Vorschau: Aktenzeichen XY am 8. April 2015

Unterhalb der Klippen von Sagres in der Algarve wurde die Leiche von Wolfgang Koszics († 72) gefunden Bildquelle: RainerSturm / pixelio.de

1996 wurde der Millionen-Erbe Jan Philip Reemtsma entführt. Nach 33 Tagen ließen die Entführer ihr Opfer gegen ein Lösegeld in Höhe von rund 15,3 Mio. € wieder frei. Das Geld ist bis heute zum Großteil verschwunden. Nun beschäftigt der Tod eines der Entführer die Polizei. Die Vorschau.

Am 14. Februar 2014 wurde vor der Küste der portugisischen Algarve die Leiche des 72-jährigen Wolfgang Koszics gefunden. Koszics gehörte zur vierköpfigen Bande um Thomas Drach, die die Reemtsma-Entführung geplant und durchgeführt hatten. Er wurde im Mai 1996 im spanischen Murcia festgenommen und am 14. Februar 1997 vom Hamburger Landgericht zu 10 1/2 Jahren Gefängnis verurteilt. Obwohl die portugiesische Polizei von einem Selbstmord ausgeht schließt das Landeskriminalamt Hamburg ein Tötungsdelikt nicht aus. Koszics trug keinerlei private Papiere bei sich und hatte zum Zeitpunkt seines Todes einen Blutalkoholwert von 4 Promille, obwohl er nicht getrunken haben soll. Nun reisen Hamburger Rechtsmediziner nach Portugal um den Leichnam Koszics zu untersuchen. Ein entsprechendes Rechtshilfeersuchen haben die portugisischen Behörden bereits bewilligt und auch mit Hilfe der ZDF-Zuschauer will die das LKA Hamburg nun Licht in die letzten Tage im Leben des Wolfgang Koszics bringen. [1] [2] [3]

Außerdem laut e110.de in der Sendung:

„Der Tote“ verschwindet spurlos – Mysteriöser Mordfall von 1993
Ein Mann betreibt einen illegalen Handel mit Gebrauchtwagen. Bekannten gewährt er hohe Kredite. Der 32-Jährige lebt unter falschem Namen und nennt sich selbst „Der Tote“. 1993 verschwindet er spurlos. Die Polizei geht von Mord aus. Jetzt – 22 Jahre später – wird der Fall neu aufgerollt.

Joachim Szieleit Quelle: Polizei
Joachim Szieleit
Quelle: Polizei

Der 32-jährige Joachim Szieleit wird seit dem 6. Mai 1993 vermisst. Der Mann aus Kassel führte ein durchaus eigentümliches Leben. “Der Tote” nannte sich so, da er weder polizeilich gemeldet war, noch ein Bankkonto oder eine offizielle Wohnung besaß. Sein kleines Appartement am Grünen Weg 21 in der Nähe des Kasseler Hauptbahnhofes hatte er unter falschem Namen angemietet. Wiederkehrende Ausgaben wie Miete oder Krankenversicherung bezahlte er stets im Voraus. Für seinen Lebensunterhalt handelte Szieleit mit Gebrauchtwagen. Seine Unterlagen und das nötige Bargeld trug er in Plastiktüten mit sich herum, häufig auch mal größere Summen. Des Weiteren verlieh “der Tote” auch Geld, meist mit horrenden Zinsen von bis zu 10%. Am 6. Mai 1993 kam Joachim Szieleit nicht zu einem verabredeten Treffen und wurde als vermisst gemeldet. Seitdem fehlt von ihm jede Spur. Am Tag vor seinem Verschwinden hatte er in Hameln zusammen mit einem Freund noch einen Wagen gekauft und währenddessen einen Anruf erhalten. Dort bot ihm ein Unbekannter einen 500er Mercedes für 80.000DM an, ein Schnäppchen. Der unbekannte Anrufer hinterließ aber keine Telefonnummer sondern gab an, sich wieder zu melden. Er schien sich in Kassel sehr gut auszukennen. Die Kriminalpolizei geht davon aus, dass Joachim Szieleit vom vermeintlichen Autoverkäufer in eine Falle gelockt wurde. Zuletzt lebend gesehen wurde er am morgen des 6. Mai 1993 in der Kasseler Stadtsparkasse – dort besaß er ein Bankschließfach. [1]

Bankraub in der Mittagspause – Geschlossene Bank überfallen
In der Mittagspause passt ein Mann einen Bankmitarbeiter ab und gelangt mit ihm in die Schalterhalle. Die Anwesenden sind schnell gefesselt, doch die Beute fällt sehr gering aus. Für die Kripo steht fest: Dieser Räuber schlägt demnächst wieder zu. Und die Beamten sollen Recht behalten.

Wer kennt diesen Mann? Quelle: Polizei
Wer kennt diesen Mann?
Quelle: Polizei

Hierbei handelt es sich vermutlich um eine Bankraubserie, die sich in Köln zugetragen hat. Seit 2002 hat der unbekannte Täter dort bisher wahrscheinlich 5 Banken überfallen. Schaden: ingesamt etwa 400.000€. Der Überfall zur Mittagspause ereignete sich in der “Badischen Beamtenbank” in Köln-Deutz am 5. Juni 2014. Er fesselte die Angestellten mit Kabelbindern und konnte unerkannt entkommen. Der bisher letzte Banküberfall, der auf das Konto des Täters geht, war am 16. Dezember 2014. Hier wurde er durch das resolute Eingreifen der Angestellten beinahe geschnappt. Bei einer spektakulären Verfolgungsjagd durch Köln konnte er aber trotz SEK-Einsatz schlussendlich entkommen. Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, ist eine Belohnung in Höhe von 15.000€ ausgesetzt. [1] [2] [3]

Bisher ohne nähere Informationen:

Idylle in Aufruhr – Verbrecher machen kleinen Ort unsicher
Niemand hätte gedacht, dass der Einbruch in ein kleines Büro der Auftakt für ein weit größeres Verbrechen sein würde. Doch der Polizei gelingt es, eine DNA-Spur sichern. Die Tat bleibt allerdings ungeklärt. Ein dreiviertel Jahr später kommt es zu einem weiteren und diesmal schweren Verbrechen – an einem der schönsten Plätze Deutschlands.

Warnung: Dreiste Trickdiebe im Rhein-Main-Gebiet
Eine junge Autofahrerin wird von einem Fremden aufgehalten. Immer wieder deutet er unter ihr Fahrzeug. Die Frau steigt schließlich aus, um nachzusehen. Der Fremde nutzt die Gelegenheit zu einem dreisten Diebstahl.

Außerdem wird der Überfall auf eine Sparkasse in Nienburg Teil der Sendung sein. Am 5. Februar diesen Jahres hatte ein Unbekannter gegen 11.45 Uhr die Sparkasse am Goetheplatz überfallen. Nachdem er einen Angestellten mit einer Schusswaffe bedroht hatte, konnte er mit rund 13.000€ entkommen. In diesem Fall ist eine Belohnung in Höhe von 2.000€ ausgesetzt. [1] [2]

Der Münchner Merkur berichtet, dass auch der Überfall auf einen Juwelier in Rottach-Egern (Landkreis Miesbach, Bayern) Teil der Sendung sein wird. Dort hatten 3 maskierte Männer am 2. Juli 2013 den Juwelierladen Leicht an der Seestraße überfallen. Die Täter flüchteten mit Uhren im Gesamtwert von rund 130.000€. Zuvor hatten sie die Angestellten massiv bedroht und mit äußerster Brutalität die Ausstellungsvitrinen eingeschlagen. [1]

Sendetermin

Mittwoch, 8. April 2015 – 20.15 Uhr – ZDF (Wiederholung: 00:05 Uhr – zdfneo)

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1 Kommentar

  1. Das ist mal eine Geschichte. Wie hat er das gemacht mit falschem Namen eine Wohnung zu bekommen. Das ist heute nicht mehr möglich. Alleine wenn man ein Smartphone hat, ist man schon nicht mehr anonym unterwegs. Das Mit dem Autohandel ist ja enorm. Danke für die Geschichte. War sehr interessant zu lesen!

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