XY gelöst: September 2014

Zusätzlich zu den bisher angebotenen Vorschauen und Rückblicken auf die Sendung und ausgewählte alte Filmfälle, soll es künftig auf blogxy.de auch einen monatlichen Überblick über Fälle geben, die gelöst werden konnten oder zu denen es zumindest ein „Update“ gibt. Die Nutzungsstatistiken des Blogs zeigen, dass viele Nutzer gezielt „XY gelöst“ in die Suchmaschine oder hier auf der Seite eingeben. Diesem offensichtlichen Wunsch möchte ich ab sofort nachkommen.

Traurige Gewissheit, aber auch einen Tatverdächtigen, gibt es im Fall der seit 2007 vermissten Jenisa M. aus Hannover. Die Schülerin wollte eine Tante in einem nahen Hochhauskomplex besuchen. Nachdem sie im Aufzug noch von einer Zeugin gesehen wurde, verlor sich ihre Spur. Nun wurden ihre sterblichen Überreste in einem Waldstück bei Wunstorf gefunden. Dringend tatverdächtig ist ein 43-jähriger Mann, der bereits wegen des Mordes am 5-jährigen Dano aus Herford in Untersuchungshaft sitzt. Dieser wurde 2007 bereits wegen des Mordverdachts an seiner Nichte Jenisa festgenommen, musste damals aber aus Mangel an Beweisen wieder auf freien Fuß gesetzt werden. Nun berichteten Mithäftlinge von einem Geständnis des Mannes und führten die Beamten auch zum Versteck der Leiche.  [1] [2] Der Mord an Jenisa war in der XY-Ausgabe 409 am 2. April 2008 zu sehen.

Die in der vergangenen XY-Sendung ausgestrahlte Suche nach der Mutter eines tot aufgefundenen Säuglings auf dem Rastplatz Bakumer Wiesen West an der A1 hat zwar bisher nicht zum erwünschten Fahndungserfolg geführt, ein anderer schrecklicher Fall konnte aber aufgedeckt und geklärt werden. Eine Hinweisgeberin hatte im XY-Studio angerufen und auf eine 39-Jährige aus Bad Schwartau aufmerksam gemacht, die schwanger war, aber nun kein Baby habe. Diese hatte mit dem vorgestellten Fall zwar nichts zu tun, verstrickte sich aber in widersprüchliche Aussagen. Die Polizei machte schließlich am Hauptbahnhof in Hamburg die furchtbare Entdeckung. Zwei Säuglinge lagen eingewickelt in einer Plastiktüte in einem Schließfach. Die Frau begab sich freiwillig in eine psychatrische Klinik. [1]

Ebenfalls geklärt werden konnte die Identität der unbekannten Toten, die im Lech bei Augsburg gefunden wurde. Die 52-jährige gebürtige Siebenbürgerin aus Rumänien lebte seit einigen Jahren in der Fuggerstadt Augsburg. Sie hatte sich aber mit ihrer Familie überworfen, so dass sie niemand als vermisst meldete. Eine entfernte Verwandte aus Frankfurt hatte nach der Ausstrahlung durch Aktenzeichen XY in der vergangenen Sendung nun den entscheidenden Hinweis gegeben. Die Polizei schließt ein Verbrechen aus. [1]

UPDATE vom 30. September 2014: Die Staatsanwaltschaft und Polizei Hamburg berichtet in einer aktuellen gemeinsamen Presseerklärung, dass im Mordfall Mustafa Tütüncü aus der Ausgabe vom 10. September 2014 ein dringend Tatverdächtiger festgenommen wurde. Der 44-jährige Deutsche soll morgen dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Hamburg vorgeführt werden.

Ihnen gefällt dieser Artikel?

2 Kommentare

  1. Kann mich meinem Vorredner nur anschließen! Es wäre wünschenswert, wenn jeden Monat aktuelle Ergebnisse oder Updates hier veröffentlich werden könnten.

Antworten

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*