XY-Update – Dezember 2017

Am 6. November 1992 bat Eduard Zimmermann die Zuschauer um Mithilfe bei der Aufklärung des Mordfalls Blanka Z. († 68). Nun findet vor dem Frankfurter Landgericht der Prozess gegen den mutmaßlich tatverdächtigen John A. statt. | Quelle: Screenshot / ZDF vom 6.11.1992; Bearbeitung durch blogxy.de

Kurz vor dem Jahresende des XY-Jubiläumsjahres 2017 gerät noch einmal Bewegung in einige Fälle der letzten Ausgaben – aber auch ein Mordfall aus dem Jahre 1992 wird derzeit vor dem Frankfurter Landgericht verhandelt. Angeklagt ist dort der 64-jährige John A., der zwischen August 1991 und Januar 1992 in Schweden auf 11 Migranten schoss und dabei einen Iraner tötete. Wegen seiner Tatausführung – bei den Taten verwendete er eine Laserzieleinrichtung – wurde er in Schweden unter dem Namen Lasermann bekannt. Nun wird ihm vorgeworfen, die 68-jährige Blanka Z. nach einem Streit in Frankfurt am Main erschossen zu haben. Das XY-Update im Dezember 2017.

In der Sendung vom 6. November 1992 bat Eduard Zimmermann die Zuschauer um Mithilfe im Mord an der Jüdin Blanka Z., die in Frankfurt in einem Mövenpick-Restaurant als Gardrobiere arbeitete. Kurz vor ihrem gewaltsamen Tod am 23. Februar 1992 war sie an ihrer Arbeitsstelle in einen heftigen Streit mit dem heute angeklagten und damals 39-jährigen John A. verwickelt gewesen. Er hatte ihr vorgeworfen, ihm einen Casio-Taschencomputer gestohlen zu haben. Als Blanka Z. in jener Februarnacht ihre Arbeitsstelle verließ wurde sie auf ihrem kurzen Heimweg mit einem Kopfschuss ermordet. Schnell geriet A. in das Visier der Fahnder, hatte er doch zuvor in Schweden aus rassistischen Motiven auf 11 Menschen mit Migrationshintergrund geschossen und dabei den Iraner Jimmy R. getötet. Außerdem hatte er in Stockholm auf die immer gleiche Art und Weise 18 Banken überfallen. Nach seiner Rückkehr nach Schweden wurde A. dann im Mai 1992 festgenommen und zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Im August 2000 bekannte sich A. zu seinen Taten, den Mord an Blanka Z. bestritt er indes stets. Erst in diesem Jahr wickelte die Frankfurter Kripo angesichts einer drohenden Begnadigung den Fall neu auf und stellte schließlich Antrag auf Auslieferung. Als wichtigstes Indiz gilt neben dem Motiv und der Tatsache, dass A. zur Tatzeit in Frankfurt am Main war, die bei der Tat verwendete Waffe: eine Browning Kaliber .35.1)Mysteriöser Mord an einer Frankfurter Garderobenfrau aus Frankfurter Rundschau, abgerufen am 19.12.2017 Vor dem Frankfurter Landgericht bestreitet der Angeklagte weiterhin, mit dem Mord etwas zu tun zu haben – ein Urteil wird am 23. Januar 2018 erwartet.2)Laser-Mann leugnet Mord aus bild.de, abgerufen am 19.12.2017

Eine weitere aktuelle Entwicklung gibt es darüber hinaus zur Sendung vom 25. Oktober zu berichten. Gesucht wurde nach einem Mann der am 1. September 2016 eine Sparkassenfiliale am Hamannplatz im Münsteraner Stadtteil Coerde (NRW) überfallen hatte. An jenem Donnerstagmorgen gegen kurz nach 9 Uhr betrat der Bankräuber den Verkaufsraum der Filiale, ging zielstrebig zu einem der Schalter, forderte Geld und bedrohte den dort arbeitenden Angestellten mit einer Pistole. Dazu gab er – wohl um seine Forderungen zu unterstreichen – einen Schuss in die Decke ab. Nun konnte die Kripo Münster am vergangenen Freitag einen 21-Jährigen dringend Tatverdächtigen in Steinfurt festnehmen. Von den 80 Hinweisen, die nach der XY-Sendung eingegangen waren, hatten zwei voneinander unabhängige Zeugen Hinweise auf den Mann gegeben, der sich nun in Untersuchungshaft befindet, zu den Vorwürfen aber bislang schweigt.3)Verdächtiger nach Bankraub von Coerde festgenommen aus: Westfälische Nachrichten, abgerufen am 19.12.2017

Schließlich gibt es auch zur letzten Sendung ein erstes Ergebnis: Am 2. November 2017 wurde im Bremer “Viertel”, der Kneipenmeile der Stadt, ein 20-Jähriger bei einer Auseinandersetzung mehrerer Männer erstochen, ein Weiterer wurde lebensgefährlich verletzt. Unmittelbar nach Ausstrahlung von Fahndungsbildern bei Aktenzeichen XY … ungelöst am vergangenen Mittwoch stellte sich ein 22-Jähriger auf einer Polizeiwache in Hamburg. In Untersuchungshaft muss der Mann, der bei der Tat zwar dabei gewesen, aber nichts mit den tödlichen Messerstichen zu tun gehabt haben soll, nicht. Er wurde vorerst auf freien Fuß gesetzt, der Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung steht gegen ihn aber weiter im Raum.4)Messerstecherei: Ein Tatverdächtiger stellt sich der Polizei aus: butenunbinnen.de, abgerufen am 19.12.20017

Damit verabschiedet sich der Aktenzeichen XY – Blog für 2017! Ich wünsche allen treuen Lesern und Besuchern ein gesegnetes Weihnachtsfest, friedvolle und besinnliche Feiertage und einen guten Rutsch ins Jahr 2018. Ich freue mich darauf, euch auch im 51. XY-Jahr auf blogxy.de und wiki.blogxy.de begrüßen zu dürfen!

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