Vorschau: Aktenzeichen XY am 8. Januar 2014

Die Anzahl der Morde in Deutschland ist seit der letzten Jahrtausendwende stark zurückgegangen. Wurden im Jahr 2000 noch 497 Personen Opfer dieses Verbrechens waren es im Jahr 2012 “nur” 281 (Quelle).
Dennoch gibt es auch in der kommenden XY-Ausgabe am kommenden Mittwoch wieder einen ungelösten Mord, bei welchem die Kriminalpolizei um die Mithilfe der Zuschauer bittet – dieser geschah allerdings noch vor der Jahrtausendwende: im Jahr 1997.

Für die erste Sendung im Jahr 2014 sind laut e110.de folgende Fälle geplant.

Furchtbarer Fund – Jugendliche entdecken Leiche im Stausee
Eines Tages sehen drei Jungen eine treibende Tasche in einem See. Neugierig ziehen sie das Fundstück an Land. Doch der Inhalt der Tasche ist einfach nur grauenvoll: eine Frauenleiche. Niemand scheint die Tote zu kennen. Doch Jahre später kann die polnische Polizei ihren deutschen Kollegen überraschend weiterhelfen …

 

Wer kennt diesen Mann, der im Juli 1997 mit einer Sackkarre eine Tasche transportierte?
Wer kennt diesen Mann, der im Juli 1997 mit einer Sackkarre eine Tasche transportierte? Quelle: Polizei

RP Online und die Kölnische Rundschau berichten über die Ausstrahlung dieses Falls, welcher sich im August 1997 an der Neye-Talsperre in Wipperfürth (NRW) zugetragen hat. Dort hatten die drei Freunde nach Fischen an der Staumauer Ausschau gehalten und schließlich eine schwarze Reisetasche aus dem Wasser geangelt, welche sehr streng roch. In der Tasche befand sich eine unbekannte Frauenleiche, welche nur mit rosa Unterwäsche bekleidet war. Nachdem Fotos der Tasche und der Unterwäsche veröffentlich worden waren, meldeten sich Zeugen, welche am 17. Juli eine mysteriöse Begegnung in der Nähe der Staumauer gemacht hatten. Dort hatte ein Mann mit einer Sackkarre eine Tasche transportiert und reagierte regelrecht panisch, als der Hund der Zeugen anfing an der Tasche zu schnüffeln. Obwohl daraufhin sowohl ein Phantombild des Mannes als auch des Opfers angefertigt und veröffentlich wurde, konnte keine der beiden bis heute identifiziert werden.
Im Oktober 1998 erstellte dann das FBI mit Hilfe damals modernster Computertechnik ein neues Phantombild.

Die Frau war ca. 160cm groß, 20-40 Jahre alt und hatte sehr schlechte Zähne. Vermutlich stammte sie aus Osteuropa. Möglich ist, dass sie in Deutschland als Prostituierte arbeitete. Nun wird der Fall neu aufgerollt, da sich in Polen neue Hinweise ergeben haben sollen. Hierfür wird der Fall am Mittwoch bei XY ausgestrahlt.

Brutaler Raubüberfall – Täter schießen Juwelier nieder
Drei maskierte und mit Pistolen bewaffnete Männer betreten kurz vor Feierabend ein Juweliergeschäft. Nach einem Wortwechsel wird der Inhaber niedergeschlagen und mit mehreren Schüssen lebensgefährlich verletzt. Seine Frau kann sich aus dem Laden retten. Verzweifelt ruft sie um Hilfe …

Laut dorfinfo.de handelt es sich hierbei um einen Fall aus Dortmund. Am 5. Januar 2012 gegen 17.45 Uhr war der 46-jährige Inhaber in seinem Juweliergeschäft am Borsigplatz überfallen und lebensgefährlich verletzt worden. Die Täter entkamen später mit einem geklauten BMW-Kombi der 5er Reihe mit Kennzeichen des Märkischen Kreises (MK). Der Wagen wurde später im Innehof des Hauses “Im Spähenfelde 14” verlassen aufgefunden. Vermutlich haben die Täter dort das Fluchtfahrzeug gewechselt.

Die Staatsanwaltschaft Dortmund hat für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter oder zur Aufklärung des Verbrechens führen eine Belohnung in Höhe von 5.000,- € ausgesetzt.

Über den Fall berichteten im Frühjahr 2012 u. a. derwesten.de und die Ruhrnachrichten.

Achtung, Polizei! – Anhaltemanöver mit kriminellem Hintergrund
Es sollen ein paar schöne, erholsame Tage werden. Ein Kaufmann im Ruhestand und seine Frau kommen von einem Abstecher nach Luxemburg zurück und wollen weiter in die Eifel.  Kurz vor dem Ziel werden sie plötzlich gestoppt: Polizeikontrolle! Doch irgend etwas stimmt nicht mit den Polizisten …

Der Trierer Volksfreund berichtet über dieses Verbrechen, welches sich im Juni 2013 in der Nähe von Sehlem (Rheinland-Pfalz) zugetragen hat. Ein Ehepaar vom Niederrhein war nach einem Zwischenstopp in Luxemburg auf dem Weg in ihr Hotel in Wittlich und legten kurz vor ihrem Ziel noch eine Rast auf einem Parkplatz ein. Hier näherte sich dann ein Audi Avant mit getönten Scheiben, dessen Fahrer sich beim 68-jährigen Opfer als Polizist ausgab. Als der Rentner den angeblichen Dienstausweis noch einmal sehen wollte, trat ein zweiter Mann an das Fahrzeug des Ehepaares heran und erbeutete die auf dem Rücksitz liegende Herrenhandtasche mit einer vierstelligen Bargeldsumme sowie einem Einkaufsgutschein aus Luxemburg. Das Opfer lief den Tätern hinterher und so kam es im weiteren Verlauf zu einer Schlägerei, bei welcher der Beraubte an der Hand verletzt wurde. Die Täter flüchteten anschließend mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Salmrohr und versuchten noch, das Opfer mit dem Wagen anzufahren. Der 68-jährige konnte sich mit einem Sprung zur Seite retten. Die Täter benutzten Nummernschilder, welche zuvor in Trier gestohlen worden waren.

Die Polizei geht davon aus, dass es sich um ein sogenanntes Bankanschlussdelikt handelt, das bedeutet, dass die Täter ihren späteren Opfern bereits aus Luxemburg gefolgt sind. Als Belohnung hat die Trierer Staatsanwaltschaft 2.500,- € ausgesetzt.

Nach und nach abgefangen – Räuber wartet im Lager auf seine Opfer
Eine Stunde vor Feierabend: Die Angestellten eines Supermarkts füllen die Regale auf. Die leeren Schachteln bringen sie zur Kartonpresse ins Lager … und tappen nichtsahnend in eine Falle.

Dieser Fall hat sich am 14. Dezember 2012 in einem Lidl-Supermarkt in Bisingen (Baden-Württemberg) zugetragen. Gegen 19.30 Uhr hatte ein unbekannter Mann den Discounter betreten und wollte sich im Bereich des Lagers verstecken. Dort wurde er jedoch von einer Angestellten überrascht, welche er mit einer Schusswaffe bedrohte und nach Einsatz eines Elektroschockgerätes fesselte. Auch bei zwei weiteren Frauen, die das Lager betraten, lief das Vorgehen des Täters ähnlich ab.

Der Täter gelangte in Besitz des Tresorschlüssels und erbeutete aus diesem eine größere Anzahl Münzgeldrollen. Über den Fall und seine Ausstrahlung bei Aktenzeichen XY … ungelöst an diesem Mittwoch berichtete der Schwarzwälder Bote.

Finger am Abzug – Banküberfall droht zu eskalieren
Brutaler Überfall auf eine Bank am Stadtrand. Ein bewaffneter Täter bringt Kunden und Angestellte in seine Gewalt. Er fordert Geld. Mit jeder Sekunde, die vergeht, wird der Unbekannte aggressiver. Die Gefahr für sein Opfer wächst. Da nähern sich Polizeiwagen der Bank …

Der Banküberfall ereignete sich am 2. August 2013 in Hamburg-Langenhorn. Gegen 9.25 Uhr betrat der maskierte Täter die Bank, in welcher sich zu diesem Zeitpunkt 9 Personen aufhielten. Nachdem er einige Kunden mit gezogener Waffe bedroht hatte und eine 77-jährige Frau leicht verletzt worden war, griff er sich das Bargeld hinter den Schaltern und entkam mit 3.500€ Beute. Er ist ca. 35 – 45 Jahre alt, 170cm groß und trug zum Tatzeitpunkt eine graue Jacke mit Schriftzug “Logwin”.

Nähere Informationen stellt die rtn – radio tele nord zur Verfüguung.

Michael Hubert Bonnie (†) fiel vermutlich einem Gewaltverbrechen zum Opfer
Michael Hubert Bonnie (†) fiel vermutlich einem Gewaltverbrechen zum Opfer

Die Aachener Nachrichten berichten, dass ein weiteres Thema der Sendung der mysteriöse Todesfall des Aachener Landwirt Michael Hubert Bonnie sein soll. Am 3. März 2012 befand sich der damals 42-jährige bis gg. 4 Uhr morgens zu Besuch bei einem Freund. Diesem fiel – nachdem Bonnie dessen Wohnung verlassen hatte – auf, dass er seinen Haustürschlüssel vergessen hatte und fuhr im hinterher, fand aber lediglich den Wagen mit offenem Fenster vor. Auch im Haus rührte sich trotz Klingelns nichts. Eine groß angelegte Suchaktion blieb ohne Erfolg.
10 Monate später, am 7. Januar 2013, entdeckte ein Landwirt die sterblichen Überreste von Michael Hubert Bonnie in einem Bachlauf im Aachener Itertal. Die Polizei geht inzwischen von einem Gewaltverbrechen aus und bittet die Zuschauer von XY am Mittwoch um Hilfe.

Sendetermin

Mittwoch, 8. Januar 2014 – 20.15 Uhr – ZDF (Wiederholung: 00:45 Uhr – zdfneo)

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