XY-Spezial “Wo ist mein Kind?” – Der Tag danach

Alfred Hettmer sagte es schon in der ersten Abfrage nach der Sendung: die meisten Hinweise gingen zum Fall der zum Zeitpunkt ihres Verschwindens 8jährigen Debbie Sassen aus Düsseldorf ein. Hier lag ein besonderer Schwerpunkt auf Angaben von verschiedenen Anrufern zum gezeigten Phantombild eines Mannes.

Zu der verschwundenen Regensburgerin Maria Baumer gab es einen Hinweis, der die Kripo nun ins europäische Ausland führen wird. Einen Artikel mit weiterführenden Informationen zu den eingegangenen Hinweisen, findet man beim Bayrischen Rundfunk. Im Fall der seit 2000 vermissten Bianca Blömeke ging ein sehr konkreter Hinweis ein. Hier wurde sogar ein konkreter Name genannt. Auch hier wird die zuständige Kripo Essen dem Hinweis nun nachgehen.

Zur Münchenerin Sonja Engelbrecht, die mit 19 Jahren 1995 spurlos verschwand, gingen anscheinend weniger Informationen ein. Im ZDF-Text auf Seite 317 – dem Ort der ersten Informationen nach XY-Sendungen – wird dieser Fall leider nicht erwähnt.

In den Medien steht allerdings seit gestern Abend ganz eindeutig der Auftritt von Natascha Kampusch im Vordergrund. Focus berichtete von der “unbeholfenen Mutmacherin”, Spiegel online und BILD berichteten von einem bewegenden Auftritt der 24jährigen Österreicherin, die sich zwischen 1998 und ihrer Flucht 2006 in der Gewalt ihres Entführers befand.

Den Quotensieg musste die Spezialsendung von Aktenzeichen XY am gestrigen Mittwoch allerdings ausnahmsweise mal einem anderen Programm überlassen. Denkbar knapp konnte sich mit 5,01 Mio. Zuschauern der Psychothriller “Sechzehneichen” mit Heike Makatsch in der ARD durchsetzen. “Wo ist mein Kind?” kam auf 4,99 Mio. Zuschauer, wie das Medienmagazin DWDL berichtet.

Allgemein über die gestrige XY-Sendung berichteten u.a. ausführlich Welt online und derwesten.de.

 UPDATE vom 14. Januar 2013

Es sind in den letzten Wochen noch einmal zwei Zeitungartikel aufgetaucht, die sich direkt mit den Fällen aus der XY-Spezialsendung “Wo ist mein Kind?” beschäftigen. Leider gab es in beiden Fällen keine Fahndungserfolge.

Die Mittelbayerische Zeitung berichtet im Fall Maria Baumer, dass die letzte verbleibende Theorie und Spur die ist, dass die 26jährige den Jakobsweg gegangen ist. Alle anderen Spuren sind abgearbeitet und haben zu keinem Fahndungerfolg geführt.

Ebenfalls keine brauchbaren Hinweise gab es im Fall der im Jahr 2000 verschwundenen damals 19jährigen Bianca Blömeke. Wie derwesten.de (WAZ) berichtet seien auch hier die ohnehin nur vagen Hinweise abgearbeitet worden – leider ohne Erfolg.

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1 Kommentar

  1. In der Süddeutschen steht hier http://www.sueddeutsche.de/bayern/leichenfund-in-der-oberpfalz-wenn-das-unfassbare-wahr-wird-1.1769438 , dass die Leiche von Maria Baumer gefunden wurde. Von der Polizei ins Auge wurde ein naher Angehöriger. Ich frage mich sowieso, wieso da nicht klar gesagt wurde, welche Verdächtigungen es gibt. Aufgrund dessen, dass es meistens eine Beziehungstat ist, können es höchstens zwei Verdächtige geben, die es aller Wahrscheinlichkeit nach waren. Auch in dem Fall von Bianca Blömeke scheint es so, dass zwei Personen so verdächtig sind, dass sie nur unkenntlich gezeigt werden können. Und es wurde Blut von der Oma mit Sprachfehler weggewischt. Und der Kommissar macht dann einen sarkastischen Spruch. Und die unkenntlich gemachten Verdächtigen… und dann wird trotzdem noch gesagt, vielleicht sei sie ja doch noch am Leben. Was für ein Unsinn. Dann hätten sie die beiden Verdächtigen nicht unkenntlich machen müssen.

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