Vorschau: Aktenzeichen XY am 9. Mai 2018

Der Plansee in Tirol. Hier verlor sich eine vermeintliche Spur der vermissten Tabita Cirvele

Lange sechs Wochen sind seit der letzten Ausgabe von Aktenzeichen XY … ungelöst vergangen, nun meldet sich Rudi Cerne am morgigen Mittwochabend mit der neusten Ausgabe der Fernsehfahndung zurück. Nach der kürzlichen Klärung der Göhrde-Morde aus dem Jahre 1989 und der Festnahme im Mordfall Stephanie D. aus Weimar im Jahr 1992, bittet die Kriminalpolizei auch in dieser 530. regulären XY-Sendung die Zuschauer wieder in einem Cold Case um Mithilfe. Es geht um das spurlose Verschwinden der 15-jährigen Elke Kerll aus Nienburg an der Weser im Jahr 1969. Dieser und die weiteren Fälle der Sendung jetzt in der Vorschau bei blogxy.de.

Opfer fast totgeprügelt
Ein Unternehmer wird zwei Mal Opfer besonders brutaler Räuber. Die Beute kann der Millionär verschmerzen. Unter den Folgen der erlittenen Tortur leidet er jedoch bis heute.

Die Überfälle ereigneten sich im Abstand von beinahe 2 Jahren im baden-württembergischen Maulburg (Landkreis Lörrach). Am Freitag, den 27. Mai 2016 wurde der zum damaligen Zeitpunkt 69 Jahre alte Mann zum ersten Mal Opfer von zwei maskierten und bewaffneten Täter. Die beiden Männer, welche Deutsch mit französischem Akzent sprachen bedrohten den Geschäftsmann mit einer Waffe, fügten ihm schwere Misshandlungen zu und zwangen ihn, den im Haus befindlichen Tresor zu öffnen. Der Geschädigte konnte nach dem Überfall, welcher sich in etwa zwischen 21.30 Uhr und 22.30 Uhr ereignete, selbst den Notruf alarmieren, musste aber mit ernsthaften Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die beiden bis heute unbekannten und etwa 170cm großen Täter konnten mit einer größeren Summe Bargeld fliehen.

Der zweite Überfall ereignete sich am 23. März d. J. gegen 23.35 Uhr. An diesem Freitagabend kam der Geschäftsmann gemeinsam mit seiner Partnerin nach Hause und fuhr den PKW in die Garage. Vor der Haustür wurden die beiden dann unvermittelt von zwei abermals maskierten Tätern angegriffen. Während der eine Täter der Frau den Mund zuhielt, schlug der andere sofort auf den Mann ein. Im Haus erpressten sie dann Bargeld und konnten anschließend in einem angrenzenden Waldstück unerkannt entkommen. Die Täter waren etwa 25-30 Jahre alt, ca. 180cm groß, von sportlicher Statur und sprachen Deutsch ohne erkennbaren Akzent. Beide waren mit einer Sturmhaube maskiert und dunkel gekleidet. Trotz umfangreicher Ermittlungen konnten beide Überfälle bis heute nicht geklärt werden, so dass sich die zuständigen Behörden nun am morgigen Mittwochabend an die ZDF-Zuschauer wenden.1)Raubüberfälle in Maulburg werden in der Fernsehsendung “Aktenzeichen XY – ungelöst” ausgestrahlt” aus: focus.de, abgerufen am 08.05.2018

Plötzlich verschwunden
Eine 49-jährige Frau steht zwischen zwei Männern: Sie kann sich nicht entscheiden zwischen ihrem Ehemann und ihrem Liebhaber. Plötzlich verschwindet sie.

Tabita Cirvele
Quelle: LPD Tirol

Seit dem 24. September 2016 gilt die damals 49-jährige Tabita Cirvele als vermisst. An jenem Samstag verließ die gebürtige Lettin ihr Haus in Reutte (Tirol / Österreich), welches sie mit ihrem deutschen Ehemann bewohnte, um ins westfälische Münster zu reisen, wo sie mit ihrem Freund Thomas S. ein neues Leben beginnen wollte. Doch in Nordrhein-Westfalen kam Tabita Cirvele nie an – sie verschwand irgendwo im bayerisch-österreichischen Grenzgebiet und ist seither verschollen. Eine groß angelegte Suche nach der Vermissten blieb erfolglos. Eine Handy-Ortung brachte keine neuen Erkenntnisse, eingesetzte Spürhunde nahmen am Plansee bei Reutte zwar eine Fährte auf, Tabita Cirvele allerdings konnten auch sie nicht aufspüren.

Nun wird der Fall in der 530. Ausgabe von Aktenzeichen XY … ungelöst ausgestrahlt. Der Freund der Lettin, Thomas S., erhofft sich dadurch Hinweise, was mit Tabita Cirvele passiert sein könnte und hofft nun auf die Hilfe der XY-Zuschauer.2)Nach Liebes-SMS verschollen: Was passierte mit Tabita Cirvele?” aus: rosenheim24.de, abgerufen am 08.05.2018

Überfälle wie am Fließband
Sechs brutale Überfälle auf Supermärkte – in kurzer Zeit, stets nach dem gleichen Muster. Doch sind es immer dieselben Täter? Die Polizei hat ihre Zweifel.

Die Raubserie auf verschiedene Supermärkte ereignete sich im Frühling und Sommer 2017 in Nordrhein-Westfalen, genauer in Hamm, Ascheberg, Herbern und Drensteinfurt. Da die Taten nach ähnlichem Muster begangen wurden, gehen die zuständigen Ermittler von einem Zusammenhang bei insgesamt sechs Überfällen aus. So betraten die Täter stets kurz vor Ladenschluss die Geschäfte und gaben sich zunächst als normale Kunden aus. Am 8. Mai 2017 überfielen sie so bspw. eine Aldi-Filiale in der Münsterstraße in Herbern. An der Kasse bedrohten sie einen Angestellten mit einer Pistole und zwangen ihn im Büro zum Öffnen des Tresors und Herausgabe von Bargeld. Der Täter mit der schwarzen Pistole war etwa 20-30 Jahre alt und ca. 170-175cm groß. Er war von dünner Statur und hat möglicherweise hellblaue Augen. Während der Tatbegehung trug er eine Kappe. Trotz zweier Phantombilder gingen zu den Überfällen bisher nur wenige Hinweise ein, weswegen sich die zuständige Polizei Hamm nun durch die Ausstrahlung bei Aktenzeichen XY … ungelöst neue Anhaltspunkte erhofft.3)“TV-Fahndung nach Räubern in Ascheberg und Herbern” aus: Ruhr Nachrichten, abgerufen am 08.05.2018

Cold Case
1969 verschwindet eine 15-Jährige spurlos. Lange galt sie als vermisst. Heute – fast 50 Jahre später – ist sich die Polizei sicher: Sie wurde Opfer eines Tötungsdelikts.

Elke Kerll
Quelle: Polizei Niedersachsen

Seit beinahe 50 Jahren ist die zum damaligen Zeitpunkt 15-jährige Elke Kerll aus Nienburg an der Weser verschwunden. Das junge Mädchen hatte – nach Recherchen der ermittelnden Beamten – in der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember 1969 mit Freunden zunächst die Discothek Schauburg besucht und war dann noch im Scandia-Club gewesen. Von dort aus begab sie sich mit einer Freundin und deren Freund nach Holtdorf-Nienburg. Laut Zeugen habe die Jugendliche dort bei einem Bekannten in der Straße Am Riedekamp übernachtet und dann am frühen Sonntagmorgen die Wohnung verlassen, um von dort per Anhalter zu ihrer Arbeitsstelle, dem Kinderheim Kortendiek im rund 30km entfernten Loccum, zu fahren. Ab diesem Zeitpunkt verliert sich von Elke Kerll jede Spur – lediglich eine Kette wurde einige Tage später in der Schauburg gefunden, die sie wohl am Vorabend ihres Verschwindens getragen hatte.

Polizei und Staatsanwaltschaft fragen…

  • Wer hatte 1969 – gegebenenfalls auch nur lose – Kontakt zu Elke Kerll?
  • Wer hatte 1969 Bezüge zu dem Schülerheim Kortendiek in Loccum, in dem Elke Kerll gearbeitet hat?
  • Wer hielt sich 1969 regelmäßig in der Diskothek Schauburg auf und hatte dort Kontakt zu Elke Kerll?
  • Wer hat Elke Kerll am Wochenende 13./14.12.1969 gesehen?
  • Wer kann Angaben dazu machen, wie die in der Diskothek Schauburg gefundene Kette von Elke Kerll dorthin gelangt ist?
  • Wer ist 1969 im Umkreis von Loccum/Nienburg getrampt und hat dabei schlechte Erfahrungen oder auffällige Beobachtungen gemacht?

Quelle: https://www.shz.de/19783051 ©2018

Für Hinweise, die zur Aufklärung des Falles führen, hat die Staatsanwaltschaft eine Belohnung in Höhe von 5.000€ ausgesetzt.

Sendetermin

Mittwoch, 8. Mai 2018 – 20.15 Uhr – ZDF (Wiederholung: 00:00 Uhr – zdfneo)

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