XY-Fall im Juni 1992 – Mord an Stephanie D. († 10) geklärt

Im August 1991 verschwand die 10-jährige Stephanie D. aus Weimar beim Spielen mit ihren Geschwistern und einer Freundin spurlos. Ein bis zum gestrigen Montag unbekannter Mann hatte das Mädchen nach Aussagen der Kinder damals angesprochen und weggelockt. Zwei Tage später wurde Stephanie dann entdeckt: Ihr Leichnam lag unter der Teufelstalbrücke der A4. Nach Informationen des MDR ist der Fall nun, nach beinahe 27 Jahren, geklärt. Nachdem die zuständige Sonderkommission den Fall im November 2016 neu aufgerollt hatte und im Herbst 2017 von einer “heißen Spur” die Rede war, wurde der 65-jährige LKW-Fahrer Hans-Joachim G. in seiner Wohnung in Berlin festgenommen. Hierbei leistete der wegen Sexualdelikten vorbestrafte Mann zunächst Widerstand, legte dann aber noch an Ort und Stelle ein Teilgeständnis ab.

Der Mann, welcher in Weimar geboren wurde und kurz nach der Wende nach Berlin zog, erhielt bereits zu DDR-Zeiten eine erste Bewährungsstrafe und wurde schließlich 1996 vom Landgericht Gera wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Derzeit sitzt er in Untersuchungshaft in der JVA Goldlauter. Dieses Mal führte nicht XY, sondern die Ausstrahlung in der MDR-Sendung Kripo live die Ermittler auf die entscheidende Fährte. Ein Zuschauer hatte sich erinnert, zum Tatzeitpunkt auf der Teufelstalbrücke einen Mann beobachtet zu haben, der etwas von der Brücke warf. Daraufhin hatte sich der Zeuge, welcher damals als Pannenhelfer arbeitete, das Autokennzeichen des Kleintransporters gemerkt.

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