absolut sicher vor. Seine Beute: Bargeld und EC-Karten, mit denen er versucht, Geld abzuheben. Die Kripo ist ihm schnell auf den Fersen. Ein Fährtenhund verfolgt seine Spur bis zu einem Wohnblock …

Laut ad-hoc-news.de bittet in diesen Fällen die Kripo Rostock die ZDF-Zuschauer um Hilfe. Die beiden Überfälle ereigneten sich im März und Mai 2013 in den nordwestlichen Stadtteilen Schmarl und Evershagen. Der Täter, von dem ein Phantombild vorliegt, welches im Rahmen der Sendung gezeigt werden soll, flüchtete mit der Beute nachdem er die Mitarbeiterinnen gefesselt hatte.

Dreiste Steuerlüge – Betrüger luchsen Rentnerin 8.000 Euro ab
Eine 79-jährige Frau hat ihr Leben lang eisern gespart. 13.000 Euro sind auf ihrem Konto. Nicht viel, wenn man mit einer kleinen Rente einmal ins Pflegeheim muss. Kein Wunder, dass die Frau jeden Cent von ihren Ersparnissen schützen will. Doch bei dem Versuch, ihr Geld vor einer angeblich neuen Steuer zu retten, verliert sie fast alles, was sie hat.

Nach Informationen von Echo online ereignete sich dieser Trickbetrug in Pfungstadt (Hessen). Die Betrüger konnten eine 79-Jährige Rentnerin davon überzeugen, dass ihre Ersparnisse bei der Bank nicht mehr sicher seien. Die alte Dame hob daraufhin ihr Geld vom Konto ab. Währenddessen zerstachen die Täter ihre Autoreifen und erbeuteten – getarnt als Pannenhelfer – das Bargeld der Frau.

Einmal kurz unmaskiert – Serienräuber verbreitet Angst und Schrecken
Vier Banküberfälle, viermal derselbe Täter. Immer ist er bewaffnet und immer maskiert. Doch auf der Flucht sieht ihn ein Zeuge ohne Maske. Führt das Phantombild jetzt auf seine Spur?

Wer kennt diesen Mann? Quelle: Polizei
Wer kennt diesen Mann?
Quelle: Polizei

Vermutlich handelt es sich bei einem dieser Banküberfälle um einen auf eine Volksbank Filiale in Ahrbrück (Rheinland-Pfalz). Am 8. Januar 2013 hatte dort ein mit einer Sturmhaube vermummter und mit einem Revolver bewaffneter Mann fünf Angestellte der Bank zur Herausgabe von Bargeld gezwungen. Mit einer nur geringen Beute flüchtete er anschließend in einem grauen Opel Corsa mit gestohlenen Kennzeichen (AW – RK 1711) auf der B257 in Richtung Altenahr. Der ca. 50 Jahre alte Mann ist etwa 190 cm groß und hat eine kräftige Statur. Er war komplett schwarz gekleidet und trug eine nato-farbene Umhängetasche.

Für Hinweise, welche zur Ergreifung des Täters führen, ist eine Belohnung in Höhe von 1.500€ ausgesetzt.

Neben den aktuellen Fahndungen gibt es in der Sendung auch wieder einen Beitrag zum XY-Preis 2014 zu sehen.

Der XY Preis: Zwei 17-Jährige als Lebensretter
Samstagnacht. Zwei Schüler sind auf dem Nachhauseweg, als sie aus der Ferne plötzlich Autohupen und Schreie hören. Beherzt laufen sie los, um nachzusehen: Nicht weit von ihnen kauert ein Mann am Boden. Er wird von einem Anderen heftig gewürgt. Die Jungen erkennen sofort: Das blutüberströmte Opfer ringt um sein Leben. Die Jungen zögern nicht und greifen ein.

Die beiden Schüler wurden für ihren Mut und ihre Zivilcourage auch schon von der Kriminalpolizeiinspektion Fürstenfeldbruck ausgezeichnet, welche in einer Pressemitteilung über den Vorfall berichete.

Sendetermin

Mittwoch, 6. August 2014 – 20.15 Uhr – ZDF (Wiederholung: 00:45 Uhr – zdfneo)

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